2026-01-20T07:14:11.657Z

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Nils Gräff erzielte den entscheidenden Treffer der Alemannia in Steinwenden.	Foto: Mario Luge
Nils Gräff erzielte den entscheidenden Treffer der Alemannia in Steinwenden. Foto: Mario Luge

Nils Gräff schießt Waldalgesheim zum Sieg

Der Mann von der linken Außenbahn trifft zum entscheidenden 1:0 gegen den SV Steinwenden +++ Und auf der anderen Seite hält das SVA-Bollwerk

Steinwenden/Waldalgesheim. Elvir Melunovic wusste genau, warum sein Team das schwere Auswärtsspiel in der Verbandsliga beim SV Steinwenden erfolgreich beendete. „Die Defensiv-Leistung der gesamten Mannschaft war so wie an den ersten sieben Spieltagen“, erklärte der 54-jährige Trainer. Am Ende reichte deshalb der eine Treffer, den Nils Gräff Mitte der ersten Hälfte erzielte.

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Ähnlich wie im Hinspiel hatte Steinwenden den Tick mehr Spielanteile als die Alemannia. Mit dem Abschlüssen konnte das Team von Sascha Hammann das von Andrej Juric gehütete Gästetor aber nur selten in Gefahr bringen. „Sie haben aber einmal mehr bewiesen, dass sie ein unangenehmer, sehr stabiler Gegner sind, der in Umschaltmomenten extrem stark ist.“ Melunovic hatte deshalb Gräff als linken Schienenspieler aufgeboten. Seinen Platz im Mittelfeld nahm Routinier Konstantin Ludwig ein, für den gesperrten Top-Goalgetter Mahdi Mehnatgir begann Marlon Pira an der Seite von „JP“ Houngbedji in der Offensive.

Seifiges Geläuf behindert den Spielfluss

Dafür, dass beide Mannschaften ein Zeitlang brauchten, um zu ihrem Spiel zu finden, hatte der etwas seifige Platz gesorgt. Vor allem die Grün-Weißen legten dabei in der Anfangsphase immer wieder Rutschpartien hin. Die ersten vier Torabschlüsse gelangen demzufolge dem Heimteam. Dann die 27. Minute. Gräff dribbelte sich mit hohem Tempo von der linken Außenbahn in die Mitte, schloss mit einem präzisen Ball durch die Beine eines Abwehrspielers ins lange Eck ab. Torwart Luca Layes war dabei die Sicht versperrt.

„Dass wir mit der ersten guten Aktion gleich in Führung gehen konnten, hat uns natürlich in die Karten gespielt“, so der Trainer. Weniger gut war dann, dass es Houngbedji und Pira nicht gelang, das Spielgerät bei zwei laut Melunovic „hundertprozentigen Chancen“ erneut ins Netz zu befördern. Fast geschafft hätte das Joshua Iten, der als einziger Sechser vor der Abwehr agierte. Nach einer gelungenen Kombination hatte sich der 29-Jährige kurz vor dem Halbzeitpfiff ein Herz gefasst und aus 18 Metern abgezogen. Allerdings: Der Schuss geriet wenige Zentimeter zu hoch, klatschte an die Latte.

Nach Wiederbeginn passierte nicht mehr viel. Die Elf von der Waldstraße blieb souverän und zeigte, was möglich gewesen wäre, hätte die Defensivabteilung speziell im Zentrum im gesamten Saisonverlauf zusammenspielen können. Das Bollwerk mit Daniel Braun, Justin Padberg, Tobias Lauterbach, Juric im Tor und Iten im zentralen Mittelfeld sorgte für komplette Stabilität. Umso mehr, wenn dann mit Gräff und Philipp auch noch die Außenbahnen sicher sind.

Melunovic blickte deshalb nach einer komplett fairen Begegnung zurück nach vorn. „Die Mannschaft hat alles gegeben. Ich freue mich für die Jungs, denn sie haben ohne Ausnahme wirklich eine souveräne Leistung gezeigt.“ So, wie zu Saisonbeginn, als die Alemannia in den ersten soeben Spieltagen lediglich zwei Gegentreffer zugelassen hatte. Dann hatten drei Gegentreffer in 15 Minuten bei Klassenprimus TuS Mechtersheim nach eigener 2:0-Führung eine zweite Saisonphase eingeläutet. Dennoch. „33 Punkte in diesem Halbjahr sind eine gute Bilanz“, so der Coach. Weiter geht es für die Alemannia mit dem Nachholspiel gegen die TuS Marienborn am 22. Februar.

Alemannia: Juric – Gänz, Padberg, Braun, Lauterbach, Gräff – Ludwig (74. Gürel), Iten, Grünewald – Houngbedji (83. Fakas), Pira (88. Goncalves)



Aufrufe: 030.11.2025, 20:06 Uhr
Jochen WernerAutor