
Mit zwei Auswärtssiegen hat es der Landesligist FV Nußloch bis in die dritte Runde geschafft. Durfte man den 2:0-Sieg beim Kreisligisten FC Rot mehr oder weniger erwarten, sticht der 3:2-Coup beim FC Bammental vor Wochenfrist heraus. "Das war eine sehr gute Leistung von uns und somit ein verdienter Sieg", sagt Steffen Kochendörfer. Der Nußlocher Trainer sieht nun angesichts der Auslosung, "eine super Ausgangslage und die Chance weit zu kommen." Im Achtelfinale würde mit dem TSV Mudau oder dem VfB Gartenstadt jedenfalls ein weiterer schlagbarer Landesligist warten.
Vorher ist der FV aber am Sonntag beim Odenwald-Landesligisten FC Grünsfeld gefordert (Anpfiff, 15 Uhr). Über den anderthalb Stunden Fahrtzeit entfernten Kontrahenten ist laut Kochendörfer, "wenig bekannt, aber wir schauen uns natürlich genau aus, wie Grünsfeld in der letzten Saison abgeschnitten hat."
Mit ein paar Urlaubsrückkehrern wird der Nußlocher Kader diese Woche ein Stückchen breiter und nimmt Richtung Ligastart am 10. August gegen den SC Rot-Weiß Rheinau immer mehr Konturen an. "Um direkt auf Betriebstemperatur zu sein, werden die drei Pokalspiele am Stück dann sehr hilfreich gewesen sein", sagt der 32-jährige Spielertrainer.
Markus Schmid nutzt jede Gelegenheit. "Bei mir bekommt jeder seine Spielminuten im Pokal", sagt der Trainer des ASV Eppelheim. Pokalspiele dienen somit in erster Linie Testzwecken und wenn dann auch noch die Ergebnisse – 3:2 in Obergimpern und 2:0 in Dossenheim – stimmen, ist alles im Lot. "Die nackten Ergebnisse sind für mich aber zweitrangig, unsere Spielweise ist mir wichtiger und diese stimmt mich zufrieden", sagt Schmid.
Das Kennenlernen des neuen Trainers und des runderneuerten Kaders verläuft prächtig. Der ehemalige Stützpunktkoordinator des badischen Fußballverbands lobt seine Kicker: "Einstellung, Trainingsfleiß sowie die Form, mit der die Jungs zum ersten Training erschienen sind, sind ausgezeichnet."
Pokalspiel Nummer drei ist zum ersten Mal ein Heimspiel, am Sonntag kommt der TSV 05 Reichenbach (Anpfiff, 17 Uhr). Gegen den mittelbadischen Landesliga-Meister sind die Eppelheimer zwar nicht unbedingt der Favorit, die Tür zum Achtelfinale ist aber durchaus ein Stückchen geöffnet. Informationen über den Gegner holt Schmid dafür bewusst nicht ein. Er versichert: "Wir haben unsere Spielprinzipien und versuchen diese durchzubekommen, wohlwissend, dass sich das Geschehen ein bisschen mehr in unserem eigenen Drittel abspielen wird als zuletzt."
Keine schlechten Karten für das Achtelfinale besitzt der VfB St.Leon. Der Verbandsliga-Absteiger scheint sehr früh zur neuen Runde in einer bestechenden Verfassung zu sein. Die eindeutigen Erfolge bei den beiden Ligakonkurrenten Türkspor Eppingen (5:2) und SV 98 Schwetzingen (4:0) lassen keinen anderen Schluss zu. Am Sonntag führt die Vogelbacher/Weber/Bender-Truppe der Weg zum SV Büchenbronn. Anpfiff beim Pforzheimer Kreisligisten ist um 15 Uhr.
Alles andere als chancenlos ist die SG Horrenberg. Zuhause gegen den mittelbadischen Landesligisten SV Huchenfeld ist ein weiterer Erfolg nicht ausgeschlossen und dann könnte es im Achtelfinale zum Duell mit St.Leon kommen.
Einen richtigen Härtest erwartet den FC Zuzenhausen beim FK Srbija Mannheim. "Das ist mein Topfavorit in der diesjährigen Landesliga", sagt FC-Trainer Niklas Kissel. Los geht´s auf dem Mannheimer Kunstrasen am Sonntag um 17 Uhr.
Die großen Klubs aus der 3. Liga, Regionalliga und Oberliga sind erst im Laufe der kommenden Woche gefordert. Der SV Sandhausen am Dienstag bei der SG Heidelberg-Kirchheim (Anpfiff, 18 Uhr) und mittwochs jeweils um 18 Uhr der VfR Mannheim beim SV Königshofen sowie der SV Waldhof Mannheim beim FV Mosbach.