
Nach vier Siegen in Folge: Die Aufholjagd von Oberpframmern scheitert. TSV kassiert 2:3 Heimniederlagen gegen SC Baldham-Vaterstetten.
Pframmerns bislang „goldener Oktober“ endete mit einem „bitteren Nachmittag“, wie Spielertrainer Florian Lechner nach der 2:3-Niederlage sagte. Das erhoffte i-Tüpfelchen auf die Heimserie blieb seinem Team verwehrt. Wobei Lechner auf der Suche nach der Ursache schnell fündig wurde: „Wir haben zu oft die nötige Zweikampfstärke vermissen lassen“, kritisierte er. Dabei seien die Pframmerner gut ins Spiel gekommen. Max Probst und Manu Lutz hätten früh dafür sorgen können, dass man Sieg Nummer fünf auf den Weg gebracht hätte.
Konsequenter präsentierten sich die Spieler von Gediminas Sugzda. „Bei hohen Bällen haben sie uns alt aussehen lassen“, so Florian Lechner zu den SCBV-Treffern von Nelson Rook (31.) und Roman Krumpholz (44). „Alles reinhauen“, habe man sich zur Pause vorgenommen, so Pframmerns Coach. Doch das Vorhaben wurde entweder zu inkonsequent umgesetzt, oder Schiedsrichter Sebastian Treml (SpVgg Höhenkirchen) hatte eine andere Meinung, wie ein strafstoßwürdiges Foul (an Stefan Lechner, „wurde klar umgehauen“) zu ahnden sei.
„Die Mannschaft hat alles versucht“, konstatierte Florian Lechner, doch nach einem Fehler im Spielaufbau und dem 3:0 für die Gäste, erneut durch Krumpholz (70.), schien die Partie gelaufen. Zumindest in Sachen Moral konnte man den Pframmernern nichts vorwerfen. Valentin Hain nutzte eine Ecke zum 1:3 (90.+1) und Stefan Lechner verwandelte einen Handelfmeter noch zum 2:3 (90.+5).
„Wir haben nochmal mit Mann und Maus verteidigen müssen“, so Sugzda zur Schlussphase. Wenngleich er den Strafstoß eher als Geschenk sah: „Naja, angeschossen aus vier, fünf Metern. Muss man nicht unbedingt geben.“ Kalt ließ ihn die Nachspielzeit, in der der zweite Dreier in Folge nach einer Negativserie von fünf Niederlagen, nochmal in Gefahr geriet, aber nicht. Allerdings betonte er, seine Mannschaft habe „einen verdienten Sieg eingefahren“, den sich die „Jungs erkämpft haben“.
Schlüssel zum Erfolg sei eben das positive Zweikampfverhalten gewesen. „Wenn wir das weiterhin so bringen, werden es alle schwer gegen uns haben.“ Während Pframmerns Aufwärtstrend nun gestoppt wurde und die Distanz auf das Führungsduo wieder anwuchs, brachte der Auswärtsdreier den SCBV zurück ins Mittelfeld der Kreisliga 3 (München).