
Die Nachspielzeit war bereits abgelaufen, als der Essener Turnerbund Schwarz-Weiß den Fußball-Club Büderich 02 schockte. Die Gäste spielten nach einer Ecke den Ball flach zurück, Youssef Kamboua zog aus 18 Metern ab und traf an Freund und Feind vorbei zum 0:1-Endstand (90.+5). „Das war eine unnötige und selbst verschuldete Niederlage“, ärgerte sich FCB-Trainer Sebastian Siebenbach. Durch die Heimschlappe schrumpfte Büderichs Polster auf den ersten Abstiegsrang der Oberliga Niederrhein auf vier Punkte.
Die Partie begann vielversprechend für den FCB, der sich in der ersten Halbzeit eine Reihe hochkarätiger Chancen erarbeitete. Giovanni Nkowa und Jannik Schulte vergaben jeweils freistehend, Kaies Alaisame prüfte Essens Keeper Phil Lenuweit, kurz vor der Pause parierte dieser auch einen Schuss von Jan Kühling aus kurzer Distanz. „Wir hätten zur Halbzeit mindestens 2:0 führen müssen“, sagte Siebenbach.
Beim Turn- und Sportverein Meerbusch ist die Unruhe nach dem Rücktritt von Trainer Marcel Winkens nicht spurlos an der Mannschaft vorbeigegangen. Nach zuvor fünf Siegen in Folge und dem Sprung auf Rang drei unterlagen die Blau-Gelben im Spitzenspiel dem VfB Hilden mit 0:5 (0:3) und bescherten Interimstrainer Marc Roch damit keinen gelungenen Einstand.
Schon früh nahm die Partie für die ersatzgeschwächten Hausherren, bei denen neben Torjäger Florian Berisha auch Pablo Ramm ausfiel, einen ungünstigen Verlauf. In der zwölften Minute schloss Luke Kawabe eine Kombination über die rechte Seite zur Führung ab. Der TSV tat sich schwer, ins Spiel zu finden, während Hilden immer wieder gefährlich umschaltete. In der 35. Minute erhöhte Kawabe aus kurzer Distanz auf 2:0 (35.). Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Blau-Gelben. Mohammed Cissé wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Nick Sangl zum 3:0 (41.).
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Meerbuscher eine kurze Phase der Gegenwehr, ließen aber zwei gute Einschussgelegenheiten liegen. Die Gäste bekamen das Geschehen schnell wieder unter Kontrolle. In der Schlussphase sorgten Sangl (74.) und Phil Zimmermann (79.) für den 5:0-Endstand. „Es gibt Tage im Fußball, da passt beim Gegner alles, und bei dir passt nichts. Genau so einen Tag haben wir erwischt“, konstatierte Roch und ergänzte: „Wir müssen jetzt schauen, dass wir schnell wieder Ruhe reinbekommen.“