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Niederrheinpokal: Furioser SC St. Tönis zieht ins Halbfinale ein

Das dritte Niederrheinpokal-Viertelfinale hat zwischen dem SC St. Tönis und dem VfB Hilden stattgefunden. Der Halbfinalgegner für den FC Büderich ist jetzt gefunden.

von Linus Bien · 19.11.2025, 21:36 Uhr · 0 Leser
Packender Pokalfight zwischen Tönis und Hilden
Packender Pokalfight zwischen Tönis und Hilden – Foto: Jens Terhardt

Der SC St. Tönis und der VfB Hilden haben im Niederrheinpokal-Viertelfinale den Halbfinalgegener für den FC Büderich ausgemacht. In einer außergewöhnliche ereignisreichen ersten Hälfte, inklusive Traumtor, konnte der VfB eine 3:2-Führung mit in die Kabine nehmen.

Ein hin und her mit Wahnsins-Tor

Die erste Hälfte dieser Partie lässt sich kaum besser zusammenfassen als: schlechtes Wetter – unterhaltsamer Fußball. Zu Beginn scheint St. Tönis noch mehr Spielanteile zu haben und bestätigt das auch durch einen verwandelten Foulelfmeter, den Mario Knops (22.) ins rechte Eck setzt – Yannic Lenze springt in die falsche Ecke. Das lässt den Gast aus Hilden allerdings kalt: Keine fünf Minuten später der Gegenschlag durch Mohamed Cissé (25.), der nach einer Slapstick-Einlage der Töniser Abwehr das Spielgerät über Umwege auf den Schlappen bekommt und trifft.

Die anschließende Großchance der in Gelb spielenden Heimmannschaft bringt die Schwarz-Weißen überhaupt nicht aus der Ruhe. Nach einem Eckball landet der Ball im Rückraum, wo Etienne Feese (30.) direkt unter die Latte schweißt – Hilden dreht das Spiel. Das Comeback schien St. Tönis aus der Fassung zu bringen: vorerst keine gefährlichen Offensivaktionen mehr und keine aggressive Zweikampfführung.

Wie aus dem Nichts gleicht der Sportclub wieder aus – und wie! Julian Andres Suaterna will von der Sechzehnerkante abziehen, trifft aber nur den Gegenspieler. Der abgefälschte Ball landet bei Julio Torrens (43.), der das Spielgerät wie einen Strahl aus gut 25 Metern im Tor versenkt. Die Freude über den Wahnsinnsausgleich hält jedoch nicht lange, denn Cissé nimmt das Spielgerät an der Mittellinie mit, lupft auf Pascal Weber (45.+1), der vor Sell eiskalt bleibt. Zur Halbzeit steht es also 3:2 für die Gäste aus Hilden – unterm Strich verdient.

Tönis macht das Comeback perfekt

Die zweite Halbzeit beginnt vorerst ereignislos – der SC versucht, das Spiel zu kontrollieren, kommt aber nicht zu zwingenden Torchancen. Dann ist es aber doch soweit: Tyler Nkamanyi (66.) wird durch einen herausragenden Pass von Mario Knops in Szene gesetzt und schiebt die Kugel trocken ins Eck – 3:3-Ausgleich.

Dann entwickelt sich das Spiel zu einem echten Pokalfight. Beide Teams sind voll drin im Spiel, was sich auch in der Zweikampfführung deutlich zeigt. In der Crunchtime wird es dann nochmal interessant: Das Spiel geht hin und her, bis Nkamanyi (86.) gegen drei Hildener auf die Reise geschickt wird. Der Tönis-Stürmer schlägt einen Haken und verschafft sich so Platz. Im Fallen trifft er aus gut 16 Metern ins Eck – keine Chance für den sonst so überragenden Lenze im Kasten des VfB.

Der Sportclub aus St. Tönis kann das Comeback des VfB vergessen machen und zieht in einem furiosen Pokal-Viertelfinale ins Halbfinale ein. Erst im kommenden Jahr ist dann der FC Büderich zu Gast. Die Hoffnung aufs große Finale und die damit verbundene Chance auf den DFB-Pokal lebt also weiter für St. Tönis.