
Karbach. Änderungen in Taktik und Personal – aber kein Befreiungsschlag nach den jüngsten Nackenschlägen. Die Oberliga-Fußballer des VfR Wormatia Worms haben auch bei der Auswärtspartie beim FC Emmelshausen-Karbach ihr Formtief nicht hinter sich lassen können. Die Mannschaft von Trainer Anouar Ddaou verlor die Partie 0:2 (0:2) – und damit seit dem Pokalaus gegen Pirmasens Mitte Oktober auch das dritte Ligaspiel in Folge – zehn Gegentore in drei Spielen inklusive.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.
An Ideen mangelt es Anouar Ddaou nicht. In einer 4-3-3-Formation (zuvor 4-2-3-1 oder 4-1-4-1) und ohne Luca Baderschneider (beruflicher Termin), dafür mit Laurenz Graf in der Innenverteidigung und erstmals mit Rechtsverteidiger Moritz Gotthardt in der Startelf, hatte der Wormser Trainer sein Team in Karbach mit einer neuen Viererkette auf den Rasen geschickt. Gut ins Spiel kam die neu formierte Wormser (auch Kaan Özkaya und Bobby Edet rückten in die Startelf) Elf jedoch nicht. Dafür die Gastgeber, die schon nach fünf Minuten durch ihren Torjäger Max Wilschrey nach einem schnell vorgetragenen Angriff in Führung gingen. Ein klassischer Fehlstart für den VfR, bei einem guten Gegner wohlgemerkt. „Karbach hat eine gewisse Qualität auf dem Platz und Jungs mit Regionalliga-Erfahrung, die wir in Halbzeit nicht geschafft haben auszuschalten”, berichtete Anouar Ddaou anschließend und bezeichnete das zweite Gegentor der Wormaten als „unglücklich”. Interims-Innenverteidiger Laurenz Graf, in der laufenden Saison von Ddaou auch schon als Stürmer eingesetzt, lenkte den Ball bei einem Klärungsversuch ins eigene Tor (34.).
Ein frühes und ein „unglückliches“ Gegentor
Doch neben einem kaltschnäuzigen Gastgeber, der mit seiner Routine und der Führung im Rücken alle Spieltrümpfe in der Hand hielt, scheiterten die Wormser erneut an sich selbst und einer schwachen Offensivleistung. Das Chancenverhältnis in Durchgang eins sprach klar zugunsten der Karbacher, die in Person von Wilschrey eine höhere Pausenführung verpassten.
„In der zweiten Halbzeit waren wir besser”, sagte Ddaou und sah auch die positiven Aspekte seiner Spieler. „Da haben wir die Zweikämpfe gewonnen und Torchancen gehabt.” Vor allem nach Wiederanpfiff waren die Wormser am Drücker. Ein Tor sprang in der besten Wormser Phase des Spiels jedoch nicht heraus. Bobby Edet blieb im Sturm blass und kam kaum in nennenswerte Abschlusspositionen. Wormatias Coach hatte dennoch „zwei drei gute Möglichkeiten” der Wormaten gesehen, die allerdings ungenutzt blieben. „Da fehlt uns gerade bisschen Glück, Mut, Überzeugung – ein bisschen was von allem”, analysierte Ddaou und sprach von einer „schwierigen Phase”, in der seine Mannschaft gerade stecke.
Mit dem Nachholspiel beim FK Pirmasens (Mittwoch, 19:30 Uhr) warten auf Anouar Ddaou und Co nun eine englische Woche und der aktuelle Tabellenführer der Oberliga auf die Wormaten. Ein „Zehnpunkte-Polster“ haben die Pfälzer in den vergangenen Wochen zwischen sich und die Wormser geschoben, die nach dem Pokalaus nun auch das zweite Saisonziel aus den Augen zu verlieren drohen: das Oberliga-Aufstiegsrennen.