2026-03-13T07:45:35.464Z

Spielbericht

Niederrheinpokal: SC St. Tönis fiebert dem Halbfinale entgegen

Im Halbfinale soll das Pokalmärchen des SC St. Tönis gegen den FC Büderich noch nicht enden.

von RP / Uwe Worringer · Heute, 08:45 Uhr · 0 Leser
Der SC St. Tönis will ins Finale des Niederrheinpokals.
Der SC St. Tönis will ins Finale des Niederrheinpokals. – Foto: Jens Terhardt

Der Oberligist SC St. Tönis trifft am Mittwoch im Halbfinale des Niederrheinpokals auf den Ligakonkurrenten FC Büderich. Schon das Erreichen der Vorschlussrunde ist historisch. Doch sie soll nicht das Ende des Wegs sein. Denn die mögliche DFB-Pokal-Teilnahme spornt noch einmal an.

Sie haben beim SC St. Tönis lange darauf hingefiebert. Und am Mittwochabend ist es nun endlich so weit. Im Halbfinale des Niederrheinpokals hat das Team von Trainer Bekim Kastrati vor heimischem Publikum die große Chance, auch beim Finale dabei zu sein. Schon das erstmalige Erreichen des Halbfinals ist für den Sportclub ein Erfolg, der in die Historie des Vereins eingeht. Der Finaleinzug würde dem ganzen die Krone aufsetzen – zumal das Endspiel am bundesweiten Finaltag der Amateure am Pfingstsamstag vom Westdeutschen Rundfunk übertragen wird.

DFB-Pokal greifbar nahe

Geht man einen kühnen Schritt weiter, winkt auch der Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals. Zu dieser Belohnung führen derweil zwei Wege. Ein Endspielsieg würde die Teilnahme ebenso garantieren wie eine Finalniederlage, wenn der Gegner dort MSV Duisburg hieße. Darüber hinaus müssten die Meidericher ihre Drittliga-Saison unter den ersten vier Teams beenden. Dann wären sie über die Liga für die erste Pokalrunde gesetzt. Aktuell liegt der MSV im engen Aufstiegsrennen auf Platz drei.

Liga-Bilanz gegen Büderich spricht für den Sportclub

Unterdessen bedeutetet auch für den Tönis-Gegner FC Büderich das Halbfinale Historisches. Der von Torsten Schedler und Sebastian Siebenbach trainierte Oberliga-Zwölfte schaltete im Viertelfinale durch ein Tor von Jannik Schulte den Regionalligisten Wuppertaler SV in der Nachspielzeit aus. Die Ligabilanz gegen die Meerbuscher spricht für den Sportclub, der die vergangenen vier Duelle für sich entschied. Im Hinspiel dieser Saison gewann der SC durch zwei späte Tore von Julian Suaterna-Florez und Maximilian Pohlig mit 4:3. Die Erfolge in der Meisterschaft seien das Eine, sagt Kastrati: „Das wird ein ganz anderes Spiel. Das ist Pokal.“

Die Vorfreude ist auf jeden Fall riesig. „Der ganze Verein kann sich darauf freuen. Für uns ist das eine tolle Erfolgsstory, wenn man bedenkt, wo wir in den vergangenen Jahren standen und welche Entwicklung wir genommen haben. Dafür stehe ich nicht alleine. Das war Teamarbeit bis hin zu den Betreuern.“ Nach dem deutlichen 4:1-Sieg beim ETB Essen sahen sich Trainer und Mannschaft am Dienstagabend wieder. Eine besondere Vorbereitung gab es nicht. „Sie ist die gleiche, wie vor jedem Spiel“, so Kastrati, der personell nach wie vor aus dem Vollen schöpfen kann. Zwar musste der eine oder andere Akteur in Essen angeschlagen den Platz verlassen, doch die Rückmeldungen aus der Mannschaft gaben keinen Anlass, einen Ausfall zu befürchten.

Dass der SC wenige Tage vor dem Pokalspiel am Uhlenkrug eine überzeugende Leistung ablieferte, spricht für eine gute Verfassung zum richtigen Zeitpunkt. „Der Sieg hilft sicher“, so Kastrati, „aber es ist ein K.o.-Spiel und es wird absolut wichtig sein, dass wir den absoluten Fokus auf dieses Spiel richten. Wir haben auf dem Weg einiges geleistet. Und das große Ziel ist jetzt, das Finale zu erreichen.“ Die Abendkasse öffnet um 18 Uhr. Spielbeginn an der Gelderner Straße ist um 19.30 Uhr.