
Der Zweitligist SSV Ulm 1846 hat bekannt gegeben, dass Stürmer Niklas Castelle den Verein mit sofortiger Wirkung verlässt und bis zum Saisonende auf Leihbasis für Alemannia Aachen in der 3. Liga auflaufen wird. Der 22-Jährige, der im Sommer vom FC Schalke 04 II zu den Spatzen gewechselt war, sucht in Aachen die dringend benötigte Spielpraxis, die ihm in der Hinrunde der 2. Bundesliga nur begrenzt vergönnt war.
Castelle, der sich bereits im Teamhotel des SSV Ulm im Trainingslager in Belek befand, verließ dieses noch am Donnerstagabend, als alle Parteien den Wechsel besiegelten. Alemannia Aachen bestätigte, dass Castelle umgehend ins Teamhotel (ebenfalls in Belek) der Schwarz-Gelben wechselte und ab sofort an den Trainingseinheiten teilnehmen wird.
In seiner Zeit beim SSV Ulm kam der dynamische Offensivspieler in vier Pflichtspielen zum Einsatz, allerdings stets als Joker ohne Startelfeinsatz. „Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, Niklas für die nächsten Monate auszuleihen, da wir von ihm überzeugt sind. Allerdings benötigt er nun Spielpraxis für seine Weiterentwicklung, und wir hoffen, dass er diese bei Alemannia Aachen bekommen wird“, erklärte SSV-Geschäftsführer Markus Thiele. „Niklas hat sich schnell bei uns integriert und jederzeit vollen Einsatz gezeigt. Wir wünschen ihm viel Erfolg und freuen uns, wenn er im Sommer wieder zurückkehren wird.“
Für die Alemannia ist Castelle eine willkommene Verstärkung in der Offensive. Der 22-Jährige bringt Erfahrung aus der Regionalliga West mit, wo er für die U23 des FC Schalke 04 in 63 Spielen auf 16 Tore und 16 Vorlagen kam. Zudem absolvierte er bereits einen Einsatz in der 2. Bundesliga für die Profis der Knappen. Sascha Eller, Geschäftsführer und Sportdirektor von Alemannia Aachen, zeigte sich optimistisch: „Mit Niklas gewinnen wir für die Rückrunde einen dynamischen und spielstarken Stürmer, der unsere Offensive gut verstärken wird. Wir sind überzeugt, dass er mit seiner Qualität ein wichtiger Faktor für unsere Ziele werden kann.“
Castelle selbst betonte, dass der Wechsel nach Aachen für ihn eine Chance darstellt, sich auf höherem Niveau zu beweisen: „Ich bin Fußballer, der Fußball spielen möchte. In der Hinrunde bei Ulm bin ich aber noch nicht zu den erhofften Einsatzzeiten gekommen. Jetzt in der Rückrunde für Alemannia Aachen zu spielen, ist für mich kein wirklicher Schritt zurück, sondern eine sehr gute Möglichkeit, bei einem großen Verein in einer starken 3. Liga wertvolle Spielpraxis zu sammeln.“
Während der SSV Ulm 1846 darauf setzt, dass Castelle in Aachen Spielpraxis sammelt und gestärkt zurückkehrt, sieht die Alemannia im jungen Stürmer eine wichtige Verstärkung für die Offensive. Die Leihe zeigt, wie wichtig beiden Vereinen die Weiterentwicklung von Talenten ist. Castelle selbst ist motiviert: „Ich werde sofort Gas geben, um der Alemannia bei ihren Zielen in der Rückrunde zu helfen.“