
Am drittletzten Spieltag sind fast alle Entscheidungen in der Bayernliga Süd gefallen. Der TSV Kottern ist nach der 1:2-Niederlage beim Schlusslicht Türkgücü München sicher in der Abstiegsrelegation und teilt dieses Schicksal mit dem FC Sturm Hauzenberg. Als zweiter Absteiger neben Türkgücü München steht Türkspor Augsburg durch die 0:3-Niederlage beim SV Schalding-Heining fest. Auch der Direktaufstieg des TSV Landsberg ist definitiv besiegelt, was daran liegt, dass 1860 München in der 3. Liga nicht mehr ins Aufstiegsrennen eingreifen kann und damit die Löwen-Reserve nicht in die Regionalliga aufstiegen kann. So konzentriert sich das Geschen im Saisonfinale einzig darauf, wer aus dem Trio SV Kirchanschöring, SV Erlbach und FC Pipinsried die Aufstiegsspiele zur Regionalliga bestreiten darf. Alle anderen Teams haben auf die Zulassung für das bayerische Oberhaus verzichtet.
Mit der 0:3-Niederlage beim SV Schalding-Heining ist Türkspor Augsburg endgültig aus der Bayernliga abgestiegen. Kein Sieg im Jahr 2026 und eine desaströse Form führen dazu, dass die Mannschaft nach sieben Jahren wieder zurück in die Landesliga muss.
Schon im Januar hatte Trainer Servet Bozdag die mangelnde Qualität im Kader angesprochen. Das bestätigte sich auch am Passauer Stadtrand, obwohl Türkspor zur Pause noch ein 0:0 hilet. Dann aber kam wieder alles zusammen. Manuel Mörtlbauer eröffnete den Torreigen, nach dem Platzverweis für Ruvjed Perovic wegen einer Unsportlichkeit legten die Schaldinger in Überzahl sofort nach. Patrick Drofa und Fabian Schnabel schraubten das Ergebnis auf 3:0. Türkspor droht nun ein großer personeller Umbruch, mehrere Spieler wollen den Verein verlassen und auch die Zukunft von Trainer Bozdag ist offen. (fka)
Schiedsrichter: Yannick Eberhardt (München) - Zuschauer: 422
Tore: 1:0 Manuel Mörtlbauer (50.), 2:0 Patrick Drofa (65.), 3:0 Fabian Schnabel (74.)
Rote Karte: Ruvjed Perovic (61./Türkspor Augsburg)
„Für den Abstiegskampf war das zu ungenügend. In der zweiten Hälfte war es etwas besser, aber insgesamt haben wir viel zu wenig investiert. Einsatz und Leidenschaft haben komplett gefehlt – so war ein Sieg auf keinen Fall möglich“, lautete das ernüchternde Fazit von Trainer Andreas Maier nach der 1:2-Niederlage seines TSV Kottern beim zuvor seit September sieglosen Absteiger Türkgücü München.
Auch die Münchner zeigten wenig Bayernligafußball, aber nach einem Freistoß ging Türkgücü kurz vor der Pause durch Mert Sahin in Führung. Nur fünf Minuten später bekamen die Münchner einen Handelfmeter zugesprochen, den Sahin zum 2:0 verwandelte. In der zweiten Hälfte keimte kurz Hoffnung bei Kottern auf, als Achim Speiser eine Hereingabe zum Anschlusstreffer verwertete. Aber das Tor förderte nicht die Kreativität der Allgäuer. Zwar kamen einige Vorstöße in die gegnerische Hälfte zustande, aber die Abschlüsse waren wenig gefährlich. Bezeichnend waren auch der verschossene Foulelfmeter in der Schlussphase von Matthias Jocham zum möglichen Ausgleich und die gelb-rote Karte in der Nachspielzeit für Christopher Duchardt wegen Meckerns. (beß)
Schiedsrichter: Stefan Treiber (Neuburg/Donau) - Zuschauer: 75
Tore: 1:0 Mert Sahin (39.), 2:0 Mert Sahin (44./Foulelfmeter), 2:1 Achim Speiser (49.)
Gelb-Rot: Christopher Duchardt (90.+2/TSV Kottern)
Bes. Vorkommnis:: Matthias Jocham (TSV Kottern) verschießt Foulelfmeter (90.).
Nach dem Matchwinner brauchte niemand lange zu suchen. Ilkan Atak sorgte mit seinem Dreierpack für den 3:1-Sieg des FC Ismaning gegen den TSV Nördlingen. Womit sich der FCI den Klassenerhalt auch rechnerisch sicherte.
Beim 1:0 stand Atak goldrichtig, nachdem TSV-Keeper Daniel Martin einen strammen Schuss von Altin Maxhuni nur noch vorne abwehren konnte – 1:0. In der zweiten Halbzeit war der Unterhaltungswert recht hoch. Der gerade eingewechselte Jan Mielich verursachte mit seiner ersten Aktion einen Elfmeter. Den Strafstoß zimmerte Atak mit vollem Risiko in den Torgiebel. Beim 3:0 lief Atak allein auf Torwart Martin zu. Erst in der Schlussminute gelang Mario Taglieber mit einem unhaltbaren 18-Meter-Schuss nach Zuspiel von Simon Gruber noch eine Resultatsverbesserung. (jais) Lokalsport RN
Schiedsrichter: Alexander Petzke (Surheim) - Zuschauer: 135
Tore: 1:0 Ilkan Atak (37.), 2:0 Ilkan Atak (68./Foulelfmeter), 3:0 Ilkan Atak (74.), 3:1 Mario Taglieber (90.)
Der FC Pipinsried kommt zum Saisonende hin immer besser in Schwung, das 3:1 gegen den FC Deisenhofen war bereits der fünfte Sieg in den vergangenen sechs Partien. Wobei die Gelb-Blauen sogar das Handicap wegsteckten, dass Mario Götzendörfer zu Beginn der zweiten Halbzeit mit der Ampelkarte vorzeitig vom Platz musste. In Unterzahl gelangen den Pipinsriedern dann sogar die entscheidenden Treffer.
Zunächst sah es aber nicht nach einem FCP-Erfolg aus, Deisenhofen war besser in die Partie und kam durch Niclas Groß zum Führungstreffer. Ein Lichtblick war das 1:1 durch Nenad Petkovic, ansonsten lief beim Team von Trainer Roman Langer nicht viel. In Unterzahl zog Langer seine Joker - und die stachen. Der eingewechselte Jaroud Kanze bereitete zwei Treffer vor, die ebenfalls von der Bank gekommenen Benedikt Wiegert und Nico Karger vollendeten zum 3:1-Endstand.
Schiedsrichter: Maximilian Hafeneder (Holzkirchen) - Zuschauer: 227
Tore: 0:1 Niclas Groß (19.), 1:1 Nenad Petkovic (33.), 2:1 Benedikt Wiegert (75.), 3:1 Nico Karger (90.+6)
Gelb-Rot: Mario Götzendörfer (53./FC Pipinsried)