Unter anderem die Kabinen des Jahnstadions sollen umfassend saniert werden.
Unter anderem die Kabinen des Jahnstadions sollen umfassend saniert werden. – Foto: Jürgen Gaebler

Neuss: Vier Projekte für noch mehr Möglichkeiten im Jahnstadion

Nachdem fast 60 Jahre nichts passiert ist, werden das Stadion und die Stadionhalle bald saniert.

Das Jahnstadion und die Stadionhalle werden in den nächsten Monaten baulich und energetisch saniert. Gleich an vier Stellen wollen das Sportamt und die Gebäudemanagement Neuss und Service GmbH (GMNS) ansetzen und durch die geplanten Investitionen nicht nur die Nutzungsvielfalt der Freizeitsportanlage für die Öffentlichkeit stärken, sondern im Zusammenwirken mit den Vereinen auch die Wettkampfstätte für den Leistungssport modernisieren. Genaue Beträge nennt die aktuell ja auch um Haushaltskonsolidierung bemühte Verwaltung nicht, doch hatte Sportdezernent Matthias Welpmann bei anderer Gelegenheit ausgeführt, dass alleine die energetische Sanierung der Gebäude etwa eine Million Euro kosten werde.

Voraussetzung für alle Anstrengungen ist ein Zuschuss des Bundes, der allerdings gesichert ist. Ein Zuwendungsbescheid für die Finanzspritze aus dem Programm zur Sanierung kommunaler Sportstätten des Bundesbauministeriums war schon im Sommer in der Post für das Rathaus. Aktuell würden die Bauleistungen ausgeschrieben, teilt die Stadtverwaltung mit, der Baubeginn sei schon in Kürze zu erwarten. Das ehrgeizige Ziel ist, einen Großteil der Arbeiten noch in diesem Jahr auszuführen.

Für den besseren Überblick gliedern Sportamt und GMN das Projekt in vier einzeln zu bewältigende Aufgaben.

Punkt eins betrifft die Stadionhalle, deren Schwingbogen, das Damen-WC und die Fenster. Weil die Sporthalle nicht nur von Schulen und Vereinen genutzt wird, sondern auch Austragungsstätte für Spiele der Hockey- und Kämpfe der Ringer-Bundesliga ist, kommen viele unterschiedliche Nutzer in den Genuss der Verbesserungen. Geplant ist, aus energetischen Gründen alle Fenster auszutauschen, das Damen-WC zu sanieren und den Hallenboden zu erneuern.

Punkt zwei nimmt vor allem das separat errichtete Umkleidegebäude für alle Nutzer des Stadions in den Blick. Diese Räume sind im heutigen Zustand mehr als 40 Jahre alt. Sie müssen nach Überzeugung der Verwaltung saniert und zudem brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Während dieser Arbeiten stehen den Sportlern Umkleiden in Containern zur Verfügung.

Ein in einer Stahlhallenkonstruktion geplanter Fitnessraum soll – drittens – vor allem den Leistungssportlern des Tennisclubs „Blau-Weiß“ und des Hockey- und Tennisclubs „Schwarz-Weiß ganz neue Möglichkeiten zum Athletik-, Kraft- und Ausdauertraining eröffnen.

Mit der Überdachung und Beleuchtung von drei Tennisplätzen sollen zuletzt die Trainings- und Spielmöglichkeiten bei Regen und Dunkelheit erweitert werden.

Aufrufe: 024.1.2023, 09:00 Uhr
NGZ / nauAutor