2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Oberpfalz: Neuer Bezirksspielleiter & Nein zur Gelbsperre

Thomas Graml bleibt Fußballchef des Bezirks und wird sich um das Amt eines Vize-Präsidenten des BFV bewerben

von BFV Presse / Florian Würthele · Heute, 08:20 Uhr · 0 Leser
Der im Regensburger Jahnstadion von den Delegierten gewählte Oberpfälzer Bezirks-Ausschuss: (von links) Noah Parusel (U30-Mitglied im Bezirks-Ausschuss), Markus Weigert (Bezirks-Schiedsrichterobmann), Wilhelm Fritz (Vorsitzender des Bezirks-Jugendsportgerichts), Harald Greß (Kreis-Vorsitzender Regensburg), Heinz Zach (Bezirks-Jugendleiter), Albert Kellner (Kreis-Vorsitzender Amberg/Weiden), Werner Mages (Kreis-Vorsitzender Cham/Schwandorf), Thomas Graml (Bezirks-Vorsitzender), Kerstin Costa (Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchen-Ausschusses), Andreas Allacher (Bezirks-Beauftragter Kontaktpflege), Christian Wolfram (Bezirks-Seniorenspielleiter), Dieter Schmid (Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender), Robert Rappl (Bezirks-Spielleiter) und BFV-Präsident Christoph Kern.
Der im Regensburger Jahnstadion von den Delegierten gewählte Oberpfälzer Bezirks-Ausschuss: (von links) Noah Parusel (U30-Mitglied im Bezirks-Ausschuss), Markus Weigert (Bezirks-Schiedsrichterobmann), Wilhelm Fritz (Vorsitzender des Bezirks-Jugendsportgerichts), Harald Greß (Kreis-Vorsitzender Regensburg), Heinz Zach (Bezirks-Jugendleiter), Albert Kellner (Kreis-Vorsitzender Amberg/Weiden), Werner Mages (Kreis-Vorsitzender Cham/Schwandorf), Thomas Graml (Bezirks-Vorsitzender), Kerstin Costa (Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchen-Ausschusses), Andreas Allacher (Bezirks-Beauftragter Kontaktpflege), Christian Wolfram (Bezirks-Seniorenspielleiter), Dieter Schmid (Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender), Robert Rappl (Bezirks-Spielleiter) und BFV-Präsident Christoph Kern. – Foto: Fabian Frühwirth/BFV

Der Fußball-Bezirk Oberpfalz hat gewählt und im Regensburger Jahnstadion sowohl die personellen als auch die inhaltlichen Weichen für die nächsten vier Jahre gestellt. In der Heimspielstätte des SSV Jahn bestätigten die 193 Delegierten am Montagabend Thomas Graml im Amt des Bezirks-Vorsitzenden. Der 54-Jährige, der dem Bezirk seit Oktober 2017 vorsteht, geht damit in seine dritte Amtszeit. Ein neues Gesicht gibt es hingegen auf dem Posten des Bezirks-Spielleiters. Auch brachten die 193 stimmberechtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zum Ausdruck.

Nach den noch ausstehenden Bezirkstagen steht abschließend Anfang Mai der Ordentliche Verbandstag im Bad Gögging auf dem Programm. Im niederbayerischen Kurort spielt dann auch Thomas Graml eine Rolle in vorderster Reihe: Der Amberger gab nach seiner Wiederwahl bekannt, dass er sich um das Amt eines Vize-Präsidenten bewerben wird – und er warb gleichzeitig um Unterstützung seiner Oberpfälzer Verbandstags-Delegierten.

Neu im Oberpfälzer Bezirks-Ausschuss sind künftig Robert Rappl (52, Painten) als Bezirks-Spielleiter – Christian Wolfram hatte das Amt kommissarisch übernommen nach dem Abtritt von Dominik Fraunholz – sowie Noah Parusel (20, Weiden) als U30-Vertreter. Indes gehen neben Graml auch Heinz Zach (69, Pettendorf) als Bezirks-Jugendleiter und Kerstin Costa (41, Traitsching) als Vorsitzende des Bezirks-Frauen- und Mädchenausschusses in eine weitere Amtszeit. Markus Weigert (45, Wenzenbach) wurde von den Delegierten als alter und neuer Bezirks-Schiedsrichterobmann bestätigt. Dieter Schmid (51, Lappersdorf) wird im Nachgang des Bezirkstags dem BFV-Präsidium erneut als Bezirks-Sportgerichtsvorsitzender zur Berufung vorgeschlagen, die Position des Bezirks-Ehrenamtskoordinators bzw. der Bezirks-Ehrenamtskoordinatorin bleibt vorerst vakant.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Oberpfälzer Bezirkstags waren wie auch schon zuvor bei den Kreistagen aufgerufen, ihre Meinung zu möglichen Reformen im Spielbetrieb zu äußern. In diesem Wahljahr geht es bei den Bezirkstagen um zwei Themen:

  • Ein Spiel Sperre nach Gelb-Roter Karte in der Herren-Bezirksliga und Frauen-Bezirksoberliga: Aktuell zieht eine Gelb-Rote Karte unterhalb der Regionalliga Bayern keine automatische Sperre nach sich. Soll der BFV in den Herren-Bezirksligen und Frauen-Bezirksoberligen ein Spiel Sperre nach einer Gelb-Roten Karte einführen? Dabei gab es ein deutliches Ergebnis: Nur gut ein Drittel (36,9 Prozent) der Delegierten votierten für die Einführung, 63,1 Prozent wollten sich mit der Sperre nach Gelb-Rot nicht anfreunden.
  • Ein Spiel Sperre nach jeder 5. Gelben Karte in den Herren-Bezirksligen und Frauen-Bezirksoberligen: Aktuell gibt es nach der 5. Gelben Karte unterhalb der Regionalliga Bayern keine automatische Sperre. Soll der BFV in den Herren-Bezirksligen und Frauen-Bezirksoberligen ein Spiel Sperre nach jeder 5. Gelben Karte einführen? Hier lehnten die Delegierten die mögliche Einführung der Sperre nach der fünften Gelben Karte mit 64,7 Prozent ab, 35,3 Prozent der Stimmberechtigten votierten dafür.

Die Meinungsbilder sind ausdrücklich keine bindenden Beschlüsse, können aber über die Bezirkstage zum Verbandstag eingebracht und dort entschieden werden.

Ebenfalls zur Abstimmung auf dem Bezirkstag kam ein Antrag des TV Velburg, der bereits auf dem Kreistag Regensburg positiv beschieden wurde. Der Verein hatte beantragt, den §34 der Spielordnung zum Thema „Einsätze in 2. Mannschaften nach der Saison“ dahingehend anzupassen, dass in der Relegation nur Spieler zum Einsatz kommen können, die während der Saison auch mindestens vier Partien in der unterklassigen Mannschaft des Klubs bestritten haben. Der Antrag wurde von den Delegierten des Bezirkstags mit 89:81 Stimmen bei zwölf Enthaltungen angenommen und wird daher am Verbandstag im Mai in Bad Gögging abschließend behandelt.



Wie zuvor bei allen Kreistagen und den bisherigen drei Bezirkstagen war auch BFV-Präsident Christoph Kern im Regensburger Jahnstadion dabei. In seiner Rede ging Kern auch auf den gesellschaftlichen Wandel ein und untermauerte die Haltung des BFV als größter der 21 Landesverbände: „Ich sage an dieser Stelle sehr deutlich: Gewalt auf oder neben unseren Plätzen und Hate Speech gegen Funktionäre und Ehrenamtliche in Vereinen und im Verband widersprechen allem, wofür der BFV steht“, betonte der Jurist unter anderem: „Der überwiegende Teil unserer Spiele wird fair ausgetragen. Doch jede Form von Gewalt, jede Form von Beleidigung – ob auf dem Sportplatz, am Telefon oder in sozialen Medien – ist inakzeptabel. Hate Speech verletzt Menschenwürde, schadet dem Ehrenamt und schadet unserem Fußball. Ich werde nicht müde, meinen Appell immer und immer wieder zu wiederholen: Schauen wir nicht weg. Tolerieren wir das nicht. Stellen wir uns diesen Menschen entgegen! Alle zusammen!“