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Odenkirchen ist wieder das beste Hallenteam der Region

Acht Jahre nach dem letzten Triumph in Dülken feiert der Bezirksligist den souveränen Titel beim Hallenmasters. Einen starken Auftritt legt der wiedererstarkte 1. FC Viersen hin. Titelverteidiger ASV Süchteln bleibt indes hinter den Erwartungen.

von RP / Heiko van der Velden · 21.01.2026, 17:00 Uhr · 0 Leser
Odenkirchener Jubel.
Odenkirchener Jubel. – Foto: Markus Becker

Die SpVg Odenkirchen hat das 33. Volksbank-Masters des Dülkener FC gewonnen und sich damit erstmals seit 2018 wieder den Titel gesichert. Für die Mannschaft von Trainer Simon Sommer war es zugleich der erhoffte Abschluss einer intensiven Hallensaison. Nachdem Odenkirchen bei der Hallenstadtmeisterschaft in Mönchengladbach das Endspiel noch gegen Victoria Mennrath verloren hatte, gelang nun der verdiente Turniersieg beim traditionsreichen Masters. Im Endspiel besiegte Odenkirchen den wiedererstarkten 1. FC Viersen mit 2:1.

Bereits im Turnierverlauf deutete sich an, dass die SpVg zu den großen Titelanwärtern zählt. Odenkirchen präsentierte sich spielfreudig, diszipliniert und variabel, überstand die Gruppenphase souverän ohne Punktverlust gegen den Dülkener FC (3:0), Fortuna Dilkrath (4:0) und den 1. FC Heinsberg-Lieck (6:2) und zog verdient in die Endrunde ein. Dort bestätigte die Mannschaft ihre starke Form und steigerte sich von Spiel zu Spiel von der Zwischenrunde bis zum Endspiel.

Süchteln scheitert

Titelverteidiger ASV Süchteln erlebte dagegen ein enttäuschendes Turnier und verpasste den Einzug ins Halbfinale. Ein entscheidender Knackpunkt war bereits die Vorrunde, in der die Mannschaft gegen den A-Ligisten SC Waldniel überraschend deutlich mit 2:7 unterlag. Zwar qualifizierte sich das Team von Volker Hansen trotzdem für Endrunde, fand dort aber nicht zur gewohnten Hallenform. In der Gruppenphase kam Süchteln gegen den Rheydter SV nicht über ein 1:1 hinaus und musste nach zwei weiteren Niederlagen frühzeitig die Segel streichen. Der 1. FC Viersen nutzte diese Schwächephase konsequent aus und sicherte sich mit einem klaren 3:0-Erfolg über Süchteln als Zweiter dieser Gruppe hinter Odenkirchen den Platz für das Halbfinale. Die neu formierte Mannschaft von Trainer Stephan Houben überzeugte insgesamt mit einem reifen Hallenauftritt und sammelte wertvolles Selbstvertrauen für den Ligabetrieb. In der Bezirksliga steht Viersen aktuell auf einem Abstiegsplatz.

Im Halbfinale zwischen der SpVg Odenkirchen und dem CSV Marathon Krefeld entwickelte sich eine intensive und lange ausgeglichene Begegnung. Beide Teams agierten aufmerksam in der Defensive, klare Torchancen waren zunächst rar. Erst nach elf Minuten gelang Odenkirchen der Durchbruch, als Ilay Baris aus spitzem Winkel zur Führung traf. Die Antwort des CSV folgte jedoch prompt: Marcel Schulz zog nahezu im Gegenzug aus der Distanz ab, sein Schuss wurde unglücklich abgefälscht und landete zum Ausgleich im Netz. Auch in der Folge begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Den entscheidenden Impuls setzte schließlich die SpVg, als Samuelson Forestal einen Abpraller zum 2:1 verwertete. Mit diesem Treffer im Rücken spielte Odenkirchen die Partie kontrolliert zu Ende und zog verdient ins Finale ein.

Das zweite Halbfinale entschied der 1. FC Viersen deutlich für sich. Gegen den TuS Wickrath, dem Sieger der anderen Zwischenrundengruppe, setzte Viersen früh ein Ausrufezeichen und profitierte dabei maßgeblich von Neuzugang Kevin Weggen, der als Antreiber und Taktgeber überzeugte. Bereits in der zweiten Minute schaltete sich der 32-Jährige in die Offensive ein, stieß in die gegnerische Hälfte vor und bediente Leonard Lekaj mit einem präzisen Querpass, den dieser ins leere Tor einschob. Viersen blieb spielbestimmend und erhöhte nach neun Minuten, als Weggen nach einem ruhenden Ball selbst erfolgreich war. Mit der 2:0-Führung im Rücken kontrollierte Viersen das Geschehen, während Wickrath offensiv kaum Mittel fand. Maximilian Wichelhaus setzte mit dem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt und machte den Finaleinzug perfekt.

Viersen hat nicht viel gefehlt

Das Endspiel zwischen Odenkirchen und Viersen entwickelte sich zu einem intensiven und spannenden Duell auf Augenhöhe. Viersen erwischte den besseren Start und ging früh in Führung, als sich Shuremy Felomina geschickt um seinen Gegenspieler drehte und den Ball präzise ins Eck setzte. Odenkirchen ließ sich davon jedoch nicht beirren, erhöhte den Druck und kam mit zunehmender Spielzeit besser in die Partie. Der verdiente Ausgleich fiel nach zwölf Minuten, als Pascal Schmitz nach einem sehenswerten Doppelpass frei vor dem Tor auftauchte und sicher verwandelte. Die Entscheidung fiel schließlich in der 17. Minute, als eine scharfe Hereingabe unglücklich von einem Viersener Spieler ins eigene Tor abgefälscht wurde. In den verbleibenden Minuten verteidigte Odenkirchen den knappen Vorsprung konzentriert und ließ keine klaren Chancen mehr zu.

Nach dem Schlusspfiff war der Jubel bei der SpVg groß. Trainer Simon Sommer zeigte sich entsprechend zufrieden und sagte: „Im Endeffekt sind wir einfach gerne in der Halle. Natürlich hat es in diesem Jahr bei der Stadtmeisterschaft in Mönchengladbach nicht ganz gereicht, aber wir waren heiß darauf, das Ding hier zu holen. Und wie die Jungs das gemacht haben, war sehr eindrucksvoll und absolut verdient. Umso mehr freut es mich, dass sie sich jetzt endlich belohnt haben und wir diesen Erfolg mit in die Rückrunde nehmen können.“

Auch die individuellen Auszeichnungen unterstrichen die Qualität des Turniers. Pascal Schmitz von der SpVg Odenkirchen wurde zum besten Spieler gewählt, Timo Mergel vom SC Waldniel als bester Torhüter ausgezeichnet und Niek Mäder vom TuS Wickrath sicherte sich mit zehn Treffern die Torjägerkanone.