2025-12-03T05:51:34.672Z

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Die SpVg Remscheid steckt in einer schwierigen Situation.
Die SpVg Remscheid steckt in einer schwierigen Situation. – Foto: Peter Teinovic

Offene Rechnungen: Stadt sperrt SpVg Remscheid den Platz

Kreisliga B: Der Verein darf wegen zu vieler ausstehender Rechnungen die Anlage nicht mehr nutzen.

Die Stadt Remscheid hat mit einer drastischen Maßnahme auf offene Rechnungen der SpVg Remscheid reagiert. Da der Verein seit geraumer Zeit seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, darf er nun die Platzanlage weder zu Trainings- noch zu Spielzwecken nutzen. Was zunächst noch ein Gerücht war, ist nun offiziell bestätigt.

Das berichtet die Bergische Morgenpost in ihrer Dienstagsausgabe. Dem Bericht zufolge stehen aktuell Zahlungen aus, die sich aus insgesamt rund 11.000 Euro belaufen sollen. Sie setzt sich zusammen aus Nutzungskosten, Mahngebühren und Abrechnungen für das Flutlicht. Auch konnte der Verein demnach zuletzt keinen Nachweis über den Versicherungsschutz für die Spieler erbringen. Neben der Stadt wartet auch das Finanzamt auf Zahlungen des Vereins.

Die Entscheidung wurde dem Vorsitzenden Ayhan Aldemir im Rathaus von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, dem Sportdezernenten Thomas Neuhaus sowie von Sportamtsleiter Martin Sternkopf gemeinsam mitgeteilt - vermutlich auch um klarzumachen, dass die aktuelle Lage kein Spaß ist.

"Schon schlechtere Tage erlebt"

Das hat auch Aldemir so verstanden, sagt aber auch: "Der Verein lebt. Und so lange ich da bin, wird das auch so bleiben. Die 1. Spielvereinigung hat schon schlechtere Tage erlebt." Rein sportlich betrachtet stehen aus neun Partien elf Punkte in der Kreisliga B zu Buche, was nur deshalb sportlich nicht zum Abstieg führen würde, weil bereits zwei Teams zurückgezogen haben und vier weitere Teams noch weniger Punkte eingesammelt haben.

Die Stadt betont indes, dass das konsequente Handeln in diesem Fall nichts damit zu tun habe, dass für den BV 10, dessen Aschenplatz in einem Kunstrasen umgewandelt wird, eine Ausweichspielstätte gesucht werde. Neuhaus betont demnach, dass die Schulden bereits vor dieser Causa von der Spielvereinigung nicht beglichen wurden. Die Entwicklung in den kommenden Wochen dürfte Aufschluss geben.

Aufrufe: 024.1.2024, 11:00 Uhr
Sascha KöppenAutor