
Der 19. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd bringt einen Spieltag voller Kontraste: vorn will der SC Freital die Spitze verteidigen vor RSV Eintracht 1949 (38), dahinter lauert VfB Germania Halberstadt (33). Im Mittelfeld drängen gleich mehrere Teams mit 21 Punkten – und ganz unten kämpfen FC Grimma (12), 1. FC Lok Stendal (10) und 1. SC 1911 Heiligenstadt (9) um jeden Atemzug. Dazu kommen Hinspiel-Erinnerungen, die sich wie offene Rechnungen anfühlen.
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FC Einheit Rudolstadt steht mit 21 Punkten (16 Spiele, 6-3-7, 23:33 Tore) auf Platz 8 – punktgleich mit Halle und Sandersdorf. Rudolstadt hat dabei eine auffällige Schärfe im eigenen Zahlenbild: 33 Gegentore sind ein Wert, der Spiele schnell kippen lässt. Das Hinspiel gewann Rudolstadt zu Hause 2:1. Für Wernigerode ist das die klare Motivation: diese knappe Niederlage umdrehen, sich aus dem Druckbereich lösen, endlich wieder Stabilität fühlen. Für Rudolstadt geht es darum, im Gedränge der 21-Punkte-Teams nicht an Boden zu verlieren. Wer hier gewinnt, verschiebt im Mittelfeld nicht nur Zahlen – sondern Stimmung.
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VfB Auerbach 1906 reist als Zwölfter mit 17 Punkten aus 13 Spielen (4-5-4, 18:19 Tore) an und hat damit noch einige Partien in der Hinterhand. Genau das macht die Begegnung brisant: Auerbach ist nicht weit weg von der großen Enge im Mittelfeld, und jedes Nachholspiel kann die eigene Lage verändern. Das Hinspiel endete 1:1 in Auerbach. Für den RSV bedeutet das: Vorsicht, kein Selbstläufer, kein Geschenk. Für Auerbach ist es die Erinnerung daran, dass man dem Spitzenteam schon einmal Punkte abgerungen hat. Der RSV will dranbleiben an Freital, Auerbach will zeigen, dass die Tabelle nicht alles erklärt. Es ist ein Spiel, in dem die Favoritenrolle schwer wiegt.
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Mit VfB Germania Halberstadt kommt der Dritte der Liga (16 Spiele, 33 Punkte, 10-3-3, 26:17 Tore). Halberstadt gehört zur Spitzengruppe, mit einer stabilen Defensive und dem Anspruch, oben dranzubleiben. Doch das Hinspiel liefert Grimma einen seltenen Mutmacher: Am 4. Spieltag gewann Grimma in Halberstadt 1:0. Ausgerechnet gegen ein Topteam. Für Grimma ist das ein emotionaler Anker: Es geht – man kann diese Gegner schlagen. Für Halberstadt ist es eine schmerzhafte Erinnerung und damit eine offene Rechnung. Genau solche Spiele entscheiden, wie ernst ein Titelanwärter wirklich ist – und ob ein Team im Keller noch an Wunder glauben darf.
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VfL Halle 1896 steht inzwischen auf Platz 6 mit 21 Punkten aus 16 Spielen (6-3-7, 40:26 Tore). 40 Tore – Halle ist offensiv eine Wucht, aber die sieben Niederlagen zeigen, dass es nie ganz ruhig ist. Das Hinspiel war ein Hallenser Statement: 6:0 gegen Bischofswerda. Für den BFV 08 ist das eine schmerzhafte Hypothek, die nach Wiedergutmachung schreit. Für Halle ist es der Auftrag, die eigene Offensivstärke erneut auf den Platz zu bringen – und sich im dicht gepackten 21-Punkte-Feld zu behaupten. Denn ein Ausrutscher, und aus Platz 6 wird plötzlich wieder Zittern.
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FSV Budissa Bautzen kommt als Neunter mit 20 Punkten aus 15 Spielen (5-5-5, 27:21 Tore). Bautzen steht im Mittelfeld stabil, mit positivem Torverhältnis – und weiß doch, dass ein Auswärtsspiel beim Kellerteam schnell zum Nervenstück werden kann. Das Hinspiel endete 1:1 in Bautzen. Für Stendal ist das ein Zeichen: Man kann punkten, man kann mithalten. Für Bautzen ist es Warnung und Auftrag zugleich: diesmal mehr Klarheit, diesmal die Punkte holen. Für Stendal wäre jedes weitere Remis ein kleiner Schritt – aber Siege sind es, die den Abgrund wirklich verkleinern.
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VfB Empor Glauchau steht auf Platz 10 mit 20 Punkten aus 17 Spielen (5-5-7, 27:32 Tore). Glauchau ist unbequem, weil es im Mittelfeld um jeden Zentimeter geht und die eigenen Spiele selten „ruhig“ sind – schon die 32 Gegentore zeigen, wie offen es oft wird. Ein Hinspiel gibt es hier nicht als direkte Paarung, aber Freital hat im 4. Spieltag gegen Glauchau bereits gewonnen: 2:0. Für Freital ist das die Erwartungshaltung: stabil bleiben, Spitze schützen, RSV auf Abstand halten. Für Glauchau ist es die Möglichkeit, dem Primus zu trotzen – gerade zu Hause, gerade in einem Spiel, das mehr Energie in sich trägt als jeder Tabellenplatz es vermuten lässt.
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VFC Plauen ist Fünfter mit 24 Punkten aus 14 Spielen (7-3-4, 23:15 Tore). Plauen hat weniger Spiele absolviert als die direkte Konkurrenz – und damit die Chance, sich Schritt für Schritt weiter nach oben zu schieben. Das Hinspiel in Plauen endete 1:1. Für Sandersdorf ist das der Beweis, dass man Plauen bremsen kann. Für Plauen ist es die Aufforderung, diesmal mehr aus dem Spiel zu machen, um Krieschow (25 Punkte) und Halberstadt (33) im Blick zu halten. Es ist ein Spiel, das nach Positionskampf klingt – nicht nur auf dem Rasen, sondern in der ganzen Liga.
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Der VfB 1921 Krieschow reist als Vierter mit 25 Punkten aus 16 Spielen an (7-4-5, 27:20 Tore). Krieschow steht im oberen Bereich, aber nicht weit weg von Plauen – ein Ausrutscher, und der Druck steigt. Das Hinspiel gewann Krieschow 2:1. Für Heiligenstadt ist das bitter und gleichzeitig ermutigend: Es war knapp. Es war nicht hoffnungslos. Für Krieschow ist es die Pflicht, diese Partie erneut zu ziehen, weil oben jede verpasste Gelegenheit doppelt schmerzt. Und für Heiligenstadt gilt: Wenn der Glaube an den Klassenerhalt noch irgendwo lodert, dann in solchen Heimspielen, in denen man die Tabelle für 90 Minuten ausblenden muss.
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