2026-03-05T07:49:35.839Z

Ligabericht

Neumarkt und Coburg glänzen – Cham packt Gebenbach – Jahn Derbysieger

Bayernliga Nord, der Samstag: Bayern Hof und Großschwarzenlohe haben auswärts wenig zu bestellen +++ Landstorfer-Bude reicht Cham

von Florian Würthele · Heute, 19:00 Uhr · 0 Leser
Das Bild zum Spiel: Die Neumarkter „Adler“ bejubeln einen klaren Heimsieg und lassen Großschwarzenlohe enttäuscht nachhause fahren.
Das Bild zum Spiel: Die Neumarkter „Adler“ bejubeln einen klaren Heimsieg und lassen Großschwarzenlohe enttäuscht nachhause fahren. – Foto: Wolfgang Zink

Im Titelrennen der Bayernliga Nord hatte Spitzenreiter SC Eltersdorf am Freitag vorgelegt. Tags darauf zog das Oberpfälzer Duo ASV Neumarkt und ASV Cham nach. Der Rangzweite aus Neumarkt landete einen relativ ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen Großschwarzenlohe, während Chams Trainer Faruk Maloku gegen seinen Ex-Klub einen hart erkämpften 1:0-Auswärtssieg sah. Einen völlig gebrauchten Tag erwischte Bayern Hof. Im Oberfranken-Duell mit dem direkten Abstiegs-Konkurrenten FC Coburg ging die SpVgg mit 0:4 baden ging. Im 17-Uhr-Spiel feierte der SSV Jahn II – dank einer starken ersten Halbzeit, eines überragenden Doppelpackers Kelvin Onuigwe und einer kämpferisch tollen Darbietung – einen 2:1-Derbysieg gegen den SV Fortuna.


Sven Zurawka (Trainer ASV Neumarkt): „Ein sehr seriöser Auftritt! Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. In der ersten Halbzeit war es ein sehr dominanter Auftritt unsererseits: Wir haben den Gegner früh gepresst, Druck erzeugt und dem Gegner unser Spiel aufgedrückt. Offensiv konnten wir immer wieder Nadelstiche setzten und führten zur Pause verdient mit 2:0 – wobei wir neben den zwei Toren nicht arg viel mehr Chancen hatten. In der Halbzeit habe ich nochmal ein, zwei Dinge taktisch angepasst. Wir kamen gut raus und stellten mit einem Freistoßtor auf 3:0, was sehr wichtig war. Danach sind wir ein Stück weit in den Verwaltungsmodus reingekommen und haben nicht mehr die Räume sauber geschlossen. Nach dem dritten Tor war ich nicht mehr so zufrieden. Nichtsdestotrotz war es in Summe ein sehr guter erster Auftritt nach der Winterpause. Summa summarum ist der Sieg hochverdient.“


Lars Müller (Sportlicher Leiter FC Coburg): „Ein verdienter Sieg für den FC Coburg. Die Mannschaft hat ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Wir waren von Anfang an präsent, waren richtig gut in den Zweikämpfen und haben es ordentlich angenommen. Zu Beginn hatten wir bereits zwei aussichtsreiche Möglichkeiten, ehe wir zwei Mal erfolgreich waren. Für mich der Spieler des Spiels war „Camillo“ Fischer, der sich mit zwei Toren belohnte. Hof erspielte sich wenige Möglichkeiten, wir verzeichneten unter anderem noch einen Lattenschuss. Es war von der ersten bis zur 90. Minute eine ordentliche und geschlossene Mannschaftsleistung. Diesmal haben wir es auch nicht verpasst, Tore zu schießen.“


Faruk Maloku (Trainer ASV Cham): „Ein sehr intensives Kampfspiel. Beide Mannschaften haben in den Zweikämpfen alles reingehauen. Wir hatten in der ersten Halbzeit die eine Möglichkeit, dir wir auch nutzen konnte. Ansonsten war es eher ein Mittelfeldspiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Wenn dann wurde es über Standards gefährlich. Auf dem tiefen Boden war es sehr schwierig, über die fußballerischen Elemente nach vorne zu kommen. Daher war es ein Abnutzungskampf von beiden Mannschaften. Hintenraus hätte Gebenbach das 1:1 machen können. Unser Torwart Christoph Lindner vereitelte diese Torchance und sicherte uns so den Sieg. An sich kein unverdienter Sieg, auch wenn das Spiel sehr eng war.“


Arber Morina (Trainer SV Fortuna Regensburg): „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht bei hundert Prozent, kamen dennoch zu der ein oder anderen Möglichkeit. Das 1:0 war ein ganz blödes Gegentor, dem ein Foul vorausging. Unser Spieler wurde in der Luft geschubst, wodurch sich der Stürmer einen Vorteil verschaffte. Vom Spielgeschehen her war die Pausenführung des Jahn jedoch verdient. Für die zweite Hälfte mussten wir eine Hypothek aufholen. In den zweiten 45 Minuten investierten wir alles, gingen höchstes Risiko. Allerdings machten wir unsere Chancen nicht und wenn es blöd läuft, gehen wir mit 3:0 oder 4:0 baden. Gefehlt hat, etwas eher den Anschlusstreffer zu erzielen, um den Jahn so richtig ins Wanken zu bringen. Wir haben es nach der Pause gut gemacht, hätten dieses Gesicht und diese Entschlossenheit jedoch schon in der ersten Halbzeit zeigen müssen.“