2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

Oberliga: Wormatia fast 90 Minuten Unterzahl

Oberligist VfR Wormatia Worms unterliegt SV Auersmacher 0:1 und startet dabei denkbar schlecht in die Partie, weil Kaan Özkaya seiner Mannschaft einen Bärendienst erweist

von Stefan Mannshausen · 22.03.2026, 19:17 Uhr · 0 Leser
Ein Aussetzer, der seinen Mitspielern das Leben schwer machte: Worms‘ Mittelfeldspieler Kaan Özkaya (l.), hier bei einem Heimspiel gegen Yannik Haupts (Hertha Wiesbach), flog im Spiel beim SV Auersmacher schon nach 71 Sekunden vom Platz.	Foto: Dirigo/pakalski-press
Ein Aussetzer, der seinen Mitspielern das Leben schwer machte: Worms‘ Mittelfeldspieler Kaan Özkaya (l.), hier bei einem Heimspiel gegen Yannik Haupts (Hertha Wiesbach), flog im Spiel beim SV Auersmacher schon nach 71 Sekunden vom Platz. Foto: Dirigo/pakalski-press

Kleinblittersdorf. Kein Tor, keine Punkte und ein früher Platzverweis von Mittelfeldspieler Kaan Özkaya machten die Auswärtsreise von Oberligist VfR Wormatia Worms ins Saarland zum SV Auersmacher zu einem gebrauchten Ausflug an die französische Grenze. Die Mannschaft von Trainer Anouar Ddaou verlor die Partie auf dem Kunstrasen in Kleinblittersdorf 0:1 (0:0) und gab somit erneut Punkte gegen ein Team aus dem Tabellenkeller ab.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

Schon nach knapp einer Minute war der Matchplan der Wormser über den Haufen geworfen. Kaan Özkaya, für den verletzten Kapitän Tom Fladung in die Startelf gerutscht, leistete sich ein unnötiges Nachtreten und hatte nach exakt 71 Sekunden schon wieder Feierabend. Die Leidtragende der Aktion: die eigene Mannschaft und kurz darauf auch Mitspieler Lukas Sundin, der aus taktischen Gründen für Defensivmann Moritz Gotthardt Platz machen musste.

Früher Nackenschlag nach „unbegreiflicher“ Aktion

Kaan Özkaya, der das Spiel in der Folge hinter der Bande stehend verfolgte, entschuldigte sich in der Pause zunächst bei seinem Trainer, nach dem Spiel dann bei seiner Mannschaft und den mitgereisten Fans. Von einer „Kurzschlussreaktion” sprach Anouar Ddaou, für den die Szene dennoch „unbegreiflich” war. „Vom Gegenspieler kommt in dieser Aktion gar nichts.” Seinem Team erwies Kaan Özkaya, in der Regel ein ruhiger Zeitgenosse, in diesem Moment einen Bärendienst und quasi 90 Minuten in Unterzahl.

Zunächst weiter mit Viererkette, dann jedoch mit fünf Spielern in der letzten Reihe, wehrten sich die Wormser gegen die SVA-Angriffe. „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft, hatten unsere Umschaltmomente und waren taktisch gut”, lobte Ddaou seine Spieler für eine „bravouröse” Reaktion auf den frühen Nackenschlag. „Mehr kann ich als Trainer in so einem Moment nicht erwarten.”

Die Devise „stabil stehen und Nadelstiche setzen” funktionierte aus Wormser Sicht lange, auch wenn die eigenen Offensivbemühungen kaum mal zu gefährlichen Abschlüssen führten. Dafür stand die Defensive, weswegen Ddaou an der Seitenlinie „nicht alle fünf Minuten die Luft anhalten” habe müssen. Die Gastgeber kamen erst nach dem Führungstreffer zu weiteren guten Möglichkeiten.

Auch das Tor des Tages beschrieb Anouar Ddaou mit dem Wort „unnötig”. Jabez Makanda hatte im Strafraum das lange Bein ausgefahren und einen Elfmeter verursacht. In einer Szene, in der keine Torgefahr im Raum stand. „Der Winkel war schlecht, der Ball fast im Toraus”, ärgerte sich der Wormser Trainer über die zweite spielentscheidende Szene, die den abstiegsbedrohten Auersmachern „voll in die Karten spielte“.

Bei einer Doppelchance von Laurenz Graf und Nico Jäger schnupperten die Wormser gar noch am Ausgleich (80.). Am Fakt, dass wie schon in der Vorwoche, als die Wormaten gegen Idar-Oberstein in der letzten Aktion des Spiels das 2:2 kassierten, erneut individuelle Aussetzer zu Punktverlusten führten, änderte das jedoch nichts mehr. „Wir stehen da (im Tabellenmittelfeld, Anm. d. Red.) wo wir stehen, weil wir uns immer wieder selber in die Bredouille bringen”, erklärt Anouar Ddaou und ergänzt zu Kaan Özkaya: „Für so Dinge haben wir einen Strafenkatalog, denn so Aktionen wollen wir nicht haben.”