
Als das Thema der neuen Spielgemeinschaft akut wurde, war Peter Oswald sofort Feuer und Flamme. "Das hat mich als ehemaliger Spieler beider Vereine sehr interessant und ist auch der Grund, weshalb ich es gemacht habe", sagt der Trainer der SG Stebbach/Gemmingen, der dieses Amt gleichberechtigt mit seinem langjährigen Wegbegleiter und Kumpel Ricky Pross ausübt. Der Dritte im Bunde ist Agim Muharemi und kümmert sich um die bislang äußerst erfolgreiche zweite Mannschaft.
Die Ergebnisse der Ersten sind aber auch bemerkenswert. Extrem gutgetan hat dabei der zurückliegende 4:1-Sieg beim SC Siegelsbach, der nicht nur frisches Selbstvertrauen geliefert, sondern mit einem Schlag für eine deutlich bessere Tabellensituation gesorgt hat. "Es ist mal wieder an der Zeit gewesen, einen Dreier zu setzen", sagt Oswald und meint damit die drei sieglosen Partien zuvor. Die drei Zähler waren obendrein wichtig, da die neue Spielgemeinschaft laut ihrem Trainer, "so lange es geht oben dranbleiben will."
Die Begeisterung in und um Stebbach sowie Gemmingen haben das Trainerteam und die Spieler selbst entfacht. Oswald berichtet: "Zu Spitzenzeiten hatten wir 30 Mann im Training, das hat sich mittlerweile auf 22 eingependelt, wobei letztes Wochenende drei Urlauber und zwei Verletzte gefehlt haben." Ordentliche Zahlen also, die nahelegen, warum es für beide Mannschaften bislang recht erfolgreich läuft.
Daher überrascht es wenig, mit welcher Lust und Begeisterung Oswald und seine Trainerkollegen am Start sind. "Ich war jetzt über sieben Jahre komplett raus aus dem Geschäft", so der 49-Jährige, der bei der Mannschaft einen wichtigen Aspekt hervorhebt: "Die Truppe ist gespickt mit einigen Jungen, aber auch mit genügend Routiniers im besten Fußballeralter. Wir haben eine sehr positive Stimmung und jeder, egal aus welchem Verein, hängt sich rein und gibt Vollgas. Wir können einfach super mit den Jungs arbeiten."
Am Sonntag soll das im Heimspiel gegen die ebenfalls stark gestartete SG 2000 Eschelbach den Ausschlag für einen Sieg geben. Gekickt wird in Gemmingen, der SV-Sportplatz hat die Trockenheit des heißen Sommers deutlich besser verkraftet als die beiden Stebbacher Fußballplätze. Oswald sagt: "Das Bewässerungsverbot in Stebbach hat seine Spuren hinterlassen." Dann kann die Spielgemeinschaft ihre Gegner vorerst eben nur in Gemmingen "nass" machen.