
Der VfL Osnabrück hat am ersten Adventssonntag eine klare 1:4-Niederlage beim SC Verl hinnehmen müssen. Trotz eines zwischenzeitlichen Anschlusstreffers durch David Kopacz entschieden zwei schnelle Tore von Jonas Arweiler in der zweiten Halbzeit das Duell zugunsten der Gastgeber.
Trainer Timo Schultz vertraute der gleichen Startelf wie beim 1:0-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt. Nur auf der Bank gab es Änderungen – Frederik Christensen rückte für den verletzten Ismail Badjie in den Kader.
Der VfL startete druckvoll und verzeichnete die ersten Gelegenheiten: Robin Meißner prüfte nach vier Minuten Philipp Schulze, kurz darauf scheiterte Lars Kehl per Kopf am Verler Schlussmann (10.). Doch mit der ersten echten Torchance schlug Verl zu. Alessio Besio zog von links nach innen und traf aus spitzem Winkel – Lukas Jonsson ließ den Ball unglücklich durchrutschen (15.). Nur vier Minuten später erhöhte Qualid Mhamdi nach einem Konter auf 2:0.
Osnabrück fand zwar wieder besser ins Spiel, blieb aber im Abschluss glücklos. Bjarke Jacobsen köpfte eine Ecke von Patrick Kammerbauer knapp vorbei (23.). Kurz vor der Pause hätte Berkan Taz das 3:0 erzielen können, scheiterte aber an Jonsson (41.). Mit einem 0:2-Rückstand ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel brachte Schultz Kai Pröger für Kevin Schumacher, um die Offensive zu beleben. Zunächst rettete Schulze gegen Meißner (53.), dann verkürzte der VfL durch David Kopacz, der einen Steilpass von Lars Kehl zum 1:2 verwertete (56.).
Doch die Hoffnung währte nur kurz: Der eingewechselte Jonas Arweiler sorgte binnen drei Minuten für die Entscheidung. Zuerst traf er nach Zuspiel von Besio präzise ins linke Eck (63.), dann ließ er Niklas Wiemann stehen und schlenzte den Ball sehenswert unter die Latte (66.). In der Schlussphase kontrollierte Verl das Geschehen und vergab durch Taz und Kijewski sogar weitere Chancen.
Der VfL kam nur noch einmal gefährlich zum Abschluss – Meißners Distanzschuss strich am Pfosten vorbei (90.). Nach Abpfiff blieb ein ernüchterndes Fazit: Der VfL musste die erste Auswärtsniederlage seit über drei Monaten hinnehmen.
Kapitän Jannik Müller, der nach seiner fünften Gelben Karte gegen Wehen Wiesbaden fehlen wird, zeigte sich selbstkritisch: „Wir waren zu offen, Verl hat unsere Fehler eiskalt bestraft.“
Trainer Timo Schultz sprach von „einem verdienten Sieg für einen sehr effizienten Gegner“ und kündigte an, „in dieser Woche an der Kompaktheit zu arbeiten“.
Am kommenden Samstag (14:00 Uhr) empfängt der VfL den SV Wehen Wiesbaden an der Bremer Brücke – ohne Müller, aber mit dem Ziel, sofort wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.