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Nkoa-Ersatz: Aachen schnappt sich einen neuen Innenverteidiger

Dritter externer Zugang für die kommende Spielzeit von Alemannia Aachen: Vom SV Sandhausen wechselt Jeremias Lorch in die Kaiserstadt.

von red · 03.06.2025, 16:20 Uhr · 0 Leser
Jeremias Lorch zog im direkten Duell auf dem Tivoli noch den Kürzeren.
Jeremias Lorch zog im direkten Duell auf dem Tivoli noch den Kürzeren. – Foto: Gerhard Hannapel

Besonders in der Offensive haperte es in der abgelaufenen Saison bei Alemannia Aachen. Da spielt es den Kaiserstädter durchaus in die Karten, dass deren neueste Verpflichtung obwohl in der Innenverteidigung zu Hause auch eine Waffe vor dem gegnerischen Tor ist: Jeremias Lorch kommt von Absteiger SV Sandhausen zum TSV.

Torgefährlicher Innenverteidiger

Mit Beginn seiner Seniorenlaufbahn, machte der neue Mann direkt seine ersten Schritte in der dritthöchsten Spielklasse, damals noch für die SG Sonnenhof Großasbach. Über den SV Wehen Wiesbaden, Viktoria Köln und eben zuletzt die Kurpfälzer aus Sandhausen kommt der 29-Jährige auf bislang 237 Einsätze in der 3. Liga. Weitere sollen selbstredend folgen. Neben seiner Erfahrung auf dem erforderlichen Niveau, dürften die Fans der Alemannen auch bei seinen fünf Treffern für den SVS aufhorchen. Gerade über seine Kopfballstärke kann Lorch die Bilanz der Alemannia nach Standardsituationen noch aufbessern.

"Mit Jere lotsen wir einen Spieler an den Tivoli, der die 3. Liga in- und auswendig kennt", freut sich Erdal Celik, technischer Direktor auf den Vereinskanälen über die Verpflichtung. "Für uns war es wichtig, dass er in der Defensive flexibel einsetzbar ist: Er kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen und ist außerdem sehr kopfballstark – das sollte uns auch in der Offensive zugutekommen."

Zugang schwärmt von der Stimmung auf dem Tivoli

Lorch selbst wurde die in der Stadt greifbare Aufbruchsstimmung wohl auch in den Gesprächen vermittelt: "Ich habe mir dieses Mal bewusst etwas mehr Zeit gelassen bei meiner Entscheidung. Dennoch hatte ich bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen der Alemannia von Anfang an ein sehr gutes Gefühl, dass hier sportlich etwas entsteht", verriet der Abwehr-Hüne. "Dazu kommen diese wahnsinnigen Fans! Beim Spiel auf dem Tivoli in der Rückrunde durfte ich die besondere Atmosphäre bereits hautnah erleben. Jetzt freue ich mich riesig auf meine neue Aufgabe und kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft in die Vorbereitung zu starten."

Rein numerisch dürfte Lorch den Abgang von Patrick Nkoa kompensieren. Der Vertrag des 25-Jährigen hätte sich bei einem weiteren Startelf-Einsatz automatisch verlängert. Ein Szenario, das die Aachener Verantwortlichen gerne in die Tat umgesetzt hätten, doch der geborene Kameruner meldete sich zwei Spieltage vor Schluss krank und reagierte auch nicht auf ein aufgebessertes Vertragsangebot des TSV. Der Kaderplatz des Abwehrchefs ist also neu zu vergeben, Lorch wäre ein logische Nachfolger.