Der 1. FC Saarbrücken konnte dem SC Verl nur im ersten Durchgang Paroli bieten. Mit dem Führungstreffer zogen die Gastgeber das Spiel auf ihre Seite und siegten mit 3:0.
Chefcoach Argirios Giannikis veränderte seine Startelf im Vergleich zur Partie gegen Regensburg nur auf einer Position. Civeja stand nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung und verdrängte Krahn im zentralen Mittelfeld.
Der FCS legte einen guten Start hin und beschäftigte Verl zunächst in der eigenen Hälfte. Die Gastgeber ließen aber keine ganz klare Möglichkeit zu. Bretschneider verbuchte nach einer Ecke den besten Abschluss aus der zweiten Reihe. Keeper Schulze wehrte jedoch sicher zur Seite ab (9.).
Nach und nach übernahm Verl die Spielkontrolle, jedoch auch ohne dicke Chance. Taz zog aus 17 Metern vorbei (14.). Gayret probierte sich aus knapp 30 Metern, sein Schuss tropfte abgefälscht an den Außenpfosten (16.). Mhamdis Versuch aus 20 Metern wurde zur Ecke geklärt (21.). Zudem zielte Besio am langen Eck vorbei (25.).
Diese Druckphase überstanden die Blau-Schwarzen schadlos und gestalteten die Partie in der Folge wieder etwas offener. Es fehlte aber die Präzision bei den Umschaltmomenten, weshalb keine weitere Chancen hinzukommen. Aber auch die Gastgeber brachten sich nicht mehr in Abschlussposition. Torlos ging es in die Kabinen.
Verl setzte im zweiten Durchgang direkt den ersten Höhepunkt. Eine Ecke wurde zu zentral abgewehrt. Besio lauerte am Strafraum, nahm mit der Brust an und zog aus 16 Metern ab. Menzel parierte klasse (50.). Aber die folgende Ecke brachte die Führung für Verl. Taz bediente Mhamdi flach am Sechzehnereck. Der nahm Maß und setzte den Ball zum 1:0 ins lange Eck (51.).
Beinahe wäre umgehend der Ausgleich geglückt. Multhaup kam nach einer Hereingabe von rechts nicht ganz hin, aber die Kugel tropfte zu Civeja. Aus 14 Metern geriet sein Schuss deutlich zu zentral und stellte Schulze nicht vor Probleme (55.).
Dann machte sich der FCS das Leben selbst noch schwerer. Menzel spielte sehr riskant auf Bormuth. Der wartete auf die Kugel, das nutzte Besio, ging dazwischen und stellte auf 2:0 (59.).
Giannikis reagierte dreifach. Baumann, Elongo-Yombo und Vasiliadis ersetzten Brünker, Caliskaner und Multhaup (66.).
Nach vorne lief nichts mehr zusammen, aber die Gastgeber machten es noch deutlicher. Mhamdi bediente Taz, der marschierte in den Strafraum, ging zwar zu Boden, legte im Sitzen aber auf Mhamdi ab, der sich nicht zweimal Bitten ließ und auf 3:0 stellte (80.).
Für die letzten Minuten kamen noch Fahrner und Krahn für Rizzuto und Sontheimer(87.), aber das änderte nichts mehr am Ausgang des Spiels.
FCS-Trainer Argirios Giannikis meinte nach dem Spiel: "In der ersten Halbzeit haben wir es mannschaftstaktisch ganz gut gespielt. Allerdings hatten wir zu tief verteidigt. Wir haben zwei gefährliche Situationen vor dem Tor und zwei Weitschüsse zugelassen. Aber wir hatten auch sieben oder acht Tormöglichkeiten. Da wäre mehr möglich gewesen. Dann kassieren wir nach einem kurzen Eckball, bei dem wir zu langsam rausrücken, das 2:0 und dann schenken wir die Tore her. Wir müssen es schnell abhaken, es geht um den Klassenerhalt, wir sind nicht so weit wie Verl. Wir müssen uns schnell schütteln. Die Enttäuschung ist groß, da muss man verstehen, dass die Spieler nach dem Spiel gleich in die Kabine wollen. Die Saison ist nicht auf dem Niveau wie man es erwartet hat. Wir haben Erwartungen, aber es ist schwer, hier zu bestehen. Wir haben die Tore nicht durch ihre Qualität kassiert. Wir haben bei einer Spitzenmannschaft verloren, wir sind aber selbst keine Spitzenmannschaft. Wir müssen alle eingestehen, dass wir oben nichts verloren haben, wir müssen schnell die Klasse halten und dafür Punkte holen.
SC-Trainer Tobias Strobl meinte: "Wir kommen gleich mal schlecht rein, verteidigen aber die erste Ecke und wurden dann immer besser. Wir wollten dann geduldiger werden, wir wollten nicht unkonzentriert werden. Wir fangen die zweite Hälfte mit einem Traumtor an, wir sind froh dass wir gegen einen starken Gegner gewonnen haben".
Für den 1. FC Saarbrücken gibt es nun eine längere Pause, am Mittwoch, 1. April steht dann das Saarlandpokal-Viertelfinale gegen den FC Kandil Saarbrücken an. Die Begegnung wird im Püttlinger Stadtteil Köllerbach (Kunstrasen Köllertalstr.) ausgetragen und beginnt um 19 Uhr.
Der SC Verl bestreitet bereits am Mittwoch ein Spiel um den Westfalenpokal, dann kommt Türkspor Dortmund um 19 uhr in die Sportclub Arena an der Sender Str.