
Zwei Serien treffen am Sonntag in der Kreisliga A im Jahnstadion aufeinander: Spitzenreiter SV Germania Grefrath ist in dieser Saison noch ungeschlagen nach zwölf Spieltagen, nur ein Unentschieden musste die Mannschaft bisher hinnehmen. Die Fußballer der DJK Novesia haben auf Tabellenplatz drei zwar bereits sieben Zähler Rückstand auf Grefrath, haben allerdings in den vergangenen Jahren nie ein direktes Duell verloren. In der vorigen Vorsaison endete das Hinspiel 3:3, in Grefrath setzte sich die DJK sogar mit 3:2 durch.
„Die Novesia ist ein starker Gegner, da müssen wir von der ersten und insbesondere bis zur letzten Minute hellwach sein“, sagt SV-Coach Jörg Gartz. „In der vergangenen Saison haben wir immer noch spät Gegentore bekommen. Und die DJK hat in allen Mannschaftsteilen echt gute Spieler.“ Das Ziel von Grefrath bleibt unverändert: „Wir wollen weiterhin ungeschlagen bleiben“, so Gartz. In seiner Mannschaft wird zwangsläufig umgestellt, einige Spieler fehlen, dafür kehren andere in die Startelf zurück. Auch beim Auswärtsspiel rechnet er mit jeder Menge Zuschauenden aus Grefrath: „Die Unterstützung aus dem ganzen Dorf ist einfach sensationell und das pusht uns Woche für Woche.“
Die DJK will ihrerseits die erste Mannschaft sein, die den Ligaprimus schlägt: „Wir haben großen Respekt vor dem, was Grefrath diese Saison leistet“, sagt Trainer Darius Ferber. „Und Grefrath geht auch bei uns als Favorit ins Spiel – trotzdem wollen wir gewinnen!“ Er rechnet seiner Mannschaft auch gute Chancen aus: „Ich weiß ja, was wir leisten können. Es wird nicht einfach, aber wir haben das Zeug dazu.“ Schlüssel zum Erfolg könnte eine stabile Defensive sein: „Grefrath ist insgesamt gut aufgestellt, aber setzt einen Ticken mehr auf die Offensive“, so Ferber. In Bozidar Mestrovic stellt Grefrath aktuell auch den besten Torjäger mit bereits 16 Treffern und sieben Assists. „Den wollen wir möglichst aus dem Spiel nehmen und dann mit einem schnellen Umschaltspiel selber Nadelstiche setzen und zu Chancen kommen“, sagt der Coach. Personell muss auch er umstellen, da drei Spieler mit Rot oder der fünften Gelben Karte gesperrt fehlen. „Das bekommen wir aber kompensiert und auf andere Schultern verteilt“, so Ferber zuversichtlich.
Auch er erwartet ein volles Jahnstadion: „Grefrath bringt immer viele Fans mit und ich hoffe, dass auch uns viele unterstützen.“ Denn damit kann die Mannschaft gut umgehen: „Wir haben es bisher immer gut geschafft, die Emotionalität und Spannung, die auch von außen kommt, dann in unser Spiel reinzubringen und zu nutzen. Es wird, denke ich, ein hitziges Spiel, wie auch in den vergangenen Duellen. Aber das sind oft die Spiele, bei denen wir richtig gut aussehen.“