
Der FC Büderich 02 hat im Viertelfinale des Niederrheinpokals für eine große Überraschung gesorgt und Regionalligist Wuppertaler SV mit 1:0 (0:0) besiegt. Nach dem Spiel gab es schwere Ausschreitungen: Laut Polizei stürmten rund 40 Wuppertaler Fans den Innenraum und warfen mit Metallstangen, Gittern und Sitzschalen um sich. Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen auf Unbeteiligte und setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein.
Sechs der Störer erlitten dadurch der Polizei zufolge Augenreizungen, Beamte wurden nicht verletzt. Die Polizei nahm die Gruppe zur Identitätsfeststellung vorläufig fest und leitete Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs ein. Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die Fans mit Bussen nach Wuppertal zurückgebracht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen.
Sein Team startete vor rund 750 Zuschauern am Eisenbrand gut und kam bereits nach zwei Minuten zu einer Doppelchance. Der WSV benötigte einige Zeit, um ins Spiel zu finden, übernahm dann aber zunehmend die Kontrolle. Nach 20 Minuten vergab Ronay Arabaci die erste große Möglichkeit. In der Folge hatte der Regionalligist mehr Ballbesitz, kam aber nur selten an der dicht gestaffelten Büdericher Defensive vorbei. Glück hatten die Hausherren allerdings, als Daiki Kamo einen Kopfball an den Pfosten setzte.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb der WSV spielbestimmend und kam zu zwei gefährlichen Abschlüssen. Der FCB verteidigte weiter konzentriert und setzte vereinzelt Entlastungsangriffe. Als vieles auf eine Verlängerung hindeutete, schlugen die Büdericher in der Nachspielzeit zu: Nach einer Ecke von der rechten Seite köpfte Jannik Schulte aus kurzer Distanz zum 1:0-Endstand ein (90.+5).
In der Oberliga Niederrhein musste sich der TSV Meerbusch beim Tabellenletzten SV Biemenhorst mit einem 1:1 (0:0) begnügen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte, in der Pablo Ramm die beste TSV-Gelegenheit ausließ, traf Joshua Müller traf nach einem Konter für die Gastgeber (49.). Der TSV reagierte prompt und glich acht Minuten später durch Micah Cain aus. „Das Ergebnis ist ärgerlich, weil wir das Spiel dominiert haben und die klar besseren Chancen hatten. Aber am Ende muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, sagte Coach Marcel Winkens.