2025-12-17T10:26:01.779Z

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– Foto: André Nückel

Neustart mit Geduld: SV Bad Rothenfelde III setzt auf Entwicklung

Die dritte Mannschaft des SV Bad Rothenfelde in der 2. Kreisklasse Osnabrück D setzt auf seine Perspektive.

Nach großem personellen Umbruch sucht die dritte Mannschaft des SV Bad Rothenfelde in der 2. Kreisklasse Osnabrück D weiter nach Konstanz – und blickt dennoch optimistisch auf die Rückrunde.

Der personelle Schnitt vor der Saison war tief, die Ergebnisse bislang durchwachsen. Für Marc Kröger, Oldie und gelegentlicher Stadionsprecher der dritten Herrenmannschaft des SV Bad Rothenfelde, ist der bisherige Saisonverlauf dennoch kein Anlass zur Resignation, sondern Teil eines notwendigen Entwicklungsprozesses. „Die Mannschaft hat sich vor der Saison zu 80 bis 90 Prozent komplett neu aufgestellt“, sagt Kröger. Entsprechend brauche das Team Zeit, um sich zu finden.

Von einer klassischen Winterpause könne ohnehin kaum die Rede sein. „Pausen gibt es nicht wirklich, es wird mindestens einmal in der Woche gekickt“, erklärt Kröger. Die strukturierte Vorbereitung beginne Mitte Januar. Einen wichtigen Impuls setzt dabei der neue Trainer Eray Tuz, der seit Sommer im Amt ist. Unter seiner Regie hätten auch Teambuilding-Maßnahmen deutlich zugenommen. Als besonderes Highlight nennt Kröger den gemeinsamen Auftritt der Mannschaft auf dem Bad Rothenfelder Weihnachtsmarkt. Mit Erbsensuppe, Karamba-Punsch und weiteren Angeboten habe man viele Besucher angelockt und zugleich die Mannschaftskasse gefüllt. Tuz habe dabei „vorbildlich und mit viel Arbeit den Großteil dazu beigetragen“.

Sportlich spiegeln die bisherigen Ergebnisse nach Krögers Einschätzung nicht das tatsächliche Leistungsvermögen wider. „Die Spiele waren knapp und man hat sich deutlich unter Wert verkauft“, sagt er. Gerade gegen die Topteams der Liga seien die Partien „bis zum Ende immer ziemlich ausgeglichen“ gewesen. Häufig habe lediglich „das Quäntchen Glück gefehlt“. Dennoch sei er überzeugt: „Es steckt enormes Potenzial in der Truppe – die Punkteausbeute spiegelt das noch nicht ganz wider, doch das soll sich in der Rückrunde ändern.“

Positiv hebt Kröger vor allem die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft hervor. „Gut ist die grundsätzliche Stimmung im Team“, betont er. Die Mischung aus jungen Neuzugängen und erfahrenen Spielern funktioniere, „die jüngeren neuen Spieler kommen super mit den altgediehenen Oldies klar – andersrum genauso“. Zudem sei der Kader deutlich breiter geworden, sodass personelle Engpässe an Spieltagen kaum noch zu befürchten seien. Auch dies sei „ein Verdienst des neuen Trainerteams“.

Probleme sieht Kröger derzeit vor allem in der Abstimmung auf dem Platz, was angesichts der neu zusammengestellten Mannschaft kaum überrasche. „Aber ansonsten gibt es keine Probleme“, stellt er klar. Für die Rückrunde formuliert er ein nüchternes, aber klares Ziel: „Es kann und muss nur das Ziel sein, noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle nach oben zu klettern.“ Das Potenzial dafür sei vorhanden.

Personell bleibt der Kader weitgehend stabil. Als Neuzugang stößt Denis Günes vom SC Peckeloh II zur Mannschaft. Demgegenüber steht mit Leon Köhne lediglich ein Abgang, der sich voraussichtlich der SG Oesterweg III anschließen wird. „Ansonsten ist man personell wunderbar aufgestellt“, so Kröger.

Im Meisterschaftsrennen der Liga rechnet er vor allem mit den aktuellen Spitzenteams. „Tendenziell muss man sicherlich die aktuellen Top vier Teams nennen“, sagt Kröger, hebt jedoch Kloster Oesede III hervor, das auf ihn „den besten Eindruck“ gemacht habe. Auch Bad Laer III bescheinigt er eine ordentliche Saison.

Abseits des Platzes gibt es ebenfalls Bewegung im Verein: Die lange geplante Kabinensanierung am Sportpark soll nun endlich starten. Der Baubeginn ist nach Vereinsangaben für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.

Für den SV Bad Rothenfelde III geht es in der Rückrunde weniger um große Versprechen als um stetige Entwicklung. Gelingt es, die knappen Spiele künftig für sich zu entscheiden, könnte der Blick in der Tabelle bald wieder nach oben gehen.

Aufrufe: 06.1.2026, 14:30 Uhr
redAutor