2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

Neusalza und Niesky im Torrausch – Post SV rettet Unentschieden

Der Spitzenreiter stürmt Richtung Titel, während Niesky den höchsten Sieg des Spieltags feiert.

von red · Heute, 08:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Steffen Gorks

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In der Sachsenklasse Ost fielen am 24. Spieltag alle Hemmungen. Die Zuschauer erlebten ein Wochenende der Superlative, an dem die Tornetze der Liga bis zum Zerreißen gespannt wurden. Während der FSV 1990 Neusalza-Spremberg mit einer beängstigenden Souveränität dem Aufstieg entgegenstrebt, wurde der Tabellenkeller für die Aufsteiger zum Trümmerhaufen. Ganze 49 Treffer fielen in den acht Partien, was einer gnadenlosen Offensivgewalt gleichkam. Besonders die Teams aus Niesky und Neusalza-Spremberg zeigten keine Gnade mit ihren Gegnern und schraubten die Ergebnisse in fast zweistellige Regionen.

In einer kampfbetonten Partie teilten sich die Reserve aus Bischofswerda und der Hoyerswerdaer FC die Punkte. Ben Michael brachte die Hausherren in der 50. Minute in Führung und weckte Hoffnungen auf drei wichtige Zähler im Tabellenkeller. Doch die Freude währte nur kurz, da Lucas Breuning bereits in der 55. Minute für den HFC ausgleichen konnte. Für Bischofswerda auf Platz 13 ist dieser eine Punkt im Kampf gegen die Abstiegsränge eigentlich zu wenig, während Hoyerswerda mit nun 37 Punkten den siebten Tabellenplatz belegt.

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Der unangefochtene Tabellenführer hat seine Vormachtstellung mit einem gewaltigen Ausrufezeichen unterstrichen. Vor 160 Zuschauern überrollte der FSV 1990 Neusalza-Spremberg den Tabellenfünfzehnten aus Zschachwitz gnadenlos. Tobias Draßdo eröffnete den Torreigen bereits in der 8. Minute. In der Folgezeit schraubten Marius Riedel in der 19. und 43. Minute, Louis Rudolph in der 24. Minute sowie Jan Hybner in der 45.+2 Minute das Ergebnis bereits zur Pause in uneinholbare Höhen. Auch nach dem Seitenwechsel kannte der Spitzenreiter kein Erbarmen: Tom Nathe in der 53. Minute, Leon Erdmann in der 61. Minute und Sebastian Tews in der 88. Minute machten das Debakel für die Gäste perfekt. Zschachwitz kam lediglich durch Vincent Lu Goldberg in der 29. Minute und einen Handelfmeter in der 64. Minute zu Ehrentreffern. Mit 58 Punkten ist Neusalza-Spremberg der Titel kaum noch zu nehmen.

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Ein historisches Schützenfest bekamen die Fans in Niesky geboten. Der Tabellendritte zerlegte den SV Bannewitz in seine Einzelteile, wobei Florian Zieschang mit vier Treffern in der 2. Minute, 12. Minute, 44. Minute und 46. Minute zum überragenden Akteur avancierte. Auch Niklas Gavin Kleschatzky war mit einem lupenreinen Hattrick in der 28., 40. und 45. Minute nicht zu bremsen. Moritz Wünsche in der 74. Minute und Luca Darius Pluta in der 86. Minute vervollständigten das Ergebnis. Bannewitz, das auf Platz 14 verharrt, bewies trotz der Unterlegenheit Moral durch Jonas Lehmann in der 5. und 66. Minute sowie Niklas Winkler in der 82. Minute. Trotz einer Gelb-Roten Karte für Bruno Vogel in der 56. Minute geriet der Sieg der Eintracht nie in Gefahr. Niesky festigt mit nun 44 Punkten den dritten Rang.

Lukas Scharf (Pressesprecher, Eintracht Niesky): Im Großen und Ganzen konnten wir an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Von Beginn an war spürbar, dass die Mannschaft fest entschlossen war, die drei Punkte zu Hause zu behalten. Der Start verlief nach Maß: Mit dem frühen 1:0 konnten wir direkt die Kontrolle übernehmen und das Spiel in unsere Richtung lenken.

Allerdings zeigten sich erneut Unkonzentriertheiten in der Defensive, wodurch wir quasi im direkten Gegenzug den Ausgleich hinnehmen mussten. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es uns jedoch immer wieder, das Tempo anzuziehen und die Fehler von Bannewitz konsequent auszunutzen.

In der zweiten Halbzeit bewies die Mannschaft trotz der relativ frühen Gelb-Roten Karte Moral und spielte weiterhin mutig nach vorne. Dieser Einsatz wurde belohnt, sodass wir noch zwei weitere Treffer erzielen konnten.

Am Ende lässt sich festhalten, dass die Chancenverwertung an diesem Wochenende im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich konsequenter war. Dennoch müssen wir in der Defensive konzentrierter agieren und einfache Fehler künftig vermeiden.

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Der Tabellenzweite aus Oderwitz hielt dem Druck stand und feierte ebenfalls ein Torfestival gegen den Tabellenachten. Dabei sah es zunächst nach einer engen Kiste aus, als Leon Dunger in der 18. Minute und Philipp Flacke in der 26. Minute die frühe Führung von Oliver Kahle aus der 9. Minute sogar drehten. Doch noch vor der Pause glich Till Scholz in der 41. Minute aus, ehe Milan Salich in der 45.+1 Minute die Wende einleitete. In der zweiten Halbzeit brachen bei Dohna alle Dämme. Philip Scholz in der 57. Minute, Krystof Janu in der 68. Minute, erneut Till Scholz in der 74. Minute sowie ein Doppelpack von Dawid Więckiewicz in der 80. und 84. Minute sorgten für den 8:2 Endstand. Oderwitz bleibt mit 49 Punkten der einzige Verfolger, der noch theoretische Chancen auf die Spitze hat.

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Das Dresdner Derby bot Dramatik bis zur letzten Sekunde. Es sah lange nach einem Auswärtssieg für die SG Dresden Striesen aus, nachdem Eric Zimmermann die Partie mit zwei Treffern in der 59. und 66. Minute gedreht hatte. Maximilian Schwan hatte den Post SV Dresden in der 47. Minute zunächst in Führung gebracht. In der fünften Minute der Nachspielzeit geschah das Unfassbare: Brais Gonzalez-Sousa unterlief in der 90.+5 Minute ein Eigentor, das den Gastgebern noch einen Punkt rettete. Während Striesen auf dem sechsten Platz verweilt, ist dieser Zähler für den Post SV auf Rang 12 im Kampf gegen den Abstieg Gold wert.

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Der Radebeuler BC 08 hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und drei Zähler aus Weixdorf entführt. Benno Töppel brachte die Gäste in der 57. Minute in Front, Steve Deinhart erhöhte in der 76. Minute auf 0:2. Weixdorf versuchte in der Schlussphase alles und kam durch Dennis Richter in der 88. Minute noch einmal heran. Doch ein Eigentor von Pierre Baldauf in der 90.+3 Minute machte alle Hoffnungen der Gastgeber zunichte. Radebeul schiebt sich damit auf einen starken fünften Platz vor, während Weixdorf auf den zehnten Rang abrutscht.

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Im direkten Duell im Mittelfeld hat der SV Wesenitztal einen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Gegen den Aufsteiger aus Deutschbaselitz siegte die Heimelf souverän mit 4:0. Phillip Kaps brach in der 17. Minute den Bann. Ein Eigentor von Martin Fallant in der 35. Minute spielte den Gastgebern zusätzlich in die Karten. Martin Schiefner in der 54. Minute und Pascal Hänisch in der 56. Minute sorgten kurz nach der Pause für die endgültige Entscheidung. Wesenitztal klettert durch diesen Erfolg auf den neunten Platz und zieht punktgleich an Weixdorf vorbei, während Deutschbaselitz auf Rang elf abrutscht.

Ronny Glöckner (Trainer, SV Aufbau Deutschbaselitz):

„Das war eine völlig verdiente Niederlage. Wir sind gar nicht in unser Spiel reingekommen. Zwar haben wir versucht, ein bisschen Kontrolle zu gewinnen, aber der Gegner war uns an diesem Tag in allen Belangen – vor allem von der Einstellung her – überlegen. Sie agierten zielstrebig vor dem Tor. Lediglich unser Torhüter hat das Spiel in der ersten Halbzeit noch einigermaßen offen gehalten.

Nach den zwei Gegentoren in der ersten Hälfte wurde es jedoch extrem schwierig für uns, noch Nadelstiche zu setzen. Wir finden momentan einfach nicht zu unserem Spiel, woraus unsere aktuellen Probleme resultieren. Jetzt ist es wichtig, sich erst einmal zu sammeln. Auch in der zweiten Halbzeit fehlten uns die hundertprozentigen Möglichkeiten, um einen Anschlusstreffer zu erzielen. Der Gegner hat die Partie stattdessen ganz gezielt runtergespielt und noch zwei Tore nachgelegt.

Das bittere Ergebnis ist die Folge, aber momentan ist noch alles im grünen Bereich, da wir weiterhin über dem Strich stehen. Jetzt heißt es, alle Kräfte zu bündeln. Das Spiel gegen Görlitz wird von der Tabellensituation her klar: Als Tabellenletzter ist das für uns ein reines Kopfspiel. Wir müssen uns dort das nötige Selbstvertrauen zurückholen und drei Punkte einfahren.“

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Der Radeberger SV hat seine Pflichtaufgabe beim Tabellenschlusslicht gewohnt professionell gelöst. Vor 120 Zuschauern in der Grenzstadt ließen die Gäste nichts anbrennen. Christian Noack erzielte bereits in der 13. Minute die Führung, Jannik Haufe legte in der 28. Minute nach. Görlitz bemühte sich redlich, blieb aber offensiv zu harmlos, um den Tabellenvierten ernsthaft zu gefährden. Gregory Cameron Tobula besiegelte in der 79. Minute den 0:3 Endstand. Während Radeberg mit 42 Punkten fest im oberen Drittel verankert ist, schwindet für Görlitz bei nur elf Punkten auf dem Konto jede Hoffnung auf den Verbleib in der Liga.

Michael Zschieck (Torwarttrainer, Radeberger SV): „Bei tollem, aber schon sehr warmem Wetter war es eher ein ‚müder Kick‘ auf einem sehr schlechten, trockenen Rasenplatz. Obwohl wir etwas ersatzgeschwächt waren, agierten wir stets spielbestimmend und zielstrebig. In den Anfangsminuten sowie gegen Mitte und Ende der zweiten Halbzeit haben wir einige Chancen liegen gelassen. Görlitz hatte nur eine einzige echte Torgelegenheit nach einem Konter, den Jonas Mai jedoch stark parierte. Ansonsten war es ein völlig ungefährdeter Sieg. Gepflegter Fußball war auf diesem Platz allerdings kaum möglich.“

Marco Widtmann (Co-Trainer, Radeberger SV): „Als völlig ungefährdet hätte ich es vielleicht nicht bezeichnet. Wenn Görlitz den Anschluss macht, dann kann es anders ausgehen. Anfang der zweiten Halbzeit hatte der Gegner auch nochmal eine kleine Drangphase, die wir mit ein bisschen Glück überstanden haben. Aber ich will damit nicht sagen, dass der Sieg nicht verdient war. Aber wie ein Tabellenletzter hat der Gegner nicht gespielt."

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