2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Niesky fordert den Primus – Kellerduell in Bannewitz

Überblick über den 21. Spieltag in der Sachsenklasse Ost.

von red · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Franziska Liebig

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Die Sachsenklasse Ost steuert am 21. Spieltag auf einen dramatischen Höhepunkt zu. Während der FSV 1990 Neusalza-Spremberg nach dem überzeugenden Sieg im Spitzenspiel weiterhin mit breiter Brust von der Tabellenspitze grüßt, wartet nun eine der kniffligsten Aufgaben der gesamten Saison. Das Gastspiel beim Tabellendritten in Niesky könnte die Vorentscheidung im Kampf um den ersten Platz bringen oder die Verfolger noch einmal auf Schlagdistanz heranführen. Doch die Emotionen kochen nicht nur an der Spitze hoch. Im Tabellenkeller ist die Lage für die Aufsteiger prekär. Für Teams wie Zschachwitz oder Bannewitz zählt ab sofort jeder einzelne Grashalm, der umgepflügt wird.

In Hoyerswerda ist Wiedergutmachung das Gebot der Stunde. Nach drei Spielen ohne Sieg will die Mannschaft von Platz vier zurück in die Erfolgsspur finden. Die Formkurve zeigte zuletzt leicht nach unten, doch gegen die SG Dresden Striesen bietet sich die Chance zur Korrektur. Striesen reist als Tabellenachter an und hat selbst einen deutlichen Sieg gegen Bannewitz im Gepäck. Es ist das Duell zweier Teams, die den Anschluss an die absolute Spitzengruppe nicht vollends verlieren wollen. Für die Gäste aus der Landeshauptstadt geht es vor allem darum, die stabile Defensive der Heimelf zu knacken und selber wenig zuzulassen.

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Das absolute Topspiel des Wochenendes steigt in Niesky. Der Tabellendritte empfängt den souveränen Spitzenreiter. Niesky geht mit der Niederlage gegen den FSV Oderwitz in diese Partie und will den Elf-Punkte-Rückstand auf Neusalza-Spremberg zumindest optisch verkürzen. Für den FSV ist es die Reifeprüfung schlechthin. Mit 46 Punkten thront man an der Spitze und hat die beste Offensive der Liga im Rücken. Sollte der Primus auch hier bestehen, machen sie einen guten Schritt Richtung Meisterschaft. Die Atmosphäre wird elektrisierend sein, wenn die geballte Offensivkraft des Tabellenführers auf die heimstarken Nieskyer trifft, die ihre letzte theoretische Chance auf den großen Wurf wahren wollen.

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Nach dem Debakel und neun Gegentoren gegen den Post SV Dresden steht der Aufsteiger aus Zschachwitz vor den Trümmern seiner Defensive. Auf dem 15. Tabellenplatz liegend, ist die Verzweiflung beinahe greifbar. Die SG Weixdorf reist nach dem torlosen Unentschieden gegen Bannewitz als Tabellenzehnter an. Für Zschachwitz ist dieses Heimspiel ein Charaktertest. Es geht nicht mehr nur um Punkte, sondern um die Ehre und das Signal an die Konkurrenz, dass man sich im Abstiegskampf noch nicht aufgegeben hat. Weixdorf hingegen benötigt einen Dreier, um nicht selbst noch einmal tief in den Sumpf der unteren Plätze hineingezogen zu werden.

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Unterschiedlicher könnte die Gemütslage kaum sein. Der Radeberger SV rangiert auf dem sechsten Platz, musste aber zuletzt eine knappe 3:4-Niederlage gegen Oderwitz hinnehmen. Ganz anders die Gäste vom Post SV Dresden. Der 9:2-Kantersieg am letzten Spieltag hat eine Euphorie entfacht, die den Tabellen-13. nun beflügeln soll. Die Post-Elf hat bewiesen, zu welcher Offensivgewalt sie fähig ist. In Radeberg wartet jedoch ein anderes Kaliber. Die Heimelf wird alles daran setzen, die Niederlage des letzten Spiels vergessen zu machen und den fünften Heimsieg der Saison einzufahren. Es ist ein Spiel zwischen etablierter Kraft und neu gewonnener Leidenschaft.

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Ein echtes Verfolgerduell erwartet die Zuschauer in Radebeul. Der Siebte empfängt den Fünften. Beide Mannschaften konnten ihre Partien am 20. Spieltag gewinnen und strotzen vor Selbstvertrauen. Radebeul besticht durch eine kompakte Spielweise, während Dohna mit 44 erzielten Treffern immer für Torgefahr gut ist. Nur ein Punkt trennt diese beiden Teams in der Tabelle. Es geht um die Vorherrschaft im gesicherten Mittelfeld mit Blickrichtung nach oben. Wer hier gewinnt, kann sich dauerhaft in der oberen Tabellenhälfte festsetzen und den Druck auf Hoyerswerda erhöhen.

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Der Aufsteiger aus Deutschbaselitz steht vor einer Herkulesaufgabe. Als Tabellenneunter empfängt man den Tabellenzweiten aus Oderwitz. Die Gäste haben nach dem dramatischen Sieg gegen Radeberg weiterhin die Spitze im Blick und dürfen sich bei vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer keinen Patzer erlauben. Deutschbaselitz hingegen muss nach der Niederlage in Dohna aufpassen, nicht in eine Negativspirale zu geraten. Die individuelle Qualität der Oderwitzer ist unbestritten, doch der Heimvorteil und die Leidenschaft des Aufsteigers könnten in dieser Partie die entscheidenden Faktoren sein, um den Favoriten zu ärgern.

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Für die Reserve aus Bischofswerda ist dieses Spiel fast schon eine Pflichtaufgabe. Nach zuletzt drei Remis und einer Niederlage ist die Mannschaft auf den elften Platz abgerutscht. Gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Görlitz muss ein Sieg her, um die drohende Abstiegszone auf Distanz zu halten. Mit lediglich acht Punkten auf der Habenseite ist die Rettung für Görlitz in weite Ferne gerückt. Dennoch wird die Truppe aus der Grenzstadt versuchen, den Favoriten ins Wanken zu bringen und den dritten Saisonsieg zu landen.

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Dieses Duell atmet den Geist des nackten Überlebenskampfes. Der Tabellenvierzehnte aus Bannewitz empfängt den Zwölften. Für den Aufsteiger aus Bannewitz ist die Lage ernst, die vergangene Niederlage war wieder ein Dämpfer. Wesenitztal hingegen reist mit zwei Siegen und einem Unentschieden aus den vergangenen drei Spielen an. Die Gäste haben sich durch diese Punkte etwas Luft verschafft, dürfen aber nicht nachlassen. Neun Punkte trennen beide Teams. Für Bannewitz ist es vielleicht eine der letzten Chancen, den Anschluss an das rettende Ufer herzustellen und eine Aufholjagd zu starten.