
In den Nachholspielen des 22. Spieltags der NOFV-Oberliga Süd geht es längst nicht nur um das Schließen von Lücken im Kalender. SC Freital führt die Tabelle mit 49 Punkten an, dicht gefolgt von RSV Eintracht 1949 mit 48 Punkten. Dahinter behauptet VfB Germania Halberstadt mit 42 Punkten Rang drei, während VFC Plauen und VfB Auerbach 1906 auf Fehler der Konkurrenz hoffen. Im unteren Bereich kämpfen FSV Budissa Bautzen, FC Einheit Rudolstadt und 1. FC Lok Stendal um Luft. Diese drei Partien tragen also spürbar mehr Gewicht, als ein gewöhnlicher Nachholtermin vermuten lässt.
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VfB Auerbach 1906 geht mit gemischten Gefühlen in dieses Nachholspiel. Beim 1:1 gegen den 1. FC Lok Stendal ließ die Mannschaft Punkte liegen, obwohl sie durch Felix Hache in der 27. Minute in Führung gegangen war. Dazu kam die hektische Schlussphase mit den Roten Karten gegen Vojtěch Čermuš und Felix Knoblich. Auch der vergebene Handelfmeter von Amer Kadric in der 31. Minute wog schwer. Auerbach bleibt damit bei 30 Punkten und auf Rang fünf.
SC Freital behauptete dagegen mit dem 2:1 gegen VfB 1921 Krieschow die Tabellenführung. Louis Menz und Sandro Schulze brachten den Spitzenreiter auf Kurs, ehe der Anschlusstreffer per Handelfmeter die Partie noch einmal eng machte. Trotz der Roten Karte gegen Ricardo Michael brachte Freital den Vorsprung über die Zeit und steht nun bei 49 Punkten. Für den Tabellenführer ist dieses Auswärtsspiel die Chance, die Spitze weiter zu festigen. Für Auerbach ist es die Möglichkeit, mit einem großen Ergebnis noch stärker in das obere Feld hineinzudrängen.
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Der 1. FC Lok Stendal hat in Auerbach Moral gezeigt und sich beim 1:1 spät belohnt. Philip Witte traf in der 80. Minute zum Ausgleich und sicherte dem Aufsteiger einen wichtigen Punkt. Dennoch bleibt die Lage mit 12 Punkten ernst. Stendal steht weiter tief im Keller und braucht dringend einen Sieg, um den Anschluss nicht weiter zu verlieren.
FC Einheit Rudolstadt musste zuletzt beim 1:2 gegen den VFC Plauen den nächsten Rückschlag hinnehmen. Dabei hatte Emilio Heß die Gastgeber in der 20. Minute noch in Führung gebracht, ehe die Partie in der Schlussphase kippte. Mit 24 Punkten ist Rudolstadt zwar noch nicht im freien Fall, aber auch längst nicht in Sicherheit. Gerade deshalb ist dieses Nachholspiel so brisant: Stendal kämpft ums Überleben, Rudolstadt gegen das Abrutschen in eine noch gefährlichere Zone. Mehr Druck lässt sich in einem Duell des unteren Tabellendrittels kaum bündeln.
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FSV Budissa Bautzen hat sich mit dem 3:1 gegen SG Union Sandersdorf eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich blieb die Mannschaft ruhig und entschied das Spiel in der Schlussphase durch Theo Schäller und Julien Hentsch noch für sich. Mit nun 24 Punkten hat Bautzen wieder Boden unter den Füßen, doch die Lage bleibt eng.
VfL Halle 1896 erlebte dagegen beim 1:3 gegen FC Einheit Wernigerode einen bitteren Nachmittag. Vor allem Niclas Treu, der dreimal für die Gäste traf, stellte Halle vor große Probleme. Der Treffer von Niclas Hüttig kam zu spät, um die Partie noch einmal ernsthaft zu drehen. Mit 28 Punkten steht Halle zwar im Mittelfeld, aber ein weiteres Abrutschen würde die Unruhe sofort vergrößern. Für Bautzen ist dieses Heimspiel die Chance, den Aufwärtstrend zu veredeln. Für Halle ist es ein Charaktertest nach einem Abend, der deutlich an den Nerven gezerrt haben dürfte.
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