2026-06-03T09:07:03.210Z

Allgemeines

Neuwerk hat den Aufstieg in der eigenen Hand

Die Sportfreunde Neuwerk sind Tabellenzweiter und brauchen nur einen Sieg, um Spitzenreiter OSV Meerbusch zu überholen. Doch Meerbusch kennt die Relegation – und scheiterte dort zuletzt. Ob es diesmal anders läuft?

von RP/ Werner Fuck · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
Behält Neuwerk die Nase vorn?
Behält Neuwerk die Nase vorn? – Foto: Markus Verwimp

Sportfreunde Neuwerk oder OSV Meerbusch? Beziehungsweise die Zweite des SC Union Nettetal oder der 1. FC Viersen? Nur noch diese beiden Fragen stehen im Blickpunkt des letzten Spieltags in der Bezirksliga, Gruppe 3. Aber der Reihe nach: Die Neuwerker sind Tabellenzweiter, können aber, wenn sie beim 1. FC Viersen ihren siebten Sieg in Folge landen, den Spitzenreiter OSV Meerbusch, der spielfrei hat und dem Geschehen nur zusehen kann, überflügeln und direkt aufsteigen. Vor allem die Defensive des Neuwerker Teams von Trainer Erdogan Karaca ist eine Bank.

Die Meerbuscher müssten dann, wie in der vorigen Spielzeit, in die Aufstiegsrelegation, wo sie damals bekanntlich scheiterten (ein Unentschieden, eine Niederlage). Wäre es aktuell erneut der Fall, hießen die Gegner MSV Düsseldorf oder Duisburger FV, Mülheimer SV bzw. SV Genc Osman Duisburg – die drei letzten alle aus der Gruppe 5. Vor allem die Düsseldorfer, ganz lange Tabellenführer in der Gruppe 1, aber kürzlich von Verfolger TSV Eller 04 Düsseldorf im Gipfeltreffen vor fast 700 Zuschauern noch abgefangen, stehen hoch im Kurs. Ihr bekanntester Spieler unter vielen ist Sinan Kurt. In der langen und mittlerweile fast unübersichtlichen Vita des 29-Jährigen steht auch ein Einsatz für den FC Bayern München zu Buche. Die Relegation beginnt am 10. Juni, wobei der OSV da dann spielfrei hätte.

Nettetal mit Vorteilen

Die Viersener rangieren tabellarisch noch vor der Nettetaler Reserve auf dem Nichtabstiegsrelegationsplatz. Und das deshalb, weil sie bei gleicher Pluspunktezahl beiderseits minus 27 Tore aufweisen, aber der 1. FC mehr Treffer erzielt hat. Aber der Schein trügt, denn die Tabelle kann nicht auswerfen, wer den besseren Vergleich hat – und der spricht für die Nettetaler (2:2 und 4:1). Selbst wenn den Viersener um ihren Abwehrroutinier Lazaros Iliadis gegen Neuwerk die Überraschung gelänge, spricht alles dafür, dass es dennoch nicht reichen würde.

Die Unionisten, die seit dem Dienstantritt von Trainer David Sarzetta am 1. März kein Heimspiel mehr verloren haben, stehen nämlich mit der Partie gegen Absteiger Türkiyemspor Mönchengladbach eine Aufgabe ins Haus – der weist aktuell eine Bilanz von vier Siegen, vier Remis und 23 Niederlagen, bei einem Torverhältnis von 39:83, auf, die allemal zu schaffen sein müsste. „Ich habe alles an Bord. Wir sind Favorit und wollen unsere Serie fortsetzen“, gibt der 38-Jährige diesbezüglich zu Protokoll.

Übrigens: Wenn die Viersener in die Abstiegsrelegation müssen, käme der Kontrahent aus der Gruppe 2 – nach Lage der Dinge könnten es der SSV Berghausen, DV Solingen II oder SG Hackenburg sein –, geht es für sie am 10. Juni mit einer Auswärtsbegegnung weiter, ehe am 14. das Rückspiel folgt.