
Nach dem beeindruckenden Aufstieg des FSV Geesthacht von der Kreisliga in die Bezirksliga Ost begann die neue Saison mit einer kalten Dusche: Sechs Niederlagen in Folge und lediglich ein Punkt nach acht Spieltagen ließen den FSV schnell auf die Abstiegsränge abrutschen. Doch die Mannschaft von Trainer Gökhan Dogan, die nun vier der letzten fünf Spiele für sich entscheiden konnte, zeigt inzwischen ein anderes Gesicht und hat sich vorerst aus der Abstiegszone befreit.
In einem Gespräch mit FuPa äußerte sich Trainer Gökhan Dogan zur bisherigen Entwicklung und den Herausforderungen seines Teams.
Veränderungen im Kader nach dem Aufstieg
Trotz des Ligawechsels ist der Kern des Aufstiegskaders zusammengeblieben. Hinzu kamen einige gezielte Neuzugänge, die aus der Region stammen und das Potenzial mitbringen, dem FSV in der Bezirksliga mehr Stabilität zu geben. Darunter sind Devin Helling (Escheburger SV), Pamir Azizi (Dersimspor), Volkan Yilmaz (FC Lauenburg) sowie Efe Gümüşdere und Armin Shirvani (beide Düneberger SV). Fabian Kauschke (TuS Aumühle) ergänzt das Team. Aus der eigenen Jugend verstärken Talente wie Omar Chikrane Sanchez, Berkay Beshirov, Julius Mourad, Baran Sözen und Yiğitcan Doğan den Kader. Die Integration dieser neuen Spieler stellte sich jedoch zunächst als Herausforderung heraus, wie Dogan erklärt.
Der schwierige Saisonstart
„Da gibt es verschiedene Gründe. Hauptsächlich lag es daran, dass die Vorbereitung nicht optimal verlief. Viele Spieler waren lange im verdienten Urlaub, andere plagten sich mit Wehwehchen. Unsere Neuzugänge, die ja teils eine sehr schwere Saison hinter sich hatten, brauchten zudem Zeit, um mental und körperlich in Form zu kommen,“ erklärt Dogan. Außerdem stellte der Sprung für die jüngeren Talente, die direkt aus der A-Jugend kamen, eine große Herausforderung dar. „Wir mussten in den ersten Spielen feststellen, dass uns nicht nur die fußballerische, sondern auch die körperliche Qualität fehlte, um in der Bezirksliga mitzuhalten.“
Glauben an das Team trotz Rückschlägen
Doch trotz des enttäuschenden Starts zweifelte Dogan nicht am Potenzial seines Teams: „Das Gefühl, dass die Bezirksliga eine Nummer zu groß für uns ist, hatte ich nie. Wir mussten lediglich die Trainingsintensität erhöhen und mit einem Großteil des Kaders die Defizite aus der Vorbereitung aufholen.“ Intensive Trainingseinheiten, die an eine Vorbereitungsphase erinnerten, hätten die Spieler zwar gefordert, doch „die Entwicklung der letzten Wochen gibt uns recht! So langsam ernten wir die Früchte für die harte Arbeit,“ resümiert Dogan.
Vier Siege aus fünf Spielen: Der Wendepunkt
Die jüngste Siegesserie sei laut Dogan die natürliche Konsequenz aus der intensiven Arbeit im Training und der wachsenden Harmonie im Kader. „Nun sind einige Wochen vergangen und alle haben gut gearbeitet. Auch die Neuzugänge steigern sich mit jeder Einheit und Spielminute. So konnten wir den Gegnern zuletzt Paroli bieten und vier der letzten fünf Spiele gewinnen.“
Saisonziel: Klassenerhalt und langfristige Entwicklung
Für den Rest der Saison hat Dogan ein klares Ziel: „Wir wollen so schnell wie möglich die Klasse sichern.“ Der Fokus liegt jedoch nicht nur auf dem reinen Ergebnis. „Wir möchten, dass sich unsere Jungs, besonders die jüngeren Spieler, weiterentwickeln, sodass der FSV in der kommenden Saison ambitioniertere Ziele ins Auge fassen kann.“
Trainer Dogan und sein Team haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bewiesen, dass der FSV Geesthacht in der Bezirksliga nicht nur bestehen, sondern auch erfolgreich sein kann. Die kommenden Partien werden zeigen, ob die neu gefundene Form und der Kampfgeist des FSV Bestand haben – die Ausgangslage dafür könnte kaum besser sein.