
Wenn der Tabellenführer den Vierten empfängt, ist Spannung garantiert – und genau das verspricht das Duell zwischen dem SV Union Lohne und der SG Freren am Sonntag um 14:30 Uhr im Stadion an der Jahnstraße. Es ist nicht nur ein Aufeinandertreffen zweier Spitzenteams, sondern auch ein Wiedersehen zweier Mannschaften, die bereits in der vergangenen Saison im direkten Duell um die Meisterschaft standen.
Für Union Lohne ist es die Rückkehr in den Wettkampfmodus. Nach dem witterungsbedingten Ausfall der Partie in Bad Bentheim nutzte die Mannschaft die vergangene Woche für intensive Trainingseinheiten. Entsprechend fokussiert geht das Team in das Heimspiel, in dem die Tabellenführung gefestigt werden soll.
Mit 42 Punkten aus 17 Spielen steht Lohne an der Spitze der Tabelle und stellt mit 52 Treffern zudem eine der gefährlichsten Offensiven der Liga. Der Vorsprung auf Verfolger ASV Altenlingen beträgt vier Punkte – ein weiterer Sieg würde die Position weiter stabilisieren.
Trainer Dennis Brode macht die Zielsetzung klar:
„Nach der intensiven Trainingswoche wollen wir mit einem Dreier unsere Spitzenposition weiter stabilisieren und am Ende mit einem verdammt starken Gegner ausbauen.“
Auch personell gibt es positive Nachrichten beim Tabellenführer. Mit Phil Stricker und möglicherweise auch Christoph Lake kehren zwei zuletzt verletzte Spieler zurück in den Kader und erweitern die Optionen.
Zudem könnte es zu einem besonderen Moment kommen: Neuzugang Louis Hebbelmann, kurzfristig von Eintracht Nordhorn verpflichtet, steht vor seinem möglichen Debüt vor heimischem Publikum. Der 27-jährige Mittelfeldspieler dürfte aller Voraussicht nach direkt eine Rolle spielen.
Doch mit der SG Freren reist ein Gegner an, der sich keineswegs verstecken muss. Mit 35 Punkten aus 18 Spielen belegt das Team Rang vier und liegt damit in Schlagdistanz zur Spitzengruppe. Die Defensive gehört mit nur 20 Gegentoren zu den stabilsten der Liga – ein Faktor, der auch im Topspiel entscheidend werden könnte.
Trainer Florian Hoff sieht die Herausforderung klar, aber keineswegs aussichtslos:
„Sonntag erwartet uns auswärts natürlich eine richtig anspruchsvolle Aufgabe. Sie stehen nicht ohne Grund ganz oben und haben vor allem offensiv enorme Qualität.“
Gleichzeitig setzt er auf die eigenen Stärken:
„Wir wissen aber auch, was uns stark macht. Wir wollen über unsere gute Defensive ins Spiel finden. Kompakt stehen, wenig zulassen und als Team geschlossen arbeiten.“
Dabei geht es für Freren nicht nur ums Verteidigen. Hoff betont, dass seine Mannschaft aktiv am Spiel teilnehmen will:
„Gleichzeitig wollen wir uns nicht nur hinten reinstellen, sondern auch unsere eigenen Momente nach vorne nutzen. Gerade aus einer stabilen Ordnung heraus können wir sicherlich die richtigen Nadelstiche setzen.“
„Wir fahren nicht nach Lohne, um nur zu reagieren, sondern wollen dem Spiel auch unsere eigene Note geben.“
Das Duell verspricht auch aufgrund der tabellarischen Konstellation besondere Brisanz:
Union Lohne führt die Liga mit 42 Punkten an, während die SG Freren als Vierter mit 35 Punkten im erweiterten Verfolgerfeld liegt. Ein Sieg der Gastgeber würde die Spitzenposition weiter festigen, während Freren mit einem Erfolg den Abstand deutlich verkürzen könnte.
Bereits im vergangenen Jahr lockte dieses Duell über 1.000 Zuschauer ins Stadion an der Jahnstraße. Auch diesmal sind die Voraussetzungen gegeben, dass sich zahlreiche Zuschauer einfinden – nicht zuletzt wegen der sportlichen Bedeutung der Partie.
Es ist ein Spiel, das vieles in sich vereint: Tabellenführer gegen Verfolger, Offensivstärke gegen Defensivstabilität, Favorit gegen Herausforderer. Während Union Lohne seine Position an der Spitze behaupten will, reist die SG Freren mit dem klaren Ziel an, dem Ligaprimus Paroli zu bieten.
Florian Hoff bringt die Hoffnung der Gäste abschließend auf den Punkt:
„Wenn wir das auf den Platz bringen, bin ich überzeugt, dass wir auch auswärts beim Tabellenführer unsere Chancen haben und etwas Zählbares mitnehmen werden.“