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Spielbericht

„Noch keine Spitzenmannschaft“ – Gilching verliert gegen Waldeck klar

Bezirksliga Süd

von Tobias Huber · 17.11.2025, 09:30 Uhr · 0 Leser
Der TSV Gilching-Argelsried (weiß) verlor klar gegen Waldeck.
Der TSV Gilching-Argelsried (weiß) verlor klar gegen Waldeck. – Foto: Celina Geigle

Nach der 0:3-Niederlage gegen Waldeck-Obermenzing ist der Rückstand auf die Konkurrenz für TSV Gilching-Argelsried vor der Winterpause groß.

Die Ambitionen waren riesengroß gewesen. Dank dreier teils eindrucksvoller Siege in Serie hatten sich die Fußballer des TSV Gilching-Argelsried in den vergangenen Wochen große Hoffnungen gemacht, doch noch mal ins Aufstiegsrennen der Bezirksliga Süd eingreifen zu können. Umso härter war der Aufprall im letzten Spiel vor der Winterpause, als die Gilchinger am Samstagabend bei Tabellennachbar SV Waldeck-Obermenzing in München klar mit 0:3 (0:3) verloren. Dementsprechend deutlich war das Fazit von Christian Rodenwald. „Wir sind noch keine Spitzenmannschaft“, resümierte der TSV-Trainer. Er machte dies nicht nur an der Begegnung vom Samstag fest. Bereits im bisherigen Saisonverlauf hatte sein Team gegen die direkten Konkurrenten viel zu oft das Nachsehen gehabt. „Der Rückstand ist jetzt schon sehr groß“, konstatierte Rodenwald.

Es tut sehr weh, mit dieser Niederlage in die Winterpause zu gehen. Wir sind sehr enttäuscht.

Christian Rodenwald, Trainer des TSV Gilching

Dass seine Mannschaft spielerisch zu den besten Teams der Liga zählt, zeigte sie auch in Obermenzing auf dem Kunstrasenplatz an der Meyerbeerstraße. Doch sie leistete sich einmal mehr zu viel fatale Aussetzer in der Defensive, dazu blieben selbst beste Möglichkeiten ungenutzt. In einer hochklassigen ersten Halbzeit traf Waldecks Kapitän Maximilian Graf früh zum 1:0, vorausgegangen war ein Ballverlust des TSV nach Einwurf in der eigenen Hälfte. Keiner der Gästespieler griff Graf entschlossen an, der den Ball von wenigen Metern vor der Strafraumgrenze sehenswert ins rechte Eck schlenzte. Jasin Uka vergab die postwendende Antwort, er unterlag im direkten Duell mit SVW-Keeper David Novak. Wenig später stand es 2:0, nachdem die Gilchinger eiskalt ausgekontert worden waren. Wieder hatte Graf getroffen. André Gasteiger und Maximilian Hölzl ließen im Anschluss gute Chancen zum Anschlusstreffer aus. Richtig heftig wurde es für die Gäste, als der ehemalige Waldecker Tarik Kluge den Ball nach einer flachen Hereingabe unbedrängt ins eigene Netz bugsierte und Gilching dadurch mit 0:3 ins Hintertreffen geriet.

Rodenwald reagierte mit vier Wechseln zur Pause. Seine Mannschaft schaffte es allerdings in den zweiten 45 Minuten nicht mehr, gefährlich zu werden. Waldeck war dem vierten Tor sogar näher. Erst in der Nachspielzeit hätte der TSV doch noch treffen können. Bezeichnenderweise jagte Jonathan Krukow den schwer zu nehmenden Ball aus kurzer Distanz jedoch über das leere Tor. „Es tut sehr weh, mit dieser Niederlage in die Winterpause zu gehen. Wir sind sehr enttäuscht“, klagte Rodenwald. Ganz aufgeben möchte er das Ziel Aufstieg aber noch nicht. „Man weiß nie, was passiert“, schloss der Coach.