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Nur einer ist geblieben: Das ist der neue TSV Landsberg

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von Simon Jacob · 17.07.2024, 10:07 Uhr · 0 Leser
Er ist als einziger beim TSV Landsberg geblieben: Maximilian Holdenrieder.
Er ist als einziger beim TSV Landsberg geblieben: Maximilian Holdenrieder. – Foto: Maul

Der TSV Landsberg startet mit runderneuertem Kader und neuen Ambitionen in die Bayernliga-Saison 2024/25.

Landsberg – Viel ist nicht mehr übrig vom Landsberger Kader aus der Vorsaison. Nur Maximilian Holdenrieder ist geblieben. Alle anderen Spieler, die in der vergangenen Saison für den Bayernligisten zum Einsatz kamen, sind weg. Den 20 Abgängen stehen 19 Neuzugänge gegenüber. Und die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. „Gut möglich, dass da noch was passiert“, sagt der ebenfalls neue Trainer Bernd Kunze.

TSV Landsberg unterliegt TSV Grünwald im Totopokal

Ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2024/25 verloren die neu formierten Lechstädter. In der Qualifikation für den Totopokal unterlagen sie am Freitag dem TSV Grünwald mit 2:3. Die beiden Kontrahenten treffen in der neuen Spielzeit auch in der Liga aufeinander.

Zur Einordnung: Grünwald geht als Aufsteiger in die erste Bayernligasaison der Vereinsgeschichte, Landsberg verpasste als Tabellenvierter und -dritter in den letzten beiden Jahren den Aufstieg in die Regionalliga. Heute spielen für Grünwald (2) aber mehr Spieler aus dem Landsberger Kader der Vorsaison als für Landsberg (1). Einer der beiden ist Daniel Leugner, der Grünwald am Freitag gegen sein altes Team mit 1:0 in Führung brachte.

Maximilian Holdenrieder bleibt als einziger in Landsberg

Der einzig verbliebene Spieler in Landsberg ist Maximilian Holdenrieder. „Ich wohne in Landsberg, habe hier meine Freunde und mein Umfeld. Ich kann mich mit dem Verein und mit der Stadt identifizieren, deswegen war es eine einfache Entscheidung, zu bleiben“, sagt Holdenrieder. Er nennt Gründe, die für die restlichen Spieler nicht galten. Neben Luis Vetter (jetzt FC Memmingen) war Maxi Holdenrieder in der vergangenen Saison der einzige Spieler aus dem Landkreis Landsberg.

2019 wechselte Holdenrieder vom FC Penzing an den Lech. Dort entwickelte sich der Rechtsverteidiger rasch zum Leistungsträger. In den letzten drei Saisons sammelte er jeweils mindestens 30 Einsätze in der Bayernliga. In der neuen Spielzeit wird der 26-Jährige aller Voraussicht nach das Kapitänsamt übernehmen.

Neuzugänge mit Bayern- und Regionalliga-Erfahrung

„Es fühlt sich schon ein bisschen komisch an, jetzt einer der Ältesten zu sein“, sagt Holdenrieder. Nur John Haist und Philipp Boyer (beide 28 Jahre) sind älter.

Nach den geplatzten Regionalliga-Träumen möchte der TSV Landsberg mit seinem neuen Fußballchef Nico Held fortan verstärkt auf junge Spieler aus der Region setzen. Kicken können die Jungs aber trotzdem. Fast alle Neuzugänge sind Bayernliga-erfahren, einige haben schon in der Regionalliga gespielt.

Seine Rolle sieht Holdenrieder darin, die Jüngeren verbal und mit seiner emotionalen Spielweise mitzureißen. Kunze beschreibt seinen künftigen Kapitän als Spieler, der „sich nicht über Hacke, Spitze, eins, zwei, drei definiert, sondern Fußball als Mannschaft- und Zweikampfsport sieht.“ Das sind auch die Grundtugenden, die der neue TSV Landsberg verkörpern soll: einfaches Spiel und Zweikämpfe annehmen. „Dann können wir in der Liga auf jeden Fall überleben“, sagt Holdenrieder.

Neuer Trainer, neue Spieler, neue Ambitionen

Mit dem neuen Personal haben in Landsberg auch neue Ambitionen Einzug gehalten. „Ich bin kein Freund davon, Ziele zu setzten, bevor nicht ein paar Punktspiele gespielt sind“, sagt Bernd Kunze. „Ich kann aber sagen, mit welcher Zielsetzung wir nicht in die Saison gehen. Und die heißt Regionalliga.“ (jac)