
ODENWALDKREIS. Torflut in der Kreisliga A: In sieben ausgetragenen Begegnungen fielen satte 32 Tore. Tabellenführer SG Sandbach bleibt auch im 13. Spiel hintereinander ungeschlagen, distanzierte die FSV Erbach am Sonntag mit 4:1 und machte damit deutlich, dass die Meisterschaft in dieser Spielzeit wohl nur über die SGS entschieden wird. Verfolger VfL Michelstadt ließ bei Türkspor Beerfelden hingegen zwei wichtige Punkte liegen.
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In einer kampfbetonten Partie waren die Gäste in der ersten Hälfte besser, besaßen auch hochkarätige Chancen zur Führung. „Dann kam der Regen – und der tat uns gut“, sagte Thomas Gruber (SVG). Kainsbach stürmte, rutschte aber in den entscheiden Momenten aus, und Gammelsbach konterte daraufhin erfolgreich. Kevin Ihrig (47.), Nils Schneider (52., 56.) Moritz Ondruch (54.) und Roman Schröder (89.) sorgten mit ihren Toren für einen letztlich deutlichen Heimsieg.
Die Breuberger waren den Grumbachern in nahezu allen Belangen unterlegen, blieben ohne durchgespielte Angriffsaktion. Torfolge: 1:0 Lukas Gebhardt (18.), 2:0 und 3:0 Leon Belt (28., 37.), 4:0 Gebhardt (43.), 5:0 Norman Besler (52.), 6:0 und 7:0 Andre Eidenmüller (58., 65.), 8:0 Besler (70., Freistoß), 9:0 Philipp König (85.), 10:0 Nick Budjec (89.).
„Das war nicht nur emotional, sondern auch vom Spielverlauf her eine Achterbahnfahrt“, sagte Norbert Leist vom KSV. Für den Reichelsheimer war Seckmauerns Reserve ein starker Gegner, der mit offenem Visier agierte. „Wir hätten sicherlich auch mit einer Punkteteilung zufrieden sein müssen, aber letztlich gaben zwei erfahrene Spieler den Ausschlag.“ Torfolge: 0:1 Dennis Callis (7.), 1:1 und 2:1 Julia Schaffnit (14., 22.), 2:2 Ümit Cetin (26.), 3:2 Esref Bayik (36.), 3:3 Calis (39.), 3:4 Robin Schröder (54.), 3:5 Calis (58.), 4:5 Bayik (83.), 5:5 Noah Bechtel (85.), 6:5 Pfeifer (94.+4) und 7:5 Thomas Denzel (98.).
„Das war heute über die gesamte Spielzeit eine überlegene Vorstellung unserer Mannschaft“, schilderte Gerhard Achatzi (SGS) den Spielverlauf. Bereits in der ersten Hälfte schossen Luca Wirth (10.), Altin Gasi (26.) und Tim Schadt (38.) die Hausherren in Front. Als Eddy Mocanu nach 70 Minuten für die SGS nachlegte, war bereits alles entschieden. Fahrettin Aytekin (88., Handelfmeter) korrigierte nur noch kosmetisch. Nach der Pause kam Erbach besser ins Spiel, doch der vierte Gegentreffer hatte demoralisierende Wirkung.
„Wir kamen gut ins Spiel, doch das unglückliche Eigentor, das wir kassierten, beflügelte die Höchster und so kam es zu einem engen Spielverlauf“, erklärte Karlheinz Neuer vom TSV. In der 26. Minute hielt Sensbachtals Torhüter Colin Karmoeski einen Foulelfmeter von Benjamin Knoll – es wäre das 1:3 gewesen. „In der zweiten Hälfte haben wir uns durch Fehler selbst um den Sieg gebracht“, so Neuer weiter. Torfolge: 0:1 Robin Siefert (17., Eigentor), 1:1 Noah Ulrich (20., Foulelfmeter), 1:2 Philipp Schwede (23.), 2:2 Joshua Stöckbauer (51.), 3:2 Ulrich (57., Foulelfmeter), Bugra Kocahal (58.), 4:3 Leon Heine (80.), 4:4 Ulrich (86., Eigentor).
Julian Walz (3., 43.), der mit seinen beiden Toren das Spiel für Finkenbachtal entschied, war zweifellos der Mann des Tages. Dabei fing Vielbrunn auf sehr schwierigem Untergrund gut an, besaß wie die Gäste gute Chancen. Aber der FC zeigte letztlich den größeren Willen. „Heute funktionierte zu wenig bei uns. Wir verloren den Ball zu oft“, sagte Martin Reinartz von der KSG. Finkenbach habe sich den Sieg am Ende verdient, „weil sie ihn auch mehr wollten“.
Schwierige Platzverhältnisse ließen nur wenige gelungene Aktionen zu. Das im wahrsten Sinne des Wortes holprige Spiel schien lange Zeit auf ein torloses Unentschieden hinauszulaufen, bis Emre Kanat (47.) Türkspor in Front brachte. Ömer Ari (66., Foulelfmeter) und Alexander Schreck (69.) drehten das Spiel. Kurz vor Spielende gelang Fatih Sevindik (89., Freistoß) das kaum noch für möglich gehaltene 2:2. „Wir hatten das Spiel lange Zeit im Griff“, sagte Cosimo Perrone (Türkspor).