Die Reise für Oberhinkofen in der Relegation geht weiter! Der Bezirksliga-Traum des FCO bleibt am Leben. Vor offiziell 882 Zuschauern in Donaustauf setzte man sich am Freitagabend knapp mit 1:0 (1:0) gegen den FSV Steinsberg durch. Im Duell der beiden Regensburger Kreisliga-Vizemeister reichte der Farahmand-Elf ein schöner Treffer von Ludwig Hartl kurz vor der Halbzeitpause zum Sieg. Während Steinsberg Kreisligist bleibt, geht es für Oberhinkofen nächste Woche weiter.
Jubeln durfte auch der TuS Rosenberg. Im Kreisliga-Vizemeister-Clash des Spielkreises Amberg/Weiden behauptete sich die Dotzler-/Kramer-Truppe vor über 1.100 Zuschauern in Vilseck mit 3:2 (2:0) gegen die SpVgg Trabitz. Letztlich war's ein doch verdienter Erfolg der Rosenberger – auch wenn sie beinahe eine zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung noch aus der Hand gaben. Damit platzt der Trabitzer Bezirksliga-Traum. Für den TuS wartet in Runde zwei die DJK Arnschwang.
Nein, es war kein fußballerischer Leckerbissen, den die rund 900 Schaulustigen am Fuße der Walhalla serviert bekamen. Viele kleine Fouls störten den Spielfluss doch erheblich. Im ersten Spielabschnitt war offensiv mehr von Oberhinkofen zu sehen. Demzufolge ging die knappe Pausenführung auch in Ordnung. Jubeln durfte der FC in der 38. Minute. Ludwig Hartl nahm aus halblinker Position Maß und schlenzte den Ball aus 18 Metern ins lange Eck. Ein schönes Tor. Die Steinsberger Mannschaft kam nach der Pause zu mehr Spielanteilen. Allerdings mangelte es im Spiel mit dem Ball an Durchschlagskraft und an zündenden Ideen. Das sollte sich bis zum Spielschluss so durchziehen. Gegen kompakt stehende FCOler fand die Dobler-Elf so gut wie kein Durchkommen. Auch ruhende Bälle oder Schüsse aus der zweiten Reihe brachten nicht den gewünschten Ertrag für den FSV, der aber kämpfte und von der Tribüne lautstark angefeuert wurde. In der Crunchtime verpasste Christoph Huber die Entscheidung und so blieb es bis zum Schluss beim knappen 1:0.
„Beide Seiten agierten nervös, was man auch an der Spielweise gesehen hat. Von den Chancenanteilen her hatten wir mehr Chancen, weshalb wir nicht unverdient gewonnen haben. Meine Spieler haben den Kampf angenommen und gewollt. Respekt auch an den Gegner“, atmete Oberhinkofens scheidender Trainer Kyros Farahmand unmittelbar nach dem Abpfiff am FuPa-Mikrofon durch. In der zweiten Relegationsrunde wartet mit Thalmassing oder Pielenhofen ein Bezirksligist. „Was haben wir zu verlieren? Heute haben wir jedenfalls einen großen Schritt gemacht.“
Einige der offiziell 1.121 Zuschauer in Vilseck standen noch draußen Schlange, als sich Rosenbergs Giuliano La Pegna offenbar schwerer am Knie verletzte. Sogar der Notarzt musste anrücken, das Spiel war eine Zeit lang unterbrochen. Von dieser Hiobsbotschaft erholte sich der TuS aber gut. In der ersten Hälfte hatten die Dotzler-/Kramer-Mannen mehr vom Spiel. Und gingen verdientermaßen in Front. Ein Doppelschlag – erst Lukas Kokott (45.) nach einer unzureichenden Kopfball-Klärung von Trabitz und dann Spielercoach Dennis Kramer (45.+2) eiskalt aus elf Metern – stellten bis zur Pause auf 2:0 für den Vizemeister der Kreisliga Süd.
Von den Trabitzern musste nun mehr kommen. Gleich nach Wiederbeginn ließen sie eine Riesenchance aufs 1:2 liegen, um kurz darauf das (vermeintlich vorentscheidende) 0:3 schlucken zu müssen: Christoph Bäumler musste nach einem Querpass von Antonio La Pegna nur noch ins leere Tor einschieben (50.). Damit schien die Messe gelesen. War es aber nicht! Denn die SpVgg gab sich noch nicht geschlagen und schlug zurück. Václav Neudert brachte die Baier-Crew mit einem sehenswerten Hakentor nach einer Ecke zurück ins Spiel (75.). Und als Aboubakari Kassoum zu 2:3 einschob (89.), war plötzlich nochmal richtig Feuer drin. Die Krönung dieser Aufholjagd blieb der SpVgg in der knapp fünfminütigen Nachspielzeit aberverwehrt.
TuS-Spielertrainer Dennis Kramer resümierte: „Wir hatten einen Plan, der vor allem in Halbzeit eins sehr gut aufgegangen ist. Nach dem Schockmoment und der frühen Verletzung unseres Spielers hatte ich den Eindruck, als würde jeder noch eine Schippe drauflegen. Ich denke, wir sind hochverdient mit 2:0 in die Pause gegangen, und hätten vielleicht noch das ein oder andere Tor mehr machen können. Dass Trabitz nach dem Seitenwechsel kommen würde, war klar. Das toll herausgespielte 3:0 hat uns da natürlich in die Karten gespielt. Danach hat sich der Kräfteverschleiß in der Endphase der Saison doch bemerkbar gemacht. Trabitz hat eine starke Mannschaft, hat dann Druck entfacht und kam heran. Letztlich konnten wir den am Ende verdienten Sieg über die Zeit bringen. Jetzt heißt es regenerieren. Wir freuen uns auf die kommende Aufgabe, die Arnschwang heißt.“
SpVgg-Coach Thomas Baier sagte zum Spiel: „Die erste Halbzeit – da gibt es keine Diskussion – ging an Rosenberg, die Führung war auch verdient. Ich hatte den Eindruck, dass einige meiner Spieler einfach zu viel Respekt vor dem Gegner hatten. Zudem leistete sich meine ansonsten sattelfeste Defensive immer wieder Fehler. Die beiden Tore waren aus meiner Sicht Geschenke. Zur Halbzeit haben wir gesagt, ein frühes Tor würde das Spiel sofort wieder offener gestalten und die Rosenberger sicherlich verunsichern. Und dann hatten wir die Hundertprozentige zum 1:2, ließen sie liegen und bekamen fast im Gegenzug das 0:3. Für mich am Ende ein Knackpunkt in diesem Spiel. Wir lagen eigentlich am Boden. Danach muss ich meiner Mannschaft allerdings zugute halten, dass sie Moral gezeigt hat. Wir haben uns gewehrt, haben offensiv kräftig zugelegt und sind auf 2:3 herangekommen, ja der Ausgleich war möglich. Ich wage die Prognose, wenn das Spiel noch fünf Minuten länger geht, gleichen wir wirklich aus und ziehen das Ding vielleicht am Ende sogar noch. Letztlich nützt aber kein was wäre passiert wenn – wir haben über 95 Minuten weniger Tore erzielt und deshalb verdient verloren. Am Ende möchte ich mich bei allen bedanken, die mich in der Zeit bei der SpVgg begleitet haben. Ich lege nun eine Pause ein, völlig ohne Fußball und mit viel Familie.“