
Das war ein kurzes Gastspiel: Nach nicht einmal vier Monaten Amtszeit hat Norbert Kammerl beim FC Oberpöring hingeworfen. Der Bezirksliga-Absteiger hat in der Kreisliga Isar-Rott nach neun Partien erst fünf Punkte auf der Habenseite und belegt den vorletzten Tabellenplatz. Nach einem passablen Saisonstart - aus den ersten beiden Matches sprangen vier Zähler heraus - lief zuletzt fast gar nichts mehr zusammen. Negativer Höhepunkt war das 1:6-Heimdebakel am vergangenen Sonntag gegen den TSV Gangkofen. Kammerl-Nachfolger wird der Ex-Bezirksligakicker Jehal Noman, der bislang als spielender Assistenzcoach fungierte.
Dass es der Klub aus dem Landkreis Deggendorf auch in der Kreisliga schwer bekommen wird, war abzusehen. Etablierte Kräfte wie Spielercoach Stefan Rockinger, Daniel Ritt und Michael Skornia hängten ihre Fußballschuhe an den Nagel, zudem gab es ein paar Abgänge. "Insgesamt sind acht Spieler aus der Vorsaison weggebrochen, zudem hatten wir jeden Spieltag im Schnitt vier, fünf weitere Ausfälle zu verkraften. Daher war es kaum möglich, meine Vorstellungen umzusetzen. Es war mir schon im Vorfeld klar, dass es eine schwere Saison werden wird. Dass es es aber so schwierig wird, damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Charakterlich ist die Mannschaft top, daher ist mir mein Entschluss alles andere als leicht gefallen. Aber nach acht sieglosen Partien am Stück habe ich keinen anderen Ausweg mehr gesehen. Bedanken möchte ich mich bei der Vorstandschaft, von der es immer viel Rückhalt gab. Wir gehen freundschaftlich auseinander! Dem Verein und der Mannschaft wünsche ich alles erdenklich Gute", berichtet Norbert Kammerl.
