
An einem ganz besonderen Abend trafen der MSV Duisburg und der SV Waldhof Mannheim in der 3. Liga aufeinander. Am Vormittag war MSV-Legende Bernard Dietz auf dem DFB-Bundestag zum Ehrenspielführer des DFB ernannt worden. Auf dem Rasen wurde er in der Halbzeit noch einmal geehrt, auf dem Rasen sorgten die Zebras für gute Stimmung. Gegen den SV Waldhof Mannheim beendete der MSV seine Sieglos-Serie.
Schwungvoll starteten beide Mannschaften in die Partie, sodass die erste Ecke für Mannheim schon nach rund einer Minute feststand. Diese verpuffte und Duisburg schaltete schnell um. Patrick Sussek wollte dann zurücklegen, spielte den Ball aber direkt in den lauf von Kennedy Okpala, der im Strafraum an MSV-Keeper Max Braune scheiterte (2.). Fünf weitere Minuten sollte es dauern, ehe auch die Gastgeber die erste Großchance für sich verbuchen konnten. Mit viel Geschwindigkeit war Sussek auf einmal durch und lief allein auf Thijmen Nijhuis zu. Mannheims Keeper riss in letzter Sekunde die Arme in die Luft und konnte so den Heber knapp abwehren.
In der Folge drückten die Zebras und etablierten auch wieder ihr frühes Offensivpressing. Die Belohnung gab es in der 20. Spielminute. Sussek marschierte mit viel Geschwindigkeit, legte quer auf Tim Heike, der aber am Keeper scheiterte. Im Nachschuss war dann aber Conor Noß zur Stelle und versenkte das Spielgerät kompromisslos in den Winkel. Das gab dem Duisburger Spiel noch mehr Rückenwind und die Hausherren drängten auf den zweiten Treffer. Can Coskun versuchte es wenige Minuten später von der linken Strafraumkante, sein Schuss wurde aber noch ans Außennetz abgefälscht (31.). Kurz vor der Pause war erneut Okpala für Mannheim durch. Aus spitzem Winkel ging aber auch sein Schuss ging knapp vorbei (42.). Sehenswert machte es dann der Spielverein. Mit der Hacke steckte Heike auf Mert Göckan durch. Er hätte es eigentlich selbst versuchen sollen, doch stattdessen suchte er Noß in der Mitte. Ein Mannheimer hatte das gerochen und fing den Ball auf dem Weg ab (44.). In der Nachspielzeit stand noch einmal Sussek im Mittelpunkt. Mit seinem Tempo ließ er die gesamte Defensive hinter sich, wurde im Abschluss aber noch entscheidend gestört. Seine Beschwerden fielen heftig aus und es gab die Gelbe Karte. Ein Elfmeter wäre in dieser Situation keine Fehlentscheidung gewesen.
Zielstrebiger kamen die Mannheimer aus der Kabine und machten gleich mit zwei guten Gelegenheiten durch Arianit Ferati (49.) und Julian Rieckmann (55.) auf sich aufmerksam. Kurz darauf waren sie in Person von Noß aber wieder hellwach. Im Mannheimer Aufbauspiel eroberte er den Ball, schlug im Strafraum noch einen Haken und hatte dann das Bein eines Gegenspielers in der Flugbahn seines Abschlusses. Im Nachschuss fanden Heike und Christian Viet ebenfalls kein Durchkommen (61.). In den vergangenen Wochen hatte Joshua Bitter seine Torjägerqualitäten bereits unter Beweis gestellt - auch gegen Mannheim durfte der Außenverteidiger wieder jubeln. Alleine marschierte er in den Strafraum, ließ einen Gegenspieler aussteigen und vollendete mit einem Schuss durch die Hosenträger (69.).
Kurz darauf brachte MSV-Coach Dietmar Hirsch Florian Krüger für den bemühten Heike. Der MSV bestimmte nun das Geschehen nach Belieben. Rasim Bulic tankte sich rustikal durch, konnte Nijhuis allerdings nicht überwinden - es wäre wohl die Entscheidung gewesen (74.). In der Folge kam Jesse Tugbenyo für Sussek (77.). In der Schlussphase kam ein Mannheimer Freistoß hoch in den Duisburger Strafraum. Der eingewechselte Terrence Boyd stieg in die Luft und köpfte zum Anschlusstreffer ein (85.). Kurz vor dem Schlusspfiff kamen Steffen Meuer und Leon Müller, der sein Debüt nach überstandener Verletzung gab, für Viet und Noß. In der sechsminütigen Nachspielzeit verteidigten die Zebras leidenschaftlich und konnten verdient die drei Punkt einfahren und die Sieglos-Serie beendet.