
Vorjahresfinalist TSV Obermelsungen steht nach einem 6:0 (4:0)-Erfolg beim Kreisoberligisten TSV Heiligenrode erneut im Halbfinale des Regionalpokals. Der Verbandsligist wurde seiner Favoritenrolle gerecht und zog ohne zu Glänzen in die Runde der letzten vier ein.
Nach dem spielfreien letzten Wochenende stotterte der Motor der Gäste in der Anfangsphase etwas. Trotz zweier Chancen durch Carina Neubauer blieb der frühe Führungstreffer dem Favoriten verwehrt. Nachdem auch die Schussversuche von Lilly Hofmann (9.) sowie Nia Hentschel (16.) ebenfalls nichts Zählbares einbrachten, gab es auf der Gegenseite nach einem Foulspiel im Strafraum Elfmeter für die Gastgeber. Doch Anne Dielschneider im Obermelsunger Kasten hielt den Strafstoß von Sabrina Brinckmann-Reuss und damit weiterhin die Null fest. In der 22. Minute war dann der Torbann gebrochen und Eva Raacke köpfte einen Eckball von Svenja Boge zum 0:1 ein. Boge legte dann in der 31. Minute mit ihrem dritten Pokaltreffer nach Assist von Hentschel nach und schraubte das Ergebnis auf 0:2 nach oben. Der Treffer gab dem Favoriten etwas mehr Räume im Spiel. Kurz vor der Pause kam der Vorjahresfinalist zu zwei weiteren Toren. Neben Raacke machte auch Kapitänin Boge ihren Doppelpack perfekt und das mit einem Traumtor. Sie kam an der Mittellinie an den Ball zog ab und der Ball senkte sich direkt unter die Querlatte ins Tor. Ein echter Treffer zum Erwärmen für die TSV-Fans, die zahlreich nach Heiligenrode gereist waren und bei kalten Temperaturen ihr Team nach 45 Minuten mit 4:0 vorne sahen.
Im zweiten Abschnitt passierte zunächst nicht viel. Obermelsungen kontrollierte Spiel und Gegner, ohne jedoch zu klaren Chancen zu kommen. TSV-Coach Nils Engelhardt nutzte die zweite Halbzeit und die deutliche Führung aus, um durchzuwechseln und einigen Stammkräften eine Verschnaufpause zu gönnen. Schon am kommenden Samstag (17 Uhr) steht das Topspiel gegen Hessenliga-Absteiger SG Freiensteinau auf dem Programm. In der 71. Minute steckte Luisa Bolender auf Paula Stöhr, die eiskalt abschloss und auf 5:0 erhöhte. Zehn Minuten vor Ende der Partie stand Stöhr nach erneutem Zuspiel von Bolender, die im zentralen Mittelfeld eine starke Partie ablieferte, genau richtig und schob zum 0:6 ein. Am Ende ein klarer souveräner Auftritt des Engelhardt-Ensembles, das nun erneut im Pokalhalbfinale steht, das dann im kommenden Jahr ausgetragen wird. Mit Hessenligist TuS Viktoria Großenenglis wartet der Vorjahressieger und damit kommt es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinale.