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Ligavorschau

Ohne drei Torjäger und den Kapitän

Landesliga Rhein-Neckar +++ Nußloch geht mit einer großen Hypothek in den Abstiegskracher mit Kirchardt

von red. · 05.03.2026, 18:00 Uhr · 0 Leser
Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Klubs in Nußloch gab es einen 6:3-Sieg für die Kochendörfer/Heim-Elf.
Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Klubs in Nußloch gab es einen 6:3-Sieg für die Kochendörfer/Heim-Elf. – Foto: Foto Pfeifer

Favorit ist der FV Nußloch jedenfalls nicht. Vor dem immens wichtigen Duell mit der SG Kirchardt fehlen dem Vierzehnten einige wichtige Spieler. Aber auch die Kirchardter kommen nicht gerade mit ihrer Top-Elf zum Sechs-Punkte-Spiel, in dem es laut dem FV-Trainer auf ganz viel Leidenschaft ankommen wird.

Wie viel Endspiel steckt am Sonntag drin?

Wenn der Relegationsteilnehmer auf den einen Rang und einen Punkt besser platzierten Konkurrenten trifft, steht viel auf dem Spiel. Aber nicht alles, wie Steffen Kochendörfer versichert. "Es ist ebenso ein Endspiel wie die anderen ausstehenden 14 Partien auch", sagt der Spielertrainer des FV Nußloch und hängt gleichzeitig die Bedeutung nicht allzu hoch. Diese Einschätzung ist verständlich, seine Kicker dürften ohnehin schon genug Druck im Vorfeld verspüren. Er sagt weiter: "Natürlich wäre ein Dreier wichtig, aber selbst, wenn es nicht dazu kommen sollte, wären wir noch nicht abgestiegen."

Ist Giuliano Breves Ausfall überhaupt zu kompensieren?

In der Offensive melden die Nußlocher "SOS". Nicht nur der Urlaub von Kim-Jonathan Kaul und die Verletzung von Arkin Ulusoy schmerzen. Zudem fehlt in Giuliano Breve der Toptorjäger (9 Saisontreffer). In Summe sind diese drei Angreifer für 19 der 31 Saisontore verantwortlich. "Der Kader ist zwangsläufig dünner als in der Vorrunde und mit Giuliano fehlt uns jetzt einer, der mit seiner Einstellung auf dem Platz kaum wegzudenken ist", sagt deshalb Kochendörfer, verweist aber umgehend darauf, "dass dies keine Ausrede sein darf."

Zu allem Überfluss musste der Kapitän Sergen Sertdemir in der Winterpause seine Kickschuhe an den Nagel hängen. "Sergen hat einen Knorpelschaden und kann nicht mehr", bedauert sein Trainer und sieht darin, "selbstverständlich einen großen Verlust für uns."

Was muss besser werden im Vergleich zum 1:4 in Ketsch?

Der Coach relativiert das auf den ersten Blick heftige Ergebnis: "Zwei Gegentore haben wir in der Nachspielzeit kassiert, als wir alles versucht haben, um in Unterzahl zum 2:2-Ausgleich zu kommen." Einer schwachen ersten ließen die Schwarz-Weißen eine umso bessere zweite Hälfte folgen, in der der Spielertrainer selbst den Anschlusstreffer besorgte. Sein abschließendes Fazit hört sich dementsprechend positiv an: "Wir haben gesehen, dass unsere Mannschaft lebt und sich immer zurückkämpfen kann."

Welche aktuellen Infos holen Sie sich über Kirchardt ein?

Die Nußlocher erwarten keine großen Überraschungen. "Wir wissen wie sie spielen, da kommt nichts Neues auf uns zu", meint Kochendörfer und spricht weiter von, „einem klassischen 50:50-Spiel.“ Den Unterschied werden seiner Einschätzung nach besondere Tugenden machen: "Es geht nur über die Einstellung und die Leidenschaft, 90 Minuten das Herz auf dem Platz lassen und dann sehen wir, was dabei herauskommt."

Vereint zum Klassenerhalt: Das ist das Motto des FV Nußloch zur Rückrunde.
Vereint zum Klassenerhalt: Das ist das Motto des FV Nußloch zur Rückrunde. – Foto: Foto Pfeifer