2026-05-06T12:44:31.715Z

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"Nur die drei wissen, was gemacht wird und wo es hin geht"

FuPa stellt Meister vor: Der TSV Neuenstein II sichert sich vorzeitig den Titel in der Frauen-Regionenliga und bereitet sich auf den Aufstieg in die Landesliga vor. Zudem gibt es eine bislang noch geheimnisvolle Abschlussfahrt.

von red · Heute, 18:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: TSV Neuenstein

In der Frauen-Regionenliga, Staffel 1, hat der TSV Neuenstein II eine außergewöhnliche Spielzeit gekrönt. Mit derzeit 17 Siegen und zwei Unentschieden blieb das Team in 19 Partien ungeschlagen und sicherte sich mit 53 Punkten vorzeitig den ersten Platz. Während die Offensive mit 88 Treffern die Liga dominiert, steht der Verein in der neuen Saison vor einem Umbruch an der Seitenlinie: Trainerin Natalie Wied und ihre Co-Trainerin Lea Schmid werden den Verein nach diesem Erfolg verlassen.

Jubel in Blaufelden und der Ausblick auf die große Feier

Der entscheidende Schritt zur Meisterschaft löste bei den Beteiligten große Erleichterung und Freude aus. Unmittelbar nach dem Erfolg bei der SGM Blaufelden begannen die Feierlichkeiten, die sich bis in das eigene Vereinsheim zogen. „Ja, wir haben nach dem Spiel in Blaufelden noch gemeinsam vor Ort und im Sportheim in Neuenstein gefeiert. Die richtige Meisterfeier kommt aber noch“, berichtet Natalie Wied gegenüber FuPa. Mit dem deutlichen Vorsprung auf den Tabellenzweiten, den SV Leingarten (40 Punkte), und die SpVgg Gammesfeld (35 Punkte), hat sich die Mannschaft diesen Moment redlich verdient.

Vom anvisierten Podestplatz zur unangefochtenen Dominanz

Dabei war der Titelgewinn zu Beginn der Saison keineswegs als unumstößliches Ziel formuliert worden. Die Prioritäten lagen zunächst an anderer Stelle. „Das konkrete Ziel Aufstieg gab es zu Beginn der Saison nicht. Der Pokalgewinn war das größere Ziel. Klar war trotzdem, dass wir vorne mitspielen wollen und einen Platz unter den ersten drei anvisieren“, erklärt Natalie Wied. Erst im Verlauf des Winters passte man die Ambitionen der beeindruckenden Realität auf dem Platz an: „Im Winter haben wir dann schon gemerkt, dass da mehr geht, und das Ziel ‚Meister‘ festgelegt.“

Taktische Reife und menschliche Geschlossenheit als Erfolgsfaktoren

Der Erfolg des TSV Neuenstein II basiert auf einer konsequenten Weiterentwicklung in den letzten Jahren. In dieser Saison gab eine feine Justierung des Spielsystems den Ausschlag gegenüber Konkurrenten. „Wir haben uns in den letzten Jahren sehr gut taktisch und individuell weiterentwickelt. Und in diesem Jahr unsere Taktik leicht verändert. Das hat uns noch mal gefährlicher in der Offensive gemacht“, analysiert die Trainerin.

Doch auch das Zwischenmenschliche spielte eine tragende Rolle: „Es passt auch einfach in der Mannschaft super. Jeder versteht sich mit jedem und gibt daher auch alles auf dem Feld. Zusätzlich haben wir in diesem Jahr eine breitere Qualität als im letzten Jahr. Wir profitieren natürlich auch davon, dass Spielerinnen von der ersten Mannschaft komplett zu uns dazu kommen, um sie weiterzuentwickeln.“

Eine Offensive der vielen Gesichter und eine stabile Defensive

Mit einem Torverhältnis von 88:13 stellt der Meister sowohl den gefährlichsten Angriff als auch die sicherste Abwehr der Liga. Im Gegensatz zu vielen anderen Teams in der Staffel ist Neuenstein II schwer auszurechnen. „Unsere Stärken sind der Zusammenhalt und unsere Offensive. Wir haben viele verschiedene Spielerinnen, die sehr torgefährlich sind, und wir uns somit nicht nur auf eine Spielerin ‚verlassen‘ müssen. Zusätzlich sind wir in der Defensive sehr stabil“, so Natalie Wied.

Geheimnisvolle Reise und der Sprung in die Landesliga

Eine traditionelle Abschlussfahrt ist bereits in der Organisation, auch wenn deren Ziel ein gut gehütetes Geheimnis bleibt. „Ein paar Spielerinnen planen eine ‚Fahrt ins Blaue‘. Nur die drei wissen, was gemacht wird und wo es hin geht. Es haben sich schon sehr viele angemeldet. Egal was wir machen, es ist immer für Mannschaft 2 und 3“, verrät die Trainerin. Fest steht hingegen die sportliche Zukunft: Der Verein wird das Aufstiegsrecht wahrnehmen und „in der neuen Saison die Herausforderung Landesliga annehmen“.

Ein Abschied auf dem sportlichen Gipfel

Obwohl die Kaderplanungen bereits laufen, wird die Mannschaft in die kommende Spielzeit 2026/2027 ohne ihr aktuelles Trainergespann gehen. Natalie Wied blickt dennoch optimistisch auf die Zukunft des Teams. „Ein paar Zusagen stehen noch aus. Ich hoffe, dass die Mannschaft genau so zusammen bleibt, wie sie jetzt ist, denn so haben sie wirklich große Chancen, auch in der Landesliga sich zu etablieren“, sagt sie. Einen detaillierten Ausblick auf die Zeit nach dem Sommer kann sie jedoch nicht mehr geben: „Einen Ausblick kann ich nicht geben, da ich und meine Co-Trainerin Lea Schmid als Trainerinnen aufhören.“ Es ist ein Abschied am sportlichen Höhepunkt einer bislang makellosen Saison.