
Im Fußballverband Niederrhein (FVN) könnte es zur neuen Saison eine Reform geben: So stehen die Fußballkreise Remscheid und Solingen vor fortgeschrittenen Gesprächen über einer Zusammenlegung beider Gebiete. Das Ziel: die Fusion zum Fußballkreis Remscheid-Solingen ab Sommer 2025.
Wie das Solinger Tageblatt berichtet, führen die Fußballkreise am Mittwoch ein Gespräch mit dem Fußballverband Niederrhein, um über die Zusammenlegung zu sprechen. Bereits im Vorfeld haben Gespräche mit den Vereinen der beiden Kreise stattgefunden. Das Feedback soll dabei positiv sein, schließlich kommen die Kreise mit einer geplanten Fusion einer Zwangszusammenlegung zuvor.
Remscheid und Solingen verfügen jeweils über lediglich drei Kreisligen; in Remscheid gibt es sogar schon keine Kreisliga C mehr. Neben vieler Spielausfälle (in der Kreisliga C Solingen gibt es beispielsweise schon drei Rückzüge, die Kreisliga B in Remscheid bestehet aus 2x12 Mannschaften) sorgt die geringe Anzahl von teilnehmenden Mannschaften beispielsweise dafür, dass Solingen (zwei) und Remscheid (einen) die wenigsten Teilnehmer am Niederrheinpokal stellen. Generell gilt auch: Konkurrenz fördert den Wettbewerb und damit auch die Qualität der Ligen. Eine Zusammenlegung kann dabei insbesondere beim Aufstieg in die Bezirksliga helfen. Der Fußballkreis Moers hat als drittkleinster Kreis sogar fünf Ligen (Kreisliga B wird nach einer langen Hinrunde mit 20 Teilnehmern aufgeteilt), der Fußballkreis Essen verfügt als größer Kreis über acht Ligen.
Natürlich müssen die Verantwortlichen noch zahlreiche Fragen beantworten, auch deshalb dürften in naher Zukunft weitere Sitzungen mit dem Verband stattfinden. Hierbei geht natürlich um die erwähnten Themen rund um den Aufstieg und der Teilnahme am Verbandspokal, aber natürlich müssen auch grundsätzlich neue Strukturen geschaffen werden. Eine Fusion zu Remscheid-Solingen würde nämlich nicht nur die Senioren betreffen, natürlich gäbe es den Zusammenschluss auch ganzheitlich bei den Frauen und Junioren. So oder so, der Schritt ist der richtige. Lieber geplant als in naher Zukunft unter Zwang. Das wäre nämlich die logische Folge, die Entwicklung lässt hier keinen anderen Schluss zu.
