2026-04-29T13:32:52.058Z

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Niederaula ärgert den Spitzenreiter – Aulatal stolpert ebenfalls

Nachholspiele der Gruppenliga Fulda

von red · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Foto Schwalm-Eder Amateurfussb

Die englische Woche in der Gruppenliga Fulda hat aus nordhessischer Sicht reichlich Gesprächsstoff geliefert. Der ESV Hönebach sorgte mit einem knappen Sieg gegen die SG Aulatal für die Überraschung, während die SG Niederaula/Kerspenhausen dem Tabellenführer SG Bronnzell ein Unentschieden abtrotzte und sogar lange an einem Sieg schnupperte. Die bereits abgestiegene SG Neuenstein zeigte gegen Schlüchtern eine deutliche Reaktion, wurde aber spät um den Lohn gebracht.

Coup knapp verpasst

Die SG Niederaula/Kerspenhausen hat ihre starke Form auch gegen den Spitzenreiter bestätigt. Beim 1:1 gegen die SG Bronnzell fehlten dem Aufsteiger nur wenige Minuten zu einem echten Ausrufezeichen. Dennis Jäger brachte die Gastgeber bereits nach 14 Minuten mit einem satten Distanzschuss aus rund 23 Metern in Führung, danach hatte Niederaula sogar Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen.

Bronnzell fand zwar ebenfalls zu Chancen, doch SGN-Keeper Sandro Eifert hielt seine Mannschaft mehrfach im Spiel. Nach der Pause nahm der Druck der Gastgeber etwas ab, was auch der hohen Belastung der vergangenen Wochen geschuldet war. Dennoch blieb Niederaula lange auf Kurs, ehe Marek Weber in der 81. Minute per Freistoß zum 1:1 traf.

Dass am Ende dennoch Enttäuschung mitschwang, zeigt, wie weit sich Niederaula inzwischen entwickelt hat. Vor einigen Wochen wäre ein Remis gegen den Tabellenführer wohl noch als klarer Erfolg verbucht worden. Nach dem Spielverlauf fühlte sich dieser Punkt nun eher nach einer verpassten Chance an. Mit 37 Punkten steht der Aufsteiger aber weiter sehr stabil im Tabellenmittelfeld.

Rückstand verschärft

Der größte Paukenschlag gelang dem ESV Hönebach. Gegen die SG Aulatal gewann die Mannschaft von Olaf Gabriel mit 1:0 und setzte damit das nächste Zeichen im späten Aufbäumen gegen den Abstieg. Schon nach zwei Minuten traf Marcel Katzmann zum Tor des Abends – ein früher Wirkungstreffer, von dem sich Aulatal nie entscheidend erholte.

Dabei hätte die Partie aus Sicht der Gäste durchaus noch kippen können. Aulatals Torhüter Fabian Lepper parierte gleich zwei Foulelfmeter, zunächst gegen Adrian Bohle kurz nach der Pause, später auch gegen Manuel Schmidt. Normalerweise hätte ein Keeper nach zwei gehaltenen Strafstößen alle Voraussetzungen für eine Heldengeschichte geschaffen. Doch weil die eigene Offensive kein Tor fand, blieb Lepper trotz seiner starken Leistung ohne Ertrag.

Für Aulatal ist die Niederlage doppelt bitter. Nach dem 3:2 gegen Spitzenreiter Bronnzell hätte der Tabellenzweite die Chance gehabt, den Rückstand auf Platz eins weiter zu verkürzen. Stattdessen verlor die Mannschaft von Martin Friedrich ausgerechnet beim Tabellenvorletzten und bleibt acht Punkte hinter Bronnzell. Für Hönebach dagegen war der Sieg ein wichtiger emotionaler Erfolg: Mit nun 20 Punkten schob sich der ESV weiter an Thalau vorbei und hält zumindest den sportlichen Widerstand hoch.

Reaktion gezeigt

Die SG Neuenstein hat nach dem 0:6 in Schlüchtern eine klare Antwort gegeben. Im direkten Wiedersehen mit der SG Schlüchtern erreichte die Mannschaft von Fabian Kallee ein 2:2 und war nur wenige Augenblicke von einem Achtungserfolg entfernt.

Zunächst gingen die Gäste durch einen direkt verwandelten Eckball von Sascha Rumpeltes in Führung. Nach dem Seitenwechsel zeigte Neuenstein dann Moral: Lukas Kolbe glich kurz nach Wiederbeginn aus, Dennis Galbas drehte die Partie in der 71. Minute sogar zugunsten der Gastgeber. Doch Jan Breitenberger, der schon im ersten Duell viermal getroffen hatte, rettete Schlüchtern in der 90. Minute noch den Punkt.

Für Neuenstein bleibt damit ein zwiespältiger Abend. Nach dem feststehenden Abstieg und der deutlichen Niederlage wenige Tage zuvor war die Leistung ein klares Zeichen von Charakter. Gleichzeitig verpasste das Schlusslicht den ersten Sieg nach dem Abstieg nur denkbar knapp. Die Gelb-Rote Karte gegen Andre Deneke in der Nachspielzeit passte zu einem Abend, an dem sich Neuenstein für viel Aufwand nur teilweise belohnte.