2026-02-20T12:29:42.904Z

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Niederrheinpokal: Bocholt wirft RWO in Verlängerungs-Krimi raus

Niederrheinpokal: In der 110. Minute schoss Charles-Jesaja Herrmann das einzige Tor im letzten Viertelfinalspiel für den 1. FC Bocholt gegen Rot-Weiß Oberhausen. Damit wartet im Halbfinale nun der Drittligist MSV Duisburg.

von Sascha Köppen · Gestern, 22:22 Uhr · 0 Leser
Charles-Jesaja Herrmann Jubelt nach seinem Siegtor.
Charles-Jesaja Herrmann Jubelt nach seinem Siegtor. – Foto: IMAGO / Klumpen Sportfoto

Wenn sich zwei Regionalligisten im Viertelfinale des Niederrheinpokals gegenüberstehen, ist das schon besonders. Im letzten Spiel dieser Runde trafen am Donnerstagabend der 1. FC Bocholt und Rot-Weiß Oberhausen gegenüber. Zwar gingen die Oberhausener als Vierter als klarer Favorit gegen den Zwölften Bocholt ins Rennen, doch die Partie verlief mehr als spannend. Am Ende setzten sich die Bocholter mit 1:0 nach Verlängerung durch und dürfen sich nun im Halbfinale auf den MSV Duisburg freuen.

Kaum drei Minuten vergingen, ehe Seok-ju Hong die erste Großchance für die Gäste aus Oberhausen hatte, doch der Abschluss aus schwieriger Position ging neben den Kasten. Nur drei Minuten später hatten auch die Gastgeber ihre erste dicke Chance, als Arnold Budimbu nur ganz knapp scheiterte. Und es ging turbulent weiter. Für RWO scheiterte in der Folge Matona-Glody Ngyombo (8.), für den 1. FC Charles-Jesaja Herrmann gleich doppelt (13./16.). Die nächsten beiden Möglichkeiten gehörten wieder den Oberhausenern, durch Ngyombo und Eric Gueye (17./20.). Es blieb bis zur Pause ereignisreich, jedoch ohne Tore. Daran vermochten weder Marvin Lorch, Budimbu und Stipe Batarilo für die Bocholter etwas zu ändern, noch Hong oder Ngyombo für die Gäste. Chancen gab es auch beiden Seiten also, um das Spiel bereits zu entscheiden. Optisch waren die Gäste erwartbar überlegen.

Weniger Chancen nach der Pause

Nach der Pause war es Pierre Fassnacht, der für RWO die erste dicke Chance hatte, der Pass auf Gueye aber seine Adressaten nicht fand. Anders als vor dem Seitenwechsel waren danach Torraumszenen eher Mangelware. So kam bei RWO nach gut einer Stunde dann Moritz Stoppelkamp ins Spiel, und er sollte in der 74. Minute seine erste gute Möglichkeit bekommen. Bei einem Schuss aus der Distanz fehlte dabei gar nicht so viel zum Jubelschrei. In der Schlussphase der regulären Spielzeit kamen dann noch einmal die "Schwatten" durch Herrmann und Marlon Frey, ehe RWO in der 93. Minute die Verlängerung doch fast noch verhindert hätte, als Tim Krohn aus spitzem Winkel jedoch den Ball nicht unterbrachte.

Herrmann schießt den Siegtreffer für Bocholt

In der Verlängerung fiel dann auf, dass die Bocholter vielleicht etwas besser mit ihren Kräften gehaushaltet hatten. Die Gastgeber hatten plötzlich mehr vom Ball, und auch die Chancen spielte sich nun das Team von Trainer René Lewejohann heraus. Scheiterten in der ersten Verlängerungshälfte noch Cedric Euschen (93.) und Johannes Dörfler (105.), so machte es Charles -Jesaja Herrmann in der 110. Minute besser. Einen Ball von Dörfler, der eigentlich schon fest geklärt schien, landete beim entschlossenen Torschützen, der den Ball nach der Eroberung auch noch irgendwie über die Torlinie brachte. Nun mussten die Oberhausener natürlich kommen, und die Auswahl von Sebastian Gunkel hatte auch Chancen. Wieder war es zweimal Stoppelkamp, der sich versuchte, aber erneut erfolglos blieb (115./116.). In der Schlussminute gab es dann noch eine Rudelbildung, in deren Folge Oberhausens Krohn die Ampelkarte sah. In der Nachspielzeit der Verlängerung hatte Euschen dann noch das 2:0 auf dem Fuß, sah den besser postierten Herrmann nicht und verpasste die Chance. Danach rückte bei RWO bei einer Ecke sogar noch einmal Keeper Kevin Kratzsch mit auf, doch am knappen Sieg der Bocholter vermochte das nichts mehr zu ändern.