2025-12-03T05:51:34.672Z

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Trippel ist in Doha im Einsatz.
Trippel ist in Doha im Einsatz. – Foto: Markus Verwimp

Neusser schwitzen bei der U17-WM in der Hitze von Katar

Zum Auftakt der U17-Weltmeisterschaft in Katar hat der Neusser Marcello Trippel mit der deutschen Nationalmannschaft unentschieden gegen Kolumbien gespielt. Mit dabei sind auch die Eltern des Torhüters von Borussia Mönchengladbach.

Wenn es junge Leistungssportler in die nationale Spitze schaffen und ihr Land bei internationalen Wettkämpfen vertreten, kommen sie schon weit herum in der Weltgeschichte. Und mit ihnen ganz oft auch ihre Eltern, die selbstredend hautnah miterleben möchten, wie sich ihr Nachwuchs mit dem Bundesadler auf der Brust schlägt. So wie Volker und Steffi Trippel aus Neuss, die gerade in Katar sind, wo ihr Sohn Marcello bei der Weltmeisterschaft der Altersklasse U17 in Katar den Kasten der deutschen Nationalmannschaft hütet. Zum Auftakt gab es am Dienstag in der Vorrunden-Gruppe G ein 1:1 gegen Kolumbien.

Mit dem Nachwuchs in die Wüste


Volker und Steffi Trippel waren in diesem Jahr schon dabei, als ihr Sohn mit Deutschland in Albanien die Europameisterschaft und in Spanien die WM-Qualifikation gespielt hat. In Katar bleiben die beiden aber auf jeden Fall nur während der Vorrunde, ihr Sohn wäre im Idealfall noch bis zum Endspiel am 27. November dabei. „Irgendwann ist ja auch mal der Urlaub und das Geld auf“, scherzt Volker Trippel, der stolz auf sich ist, dass er die sechsstündige Anreise trotz seiner großen Flugangst ohne größere Schäden an Leib und Seele überstanden hat.

Dass er den großen Aufwand zusammen mit seiner Frau betreibt, um dem Sohnemann möglichst nah zu sein, haben die beiden allerdings noch nicht bereut. „Das sind Mega-Erlebnisse, die man vielleicht nur einmal im Leben mitmacht“, erklärt Volker Trippel, den zu seiner aktiven Zeit selbst ein guter Torwart im Neusser Amateurfußball war. In Katar, wo ja 2022 erstmals auch die WM der Erwachsenen über die Bühne ging, haben es die Trippels abgesehen von den für deutsche Verhältnisse für die Jahreszeit ungewöhnlichen Durchschnittstemperaturen jenseits der 30 Grad bei hoher Liftfeuchtigkeit gut angetroffen. „Das ist schon eine schweißtreibende Angelegenheit hier, besonders für die Jungs auf dem Platz“, sagt Volker Trippel, der sich zusammen mit seiner Frau in einem Hotel direkt neben dem Aspire-Zone-Komplex in Al Rayyan einquartiert hat.

Remis zum Auftakt

Die Anlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Khalifa-Stadion, wo 2022 auch WM-Spiele stattfanden. Die acht nebeneinanderliegenden Plätze wurden eigens für die U17-Weltmeisterschaft, bei der erstmals 48 Mannschaften teilnehmen, hergerichtet, unter anderem mit Tribünen ausgestattet. „Es gibt auch eine Fanmeile, das sieht alles sehr professionell aus. Hier kann man sich den ganzen Tag aufhalten und Fußball schauen“, sagt Trippel, der sich auch Vorrundenspiele anderer Nationen angucken möchte, während seine Frau Steffi den Pool im Hotel genießt. Den Mittwoch nach dem ersten Gruppenspiel nutzten die beiden zu einem Ausflug ins Zentrum von Doha, wo sie die Wolkenkratzerkulisse zwar beeindruckend, aber nicht wirklich schön empfanden. „Dafür war der Basar in der Altstadt ganz nett“, so Volker Trippel.

Apropos erstes Gruppenspiel: Da lieferte Marcello Trippel, der bei Borussia Mönchengladbach auf dem Weg zum Profi ist, beim 1:1 gegen Kolumbien nach der Einschätzung seines Vaters eine solide Leistung ab. Zeigte eine richtig gute Parade, fing sicher ein paar Flanken ab und spielte gute Bälle hinten raus. Beim Gegentor war er machtlos. Viel Zeit können die Trippels in Katar übrigens nicht zusammen verbringen. Nur rund fünf Minuten haben die Spieler nach den Partien, um sich mit ihren Angehörigen auszutauschen. Die nächste Vorrundenpartie steigt am Freitag gegen Nordkorea, am Montag geht es zum Abschluss der Gruppenphase gegen El Salvador.

Aufrufe: 07.11.2025, 15:00 Uhr
RP / David BeinekeAutor