
Gerade vor dem Hintergrund der vorherigen Ergebnisse wog das Ausscheiden schwer. Siege wie das 9:2 gegen den SV Baustetten oder das 9:0 gegen die SG Erlenmoos/Ochsenhausen hatten den SV Reinstetten zu einem der großen Favoriten gemacht. Auch im Viertelfinale sah sich die Mannschaft spielbestimmend. „Wir haben da eigentlich alle Spiele dominiert, auch gegen den FV Biberach. Klar am Ende haben sie im Neunmeterschießen gewonnen. Natürlich auch ein überragender Torwart, muss man einfach so sagen, aber wir sind schon auch zufrieden. Natürlich hätten wir schon gerne den Turniersieg mitgenommen.“ Die Worte von Noah Blersch fassen die Gefühlslage zusammen: Stolz auf die Leistung, Enttäuschung über das Ergebnis.
Noah Blersch bester Spieler des Turniers
Für Blersch persönlich endete das Turnier dennoch mit einer besonderen Auszeichnung. Der 23-jährige Mittelfeldspieler wurde von den Vereinsvertretern zum besten Spieler der Hallenkreismeisterschaften gewählt. Eine Ehrung, die seine konstant starken Auftritte unterstreicht. „Ja, ist natürlich schon cool, die Auszeichnung freut mich sehr. Aber der große Pott hätte mich schon mehr gereizt", so Blersch zum Titel.
Der Blick richtet sich nun wieder auf den Ligaalltag. In der Landesliga Württemberg befindet sich Reinstetten in einer sehr guten Ausgangslage. „Aktuelle Momentaufnahme dritter Platz, besser geht es eigentlich gar nicht. So schnell wie möglich nun den Klassenerhalt fix machen und dann schauen was da möglich ist. Aber wir sind voll im Soll und voll zufrieden, Mannschaftlich passt alles.“
So bleibt von diesem Turnier vor allem der Eindruck einer Mannschaft, die spielerisch überzeugte, Tore in Serie erzielte und dennoch lernen musste, wie schmal der Grat im K.-o.-Modus ist. Der Titel des besten Spielers für Noah Blersch und die dominante Turnierphase unterstreichen das Potenzial des SV Reinstetten – auch wenn der erhoffte letzte Schritt in Biberach verwehrt blieb.
