
Marcel „Obelix“ Radecker übernimmt die Leitung der ersten Männermannschaft und folgt auf Jan Hanke, der nach sechs Jahren als Trainer zurücktritt. Radecker war in der vergangenen Spielzeit bereits als Co-Trainer tätig und bringt zudem Erfahrung als früherer Cheftrainer beim FSV Grün-Weiß Blankenhain mit.
Der 46-Jährige kennt Mannschaft, Verein und Umfeld aus dem Effeff und war letztendlich eine nahliegende Lösung für die Kurstädter. Frühzeitig war bekannt, dass Jan Hanke die Mannschaft zum Ende der Vorsaison abgegeben wird. Die Verantwortlichen in Bad Berka sondierten den Markt, fanden jedoch von extern keine adäquate Lösung. "Darum kam der Verein auf mich zu und fragte, ob ich es machen würde. Da ich schon drei Jahre beim Erzrivalen Blankenhain erfolgreich gearbeitet habe und die Mannschaft kenne, war mir das eine große Ehre", so Marcel Radecker.
"Obelix" - so sein Spitzname - war in der letzten Spielzeit Co-Trainer von Jan Hanke, der die Mannschaft 2022/23 in die Landesklasse führte. Somit kennt er die Gegebenheiten in Bad Berka. "Ob das Vor-, Nachteil oder keins von beiden ist, wird man sehen. Natürlich kenne ich schon die ein oder andere Macke der Spieler. Aber natürlich kennen auch die meisten mich und eventuell, wie ich ticke. Da hätte eine externe Lösung andere Impulse vielleicht setzen können. Aber letztendlich ist das Kaffeesatz-Leserei. Wer kann schon wissen was kommt", so Radecker zu seiner Verbindung zur Mannschaft.
Die letzte Saison deckte zumindest die ein oder andere Schwachstelle in der Kurstadt auf. Einige Landesklasse-Experten hatten sich die Einheit als möglichen Aufsteiger - auch aufgrund der namhaften Neuzugänge im letzten Sommer - auf dem Zettel. Am Ende landete Bad Berka auf einen soliden achten Rang ohne Ambitionen in Richtung Top3. "Da ich ja letzte Saison jedes Spiel gesehen denke ich - das weiß auch jeder im Verein - das dies ausbaufähig war. Aber auf Grund von Verletzungen, Sperren und anderen diversen Gründen konnte die Mannschaft natürlich nicht immer ihre PS auf die Straße bringen. Das soll keine Ausrede sein, aber es geht besser. Wir müssen ein paar Stellschrauben drehen. Aber man muss auch nicht alles ändern. Dann wird man sehen, ob es reicht und ob mein Team und ich es hinbekommen", blickt Radecker auf die Erkenntnisse der Vorsaison.
Der neue 'Häuptling' auf der Einheit-Trainerbank ist optimistisch, dass er der Mannschaft den nötigen 'Zaubertrank' verpassen kann, um kommende Saison erfolgreich zu sein. "Die ersten Ziele des Vereins und dem Trainerteam sind schon in Erfüllung gegangen, denn 95 Prozent des Kaders konnte gehalten werden. Zudem verstärken vier gute Jungs aus der Region unsere Breite. Wir wollen erfolgreicher sein als im letzten Jahr, vorwiegend verletzungsfrei bleiben und vor allem Spaß haben", sagt der neue Einheit-Trainer zu seinen Zielen.
Zwei Abgänge muss "Obelix" aber dennoch verkraften. Torhüter Sebastian Arnold verlässt den Verein und wird beim SV Westring Gotha als spielender Co-Trainer tätig sein. Arnold hatte in der vergangenen Saison sein 500. Spiel auf Landesebene absolviert. Offensivspieler Martin Menger kehrt nach sechs Jahren bei Einheit zu seinem Heimatverein SG Eintracht Obernissa zurück. Menger war 2019 zum FC Einheit gewechselt und gehörte seitdem regelmäßig zum Kader.
Auch bei der zweiten Mannschaft (1. Kreisklasse) gibt es personelle Wechsel. Martin Porzel wechselt zum SV Blau-Weiß Niederzimmern, während Sascha Leon Keßler, der in der vergangenen Saison auch einige Einsätze in der ersten Mannschaft hatte, aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht.