
In der Oberliga Baden-Württemberg bot der heutige Auftakt des 29. Spieltags den Zuschauern Fußball mit Herzschlaggarantie. Während im Tabellenkeller um jeden Zentimeter gekämpft wurde, bewies ein Aufstiegsaspirant bemerkenswerte Moral in Unterzahl. Die Partien waren geprägt von späten Wendungen und einer Intensität, die verdeutlichte, dass in dieser Phase der Saison keine Fehler verziehen werden.
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In einer Begegnung voller Leidenschaft setzte sich der FC Nöttingen beim SV Oberachern durch und festigte damit seine Ambitionen im oberen Tabellendrittel. Die Torfolge eröffnete Tasos Leonidis, der in der 23. Minute zum 0:1 für die Gäste traf. Oberachern zeigte sich unbeeindruckt und glich in der 30. Minute durch Nico Huber zum 1:1 aus. Kurz vor dem Pausenpfiff drehte Henri Scherer in der 44. Minute die Partie zugunsten der Gastgeber zum 2:1. In einer hitzigen Phase sah Egemen Sarikaya vom FC Nöttingen in der 45. Minute die Rote Karte. Trotz der Unterzahl gelang den Gästen noch vor dem Seitenwechsel ein psychologisch wichtiger Treffer: Khery Hamka markierte in der achten Minute der Nachspielzeit (45.+8) das 2:2. Im zweiten Durchgang kämpfte Nöttingen aufopferungsvoll und belohnte sich in der 79. Minute durch Matej Mijic, der den 2:3-Endstand besiegelte.
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Ein wahres Torfestival erlebten die 415 Zuschauer im Brötzinger Tal, wobei der FSV 08 Bietigheim-Bissingen einen sicher geglaubten Sieg beim 1. CfR Pforzheim in letzter Sekunde verspielte. Die Gäste starteten furios, als Bleart Dautaj bereits in der 5. Minute zum 0:1 traf. Die Antwort der Pforzheimer ließ nicht lange auf sich warten: Denis Gudzevic erzielte in der 10. Minute den Ausgleich zum 1:1. In einer abwechslungsreichen ersten Hälfte brachte Alexander Götz die Gäste in der 31. Minute erneut mit 1:2 in Führung, doch Dominik Salz stellte nur vier Minuten später in der 35. Minute auf 2:2. Nach dem Seitenwechsel schien der Tabellenvorletzte aus Bissingen durch den Treffer von Auron Selimi in der 55. Minute zum 2:3 endgültig auf der Siegerstraße. Doch die Moral der Hausherren blieb ungebrochen: In der dritten Minute der Nachspielzeit (90.+3) rettete Cemal Durmus dem 1. CfR Pforzheim mit dem Tor zum 3:3 einen Zähler.
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Die TSG Backnang steht nach dem bitteren 2:3 in Denzlingen bei 33 Punkten und kann sich im unteren Mittelfeld noch längst nicht sicher fühlen. FV Ravensburg kam zuletzt zu Hause gegen Oberachern nicht über ein 2:2 hinaus, bleibt mit 44 Punkten aber in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen.
Das Hinspiel gewann Ravensburg mit 2:0. Für die Gäste ist dieses Nachfassen wichtig, wenn der Blick weiter nach oben gehen soll. Backnang dagegen braucht ein Resultat, um den Abstand zur Gefahrenzone nicht weiter schrumpfen zu lassen. Es ist ein Spiel zwischen Ambition und Absicherungsdruck – und genau darin liegt seine Brisanz.
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FC 08 Villingen verspielte beim 2:2 in Gmünd nach einer 2:0-Führung zwei Punkte und blieb bei 41 Zählern stehen. 1. Göppinger SV holte beim 1:1 gegen Reutlingen immerhin einen Punkt, steht mit 31 Punkten aber weiter bedrohlich nah an der Abstiegszone.
Das Hinspiel entschied Villingen spät mit 1:0 für sich. Auch jetzt spricht die Tabelle eher für die Gastgeber. Doch Göppingen reist mit großem Bedarf an. Für Villingen geht es um die Chance, das gesicherte Mittelfeld zu festigen. Für Göppingen ist es ein Spiel, in dem ein Punkt schon Gewicht hätte – und ein Sieg womöglich noch viel mehr.
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Türkspor Neckarsulm hat sich mit dem klaren 4:0 in Bietigheim-Bissingen eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit 30 Punkten steht der Aufsteiger aber weiter auf Rang 15 und damit mitten im Abstiegskampf. 1. FC Normannia Gmünd bewies beim 2:2 gegen Villingen Moral und hat nun 32 Punkte auf dem Konto.
Das Hinspiel gewann Gmünd mit 2:0. Nun hat Neckarsulm die Gelegenheit, diese Rechnung zu korrigieren und im Tabellenkeller weiter Boden gutzumachen. Für Normannia Gmünd ist die Ausgangslage etwas komfortabler, aber keineswegs beruhigend. Das ist ein Spiel, in dem jede Szene nach Klassenerhalt riecht und jeder Fehler sofort schwer wiegt.
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Der TSV Essingen musste sich zuletzt mit 1:2 in Hollenbach geschlagen geben und verpasste die Chance, den dritten Platz weiter abzusichern. Dennoch stehen starke 49 Punkte zu Buche. FC Denzlingen erlebte erst ein dramatisches 3:2 gegen Backnang, ehe unter der Woche das 0:2 gegen Aalen folgte. Der Aufsteiger bleibt Schlusslicht.
Das Hinspiel gewann Essingen mit 1:0, damals fiel die Entscheidung erst ganz spät. Auch diesmal dürfte Denzlingen mit maximalem Widerstand auftreten, weil die Lage mit 19 Punkten immer bedrückender wird. Essingen wiederum braucht eine Reaktion, um nicht noch weiter von den Topteams wegzurutschen. Es ist ein Spiel zwischen Aufstiegsnähe und Abstiegsnot.
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Der Türkische SV Singen reist mit schweren Sorgen in dieses Heimspiel. Das 0:3 in Aalen war der nächste Rückschlag, mit 30 Punkten steckt der Aufsteiger tief im Kampf gegen den Absturz. VfR Mannheim gewann zuletzt 2:0 gegen Karlsruher SC II und verteidigte mit 59 Punkten souverän Rang zwei.
Schon das Hinspiel war mit 4:0 eine klare Angelegenheit für Mannheim. Die Gäste gehen also als deutlicher Favorit in die Partie. Doch für Singen ist die Situation inzwischen so ernst, dass jede Heimaufgabe den Charakter eines Kraftakts bekommt. Mannheim darf sich im Verfolgerkampf gleichzeitig keinen Ausrutscher erlauben.
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Der SSV Reutlingen sammelte beim 1:1 in Göppingen einen Punkt, bleibt mit 35 Zählern aber im unruhigen Mittelfeld hängen. Nun wartet der schwerstmögliche Gegner: VfR Aalen marschiert mit 70 Punkten an der Spitze, gewann zuletzt 3:0 gegen Singen und legte unter der Woche mit dem 2:0 in Denzlingen nach.
Auch das Hinspiel war eine klare Sache, Aalen gewann 4:0. Die Rollen sind damit eindeutig verteilt. Reutlingen braucht einen außergewöhnlich starken Abend, um den Favoriten ins Wanken zu bringen. Aalen dagegen spürt die große Chance, den Vorsprung im Titelrennen weiter zu zementieren. Genau das macht dieses Duell so aufgeladen.
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Karlsruher SC II verlor zuletzt 0:2 in Mannheim und steht mit 33 Punkten im unteren Mittelfeld. FSV Hollenbach feierte beim 2:1 gegen Essingen einen enorm wichtigen Sieg und zog auf 31 Punkte. Damit ist die Mannschaft weiter gefährdet, aber wieder mit neuem Mut unterwegs.
Das Hinspiel gewann Karlsruhe II mit 3:2 in Hollenbach. Diesmal ist die Ausgangslage noch angespannter, weil beide Teams jeden Blick nach unten vermeiden wollen und genau deshalb hinschauen müssen. Karlsruhe II kann sich mit einem Heimsieg Luft verschaffen, Hollenbach mit einem weiteren Erfolg im Keller ein starkes Zeichen setzen.
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