2026-10-12T07:15:15.248Z

Allgemeines

Nur "klitzekleiner Kritikpunkt": Langeneke lobt starken Fortuna-Start

Fortuna Düsseldorf II ist mit einem klaren Sieg in die Oberliga Niederrhein gestartet. Beim 3:0 gegen den TSV Meerbusch sah Trainer Jens Langeneke einen „runden Abend“ - auch wenn er noch mehr Tore für möglich hielt.

von André Nückel · 14.08.2026, 23:59 Uhr · 0 Leser
Fortuna-Coach Jens Langeneke.
Fortuna-Coach Jens Langeneke. – Foto: Marco Bader

Der erste Auftritt war deutlich, kontrolliert und in der Wirkung passend zu den Erwartungen. Fortuna Düsseldorf II hat das Eröffnungsspiel der Oberliga Niederrhein gegen den TSV Meerbusch mit 3:0 gewonnen und damit direkt unterstrichen, warum die Mannschaft zu den Top-Kandidaten auf den Aufstieg gezählt wird. Nach der Rückkehr in diese Spielklasse war die Aufgabe für die Düsseldorfer dennoch mehr als nur ein formaler Auftakt.

„Für uns war der Start insgesamt sehr positiv“, ordnete Jens Langeneke nach dem Spiel ein. Der Trainer weiß, dass sich seine Mannschaft trotz der Favoritenrolle erst an die Liga gewöhnen muss. „Die Oberliga ist für uns Neuland. Dementsprechend gehen wir das Ganze mit maximalem Respekt an und schauen mal, was uns im Saisonverlauf alles so erwartet.“

Auf dem Platz wirkte Fortuna allerdings schon sehr sortiert. Conor David Tönnies brachte die Gastgeber früh in Führung (9.), wodurch die Partie schnell in eine Richtung gelenkt wurde, die Düsseldorf Kontrolle und Ruhe gab. Meerbusch lauerte, was Langeneke nicht überraschte. „Wir sind auf einen tief stehenden Gegner getroffen, haben das auch ein Stück weit erwartet“, erklärte er.

Langeneke lobt Kontrolle und Restverteidigung

Fortuna wollte genau gegen diesen tiefen Block fehlerfrei bleiben. Langeneke sprach davon, dass seine Mannschaft in den Ballbesitzphasen „sauber und klar unsere Muster durchspielen“ wollte. Das gelang über weite Strecken. Die Gastgeber fanden immer wieder Wege in gefährliche Räume, nicht nur über die Außenbahnen. „Wir sind sehr häufig durchgebrochen, auch über die Flügel, durchs Zentrum“, analysierte der Trainer.

Noch vor der Pause erhöhte Mohammed Berrahou per Foulelfmeter auf 2:0 (41.) - der Ex-Duisburger bestätigte damit seine starke Frühform. Damit hatte Fortuna den Auftakt früh auf Kurs gebracht. Für Langeneke war aber nicht nur die offensive Präsenz entscheidend, sondern auch das Verhalten nach Ballverlusten. „Auch die Restverteidigung war gut, sodass wir insgesamt im kompletten Spiel über 90 Minuten eine Chance des Gegners zugelassen haben. Das war sehr positiv insgesamt.“

Diese Stabilität war ein wichtiger Bestandteil des Auftaktsieges. Meerbusch kam kaum in gefährliche Situationen, während Düsseldorf nach dem Seitenwechsel weiter die klarere Mannschaft blieb. In der 75. Minute sorgte der eingewechselte Noah Nikolaou mit dem 3:0 endgültig für klare Verhältnisse. Kurz vor dem Ende sah Hayato Uchimura auf Seiten des TSV nach einem Foulspiel noch Gelb-Rot (90.).

Nur die Chancenverwertung bleibt als kleiner Kritikpunkt

Trotz des klaren Ergebnisses sah Langeneke noch einen Punkt, an dem seine Mannschaft arbeiten kann. „Wir hätten mit Sicherheit noch mehr Tore machen können bei der Anzahl und Qualität der Torchancen“, sagte der Trainer. Gleichzeitig ordnete er diesen Einwand ein: „Aber das ist wirklich nur ein klitzekleiner Kritikpunkt. Insgesamt war das für uns ein runder Abend mit einem natürlich hochverdienten 3:0-Sieg“, bilanzierte Langeneke. Genau dieser Satz beschreibt den Freitagabend ziemlich treffend: Fortuna II war der Favorit, Fortuna II spielte wie der Favorit, und Fortuna II ließ am ersten Abend keine Zweifel am Sieg aufkommen.

Für Meerbusch war es dagegen ein schwieriger Start gegen einen Gegner, der früh führte, den Ball kontrollierte und defensiv kaum etwas zuließ. Für Düsseldorf ist der Auftakt zwar nur ein erster Schritt in einer langen Saison, doch er besitzt Signalwirkung. Wer in einer neu zusammengesetzten und stark besetzten Oberliga direkt oben mitspielen will, braucht solche Abende: dominant genug, um Erwartungen zu bestätigen, aber noch mit kleinen Reserven, um nicht zu früh zufrieden zu sein.