
Am Freitagabend kreuzen die SpVgg Oberkreuzberg und der TSV Schönberg in der Kreisliga Passau die Klingen und eröffnen mit einem Nachbarderby die Spielzeit 2025/2026. Vor dem Derby hat der Aufsteiger noch einen absoluten Top-Transfer getätigt: Jakub Necas (30) debütierte bereits bei der Generalprobe beim FC Langdorf, welche Stockinger, Garhammer & Co. mit 4:1 gewinnen konnte. Der Neuzugang konnte sich gleich in die Torschützenliste eintragen und bringt die Erfahrung von 118 Erstliga-Einsätzen in Tschechien mit. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler stand zuletzt beim Zweitligisten FC Taborsko unter Vertrag, erhielt dort aber keinen Vertrag mehr.
Der Kontakt kam über Necas jüngeren Bruder Lukas zustande, der - unterbrochen zu einen kurzen Abstecher zum SV Schalding-Heining - seit mittlerweile vier Jahren das SpVgg-Trikot trägt. "Jakub war nach Vertragsende vereinslos und für ihn hat sich kein neues Engagement im Profibereich ergeben. Lucas hat dann die ganze Sache in die Wege geleitet und für uns ist das natürlich eine Riesengeschichte", freut sich Oberkreuzbergs Spielercoach Thomas Beyer, der mit dem prominenten Zugang am Sonntag-Nachmittag erstmals auf dem grünen Rasen stand. "Er war noch etwas zurückhaltend, kannte schließlich bis auf seinen Bruder auch keinen einzigen Spieler. Aber man hat schon gesehen, dass er etwas kann", schmunzelt Beyer, der überzeugt ist, dass der Offensiv-Allrounder seinem Team weiterhelfen wird. Ob der in Prag wohnhafte Angreifer aber langfristig für Oberkreuzberg auflaufen wird, ist eher unwahrscheinlich: "Sobald er in Tschechien wieder höherklassig spielen kann, darf er jederzeit gehen. Das haben wir so vereinbart", informiert Beyer, der froh über die Last-Minute-Verstärkung ist: "Für Dominik Euler ist das Fußballjahr 2025 wegen einer Knieverletzung gelaufen. Auch Kapitän Lukas Schrepel hat es am Knie erwischt - bei ihm steht allerdings eine Diagnose noch aus. Da unser Kader ohnehin nicht allzu groß ist, sind wir über den Necas-Transfer umso glücklicher."
Auch der TSV Schönberg hat in der Sommer-Wechselperiode einen Legionär verpflichtet. Der 20-jährige Toni Makowski soll die Lücke schließen, die Michal Pinc hinterlassen hat. Der 35-jährige Routinier hat seine Zelte im Bayerischen Wald abgebrochen. Der Stürmer bestritt für die TSVler 59 Partien in der Kreisklasse und Kreisliga und konnte sich dabei stolze 64-mal in die Torschützenliste eintragen. Makowski spielte bislang für das B-Team von Slovan Liberec in der dritten tschechischen Liga. Für seinen neuen Klub hat der Jungspund schon erste Einsätze bestritten und konnte sich bei der Generalprobe gegen Kreisklassen-Aufsteiger SV Haus im Wald (3:1) als Doppeltorschütze auszeichnen.
