2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Oberliga: Spitze unter Druck, Keller im Überlebensmodus

NOFV-Oberliga Süd: Die Übersicht auf den 19. Spieltag.

von red · Heute, 15:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: ARSportfotografie@mail.de

Der 19. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd bringt einen Spieltag voller Kontraste: vorn will der SC Freital die Spitze verteidigen vor RSV Eintracht 1949 (38), dahinter lauert VfB Germania Halberstadt (33). Im Mittelfeld drängen gleich mehrere Teams mit 21 Punkten – und ganz unten kämpfen FC Grimma (12), 1. FC Lok Stendal (10) und 1. SC 1911 Heiligenstadt (9) um jeden Atemzug. Dazu kommen Hinspiel-Erinnerungen, die sich wie offene Rechnungen anfühlen.

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Ein Duell, das nach Spannung riecht, obwohl beide in unterschiedlichen Tabellenbereichen stehen. FC Einheit Wernigerode ist Elfter mit 18 Punkten aus 15 Spielen (5-3-7, 20:27 Tore). Das wirkt nach Mittelfeld – ist aber in Wahrheit ein schmaler Grat, weil unter ihnen der Druck längst wächst.

FC Einheit Rudolstadt steht mit 21 Punkten (16 Spiele, 6-3-7, 23:33 Tore) auf Platz 8 – punktgleich mit Halle und Sandersdorf. Rudolstadt hat dabei eine auffällige Schärfe im eigenen Zahlenbild: 33 Gegentore sind ein Wert, der Spiele schnell kippen lässt. Das Hinspiel gewann Rudolstadt zu Hause 2:1. Für Wernigerode ist das die klare Motivation: diese knappe Niederlage umdrehen, sich aus dem Druckbereich lösen, endlich wieder Stabilität fühlen. Für Rudolstadt geht es darum, im Gedränge der 21-Punkte-Teams nicht an Boden zu verlieren. Wer hier gewinnt, verschiebt im Mittelfeld nicht nur Zahlen – sondern Stimmung.

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Für den RSV Eintracht 1949 ist jeder Spieltag ein Ritt auf Messers Schneide – weil an der Spitze kein Platz für Nachlässigkeit ist. Der RSV ist Zweiter mit 38 Punkten aus 16 Spielen (11-5-0, 38:17 Tore) und bleibt damit dicht hinter Tabellenführer Freital (40). Ungeschlagen – das klingt nach Stärke, aber auch nach ständiger Erwartung.

VfB Auerbach 1906 reist als Zwölfter mit 17 Punkten aus 13 Spielen (4-5-4, 18:19 Tore) an und hat damit noch einige Partien in der Hinterhand. Genau das macht die Begegnung brisant: Auerbach ist nicht weit weg von der großen Enge im Mittelfeld, und jedes Nachholspiel kann die eigene Lage verändern. Das Hinspiel endete 1:1 in Auerbach. Für den RSV bedeutet das: Vorsicht, kein Selbstläufer, kein Geschenk. Für Auerbach ist es die Erinnerung daran, dass man dem Spitzenteam schon einmal Punkte abgerungen hat. Der RSV will dranbleiben an Freital, Auerbach will zeigen, dass die Tabelle nicht alles erklärt. Es ist ein Spiel, in dem die Favoritenrolle schwer wiegt.

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Dieses Spiel trägt die Wucht einer ungewöhnlichen Vorgeschichte – und die Härte der aktuellen Realität. FC Grimma steht auf Platz 14 mit 12 Punkten aus 16 Spielen (3-3-10, 23:41 Tore). 41 Gegentore – das ist eine Zahl, die jeden Spieltag nach Alarm klingen lässt. Grimma braucht Punkte, und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.

Mit VfB Germania Halberstadt kommt der Dritte der Liga (16 Spiele, 33 Punkte, 10-3-3, 26:17 Tore). Halberstadt gehört zur Spitzengruppe, mit einer stabilen Defensive und dem Anspruch, oben dranzubleiben. Doch das Hinspiel liefert Grimma einen seltenen Mutmacher: Am 4. Spieltag gewann Grimma in Halberstadt 1:0. Ausgerechnet gegen ein Topteam. Für Grimma ist das ein emotionaler Anker: Es geht – man kann diese Gegner schlagen. Für Halberstadt ist es eine schmerzhafte Erinnerung und damit eine offene Rechnung. Genau solche Spiele entscheiden, wie ernst ein Titelanwärter wirklich ist – und ob ein Team im Keller noch an Wunder glauben darf.

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Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die in der Tabelle zwar getrennt sind, aber beide genau wissen, wie schnell sich ein Spieltag in eine Richtung frisst. Bischofswerdaer FV 08 ist 13. mit 16 Punkten aus 17 Spielen (4-4-9, 18:34 Tore). Das Torverhältnis ist deutlich, der Abstand nach unten nicht riesig – jeder Punkt fühlt sich an wie ein kleines Stück Sicherheit.

VfL Halle 1896 steht inzwischen auf Platz 6 mit 21 Punkten aus 16 Spielen (6-3-7, 40:26 Tore). 40 Tore – Halle ist offensiv eine Wucht, aber die sieben Niederlagen zeigen, dass es nie ganz ruhig ist. Das Hinspiel war ein Hallenser Statement: 6:0 gegen Bischofswerda. Für den BFV 08 ist das eine schmerzhafte Hypothek, die nach Wiedergutmachung schreit. Für Halle ist es der Auftrag, die eigene Offensivstärke erneut auf den Platz zu bringen – und sich im dicht gepackten 21-Punkte-Feld zu behaupten. Denn ein Ausrutscher, und aus Platz 6 wird plötzlich wieder Zittern.

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Im Keller ist jeder Heimauftritt ein Urteilstag. 1. FC Lok Stendal steht auf Platz 15 mit 10 Punkten aus 14 Spielen (3-1-10, 20:37 Tore). Stendal hat wenige Spiele, aber auch wenig Punkte – das macht jede Partie doppelt wichtig. Es gibt keinen Puffer, keine komfortable Phase, nur die nächste Chance.

FSV Budissa Bautzen kommt als Neunter mit 20 Punkten aus 15 Spielen (5-5-5, 27:21 Tore). Bautzen steht im Mittelfeld stabil, mit positivem Torverhältnis – und weiß doch, dass ein Auswärtsspiel beim Kellerteam schnell zum Nervenstück werden kann. Das Hinspiel endete 1:1 in Bautzen. Für Stendal ist das ein Zeichen: Man kann punkten, man kann mithalten. Für Bautzen ist es Warnung und Auftrag zugleich: diesmal mehr Klarheit, diesmal die Punkte holen. Für Stendal wäre jedes weitere Remis ein kleiner Schritt – aber Siege sind es, die den Abgrund wirklich verkleinern.

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Der Tabellenführer muss auswärts ran – und genau das sind die Tage, an denen Titelträume geerdet werden. SC Freital führt die Liga mit 40 Punkten aus 16 Spielen (13-1-2, 35:8 Tore) an. 35:8, das ist Dominanz in einer Zahl: kaum Gegentore, klare Ergebnisse, Spitzenreiter aus Überzeugung.

VfB Empor Glauchau steht auf Platz 10 mit 20 Punkten aus 17 Spielen (5-5-7, 27:32 Tore). Glauchau ist unbequem, weil es im Mittelfeld um jeden Zentimeter geht und die eigenen Spiele selten „ruhig“ sind – schon die 32 Gegentore zeigen, wie offen es oft wird. Ein Hinspiel gibt es hier nicht als direkte Paarung, aber Freital hat im 4. Spieltag gegen Glauchau bereits gewonnen: 2:0. Für Freital ist das die Erwartungshaltung: stabil bleiben, Spitze schützen, RSV auf Abstand halten. Für Glauchau ist es die Möglichkeit, dem Primus zu trotzen – gerade zu Hause, gerade in einem Spiel, das mehr Energie in sich trägt als jeder Tabellenplatz es vermuten lässt.

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Im Mittelfeld ist es eng, aber hier steckt auch ein Blick nach oben drin. SG Union Sandersdorf ist Siebter mit 21 Punkten aus 16 Spielen (5-6-5, 27:25 Tore) – stabil, aber ohne Luxus. Sandersdorf steht mitten im Pulk und weiß: Ein Sieg kann den Blick nach oben öffnen, eine Niederlage kann die Enge wieder brutal machen.

VFC Plauen ist Fünfter mit 24 Punkten aus 14 Spielen (7-3-4, 23:15 Tore). Plauen hat weniger Spiele absolviert als die direkte Konkurrenz – und damit die Chance, sich Schritt für Schritt weiter nach oben zu schieben. Das Hinspiel in Plauen endete 1:1. Für Sandersdorf ist das der Beweis, dass man Plauen bremsen kann. Für Plauen ist es die Aufforderung, diesmal mehr aus dem Spiel zu machen, um Krieschow (25 Punkte) und Halberstadt (33) im Blick zu halten. Es ist ein Spiel, das nach Positionskampf klingt – nicht nur auf dem Rasen, sondern in der ganzen Liga.

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Ein Spiel mit klarer Tabellenansage – und trotzdem voller Spannung, weil es für beide Seiten um existenzielle Dinge geht. 1. SC 1911 Heiligenstadt ist Schlusslicht mit 9 Punkten aus 17 Spielen (1-6-10, 16:36 Tore). Heiligenstadt braucht Punkte, und zwar nicht als schöne Geschichte, sondern als Überlebensmittel.

Der VfB 1921 Krieschow reist als Vierter mit 25 Punkten aus 16 Spielen an (7-4-5, 27:20 Tore). Krieschow steht im oberen Bereich, aber nicht weit weg von Plauen – ein Ausrutscher, und der Druck steigt. Das Hinspiel gewann Krieschow 2:1. Für Heiligenstadt ist das bitter und gleichzeitig ermutigend: Es war knapp. Es war nicht hoffnungslos. Für Krieschow ist es die Pflicht, diese Partie erneut zu ziehen, weil oben jede verpasste Gelegenheit doppelt schmerzt. Und für Heiligenstadt gilt: Wenn der Glaube an den Klassenerhalt noch irgendwo lodert, dann in solchen Heimspielen, in denen man die Tabelle für 90 Minuten ausblenden muss.

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