
Die Lage für den Fußball-Landesligisten TSV Eintracht Karlsfelder wird immer prekärer. In Rosenheim unterlagen die Karlsfelder 1:2.
Beim Tabellenführer lange gut mitgehalten, am Ende aber erneut leer ausgegangen: Der Fußball-Landesligist TSV Eintracht Karlsfeld steht nach der 1:2-Niederlage beim TSV 1860 Rosenheim weiter mit dem Rücken zur Wand.
„Rosenheim war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen“, sagte Trainer Florian Beutlhauser. „Aber wir haben uns wieder teuer verkauft.“ Drei Spiele bleiben noch, um den drohenden Abstieg aus der Landesliga Südost abzuwenden. Weil die Konkurrenz mitspielte, hat die Eintracht weiterhin den Klassenerhalt in eigener Hand.
Am Samstag in Rosenheim gehörte die erste Halbzeit klar den Gastgebern. Der Ligaprimus dominierte das Spielgeschehen, setzte die Eintracht früh unter Druck und ließ Ball und Gegner laufen. „Da waren sie uns in allen Belangen überlegen“, so Beutlhauser. Karlsfeld kam kaum zur Entlastung, hatte aber dennoch die große Chance zur Führung: Nach einer Ecke köpfte Roman Gertsmann frei aufs lange Eck, doch Rosenheims Keeper Jaro Gleißenberger parierte stark (13.).
Im direkten Gegenzug traf Liam Markulin den Pfosten. Wenig später belohnte sich Rosenheim mit dem 1:0. Die Karlsfelder bekamen den Ball nicht sauber geklärt, Zaeem Syed nahm aus rund 18 Metern Maß und traf flach ins Eck (18.). Die Gastgeber blieben überlegen, Karlsfeld schwamm phasenweise. Mit dem knappen Rückstand zur Pause waren die Gäste gut bedient. „Das hätte auch höher ausfallen können“, gab Beutlhauser zu.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst. Karlsfeld agierte mutiger, lief höher an und kam besser in die Zweikämpfe. „Die erste Viertelstunde war echt gut von uns“, sagte Beutlhauser. Die Eintracht hielt die Partie offen, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erarbeiten.
Mit zunehmender Spielzeit übernahm Tabellenführer Rosenheim wieder die Kontrolle – und schlug erneut zu. Nach einem Angriff über die linke Seite und einem Querpass musste Edon Xhelili aus kurzer Distanz nur noch einschieben (69.). Die Entscheidung?
Nein, denn Karlsfeld reagierte prompt. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß ging es über rechts nach vorne, die Flanke fand Gertsmann, der am zweiten Pfosten völlig frei zum 1:2 einköpfte (73.). Plötzlich war wieder was drin.
Die größte Chance in der Schlussphase hatte allerdings Rosenheim, als Markulin nach einem misslungenen Abstoß von Torwart di Salvo frei durch war, der Keeper seinen Fauxpas mit einer Glanzparade aber ausbügelte (76.). Karlsfeld wurde nicht mehr zwingend.
So stand am Ende die nächste knappe Niederlage. „Es ist die achte mit einem Tor Unterschied“, sagte Beutlhauser. Immerhin: Weil Garmisch-Partenkirchen parallel verlor, hat die Eintracht weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt. Am kommenden Wochenende kommt es zum direkten Duell – ein echtes Endspiel. Beutlhauser: „Wenn wir das gewinnen, ziehen wir vorbei, wenn nicht, wird es brutal schwer.“