2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Angelo Wiesner

Neuhof geht ohne Trainer runter – Sandershausen muss in die Relegation

Der 34. Spieltag der Verbandsliga Nord

Am 34. Spieltag der Verbandsliga Nord fallen letzte Entscheidungen im Tabellenkeller: Während SV Neuhof in die Gruppenliga Fulda absteigt, machen die SG Eiterfeld/Leimbach und der FSV Dörnberg den Klassenerhalt perfekt. Die TSG Sanderhausen muss den Weg in die Relegation antreten.

Bronnzell verabschiedet sich achtbar

Mit einem unterhaltsamen 4:3-Heimsieg verabschiedete sich der KSV Hessen Kassel II von seinen Fans – für die SG Bronnzell war es der letzte Auftritt in der Verbandsliga. Nach einem frühen 0:2-Rückstand zeigte sich Bronnzell stark verbessert, glich zwischenzeitlich aus und war dem 4:3 näher, ehe Ilias El Hammiri aus der Distanz den Lucky Punch für die Junglöwen setzte. „Das war bis auf die ersten 20 Minuten wirklich ein engagierter und couragierter Auftritt“, befand Gäste-Coach Johannes Ihrig nach dem Abstieg.

Eiterfeld/Leimbach macht Klassenerhalt klar – Herzberg verlängert

Mit einem konzentrierten Auftritt sicherte sich die SG Eiterfeld/Leimbach endgültig den Verbleib in der Verbandsliga. Nach ausgeglichenem Beginn brachte ein Doppelschlag von Kevin Preis und Joker Joshua Winter in der zweiten Halbzeit die Entscheidung zugunsten der Gäste. Eichenzell zeigte zwar lange Zeit eine ordentliche Leistung, baute nach dem 1:3 jedoch spürbar ab. Gästetrainer Herzberg wird auch kommendes Jahr am Hain Trainer bleiben.

Dörnberg rettet sich im direkten Duell

Im Abstiegsduell reichte dem FSV Dörnberg ein torloses Remis zum Klassenerhalt – sehr zur Enttäuschung der TSG Sandershausen, die nun in der Relegation gegen Hofbieber antreten muss. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch weder Dörnberg noch Sandershausen vermochten es, den entscheidenden Treffer zu erzielen. In der Nachspielzeit sah Sandershausens Akman nach einem Foulspiel noch die Rote Karte.

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Aulatal verabschiedet sich

Trotz früher Führung konnte die SG Aulatal ihr letztes Spiel in der Verbandsliga nicht erfolgreich gestalten. Vellmar fand nach dem Seitenwechsel besser in die Partie, nutzte individuelle Fehler der Gastgeber konsequent aus und schraubte das Ergebnis durch Treffer von Porada, da Silva und Agyekum in die Höhe. Für Aulatal endet eine durchwachsene Saison mit einem unglücklichen Spielverlauf.

Meister mit standesgemäßem Abschluss

Der Meister aus Kassel ließ sich auch am letzten Spieltag nicht hängen und gewann verdient in Lichtenau. Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgten Alban Meha und Jon Mogge mit einem Doppelschlag nach dem Seitenwechsel für klare Verhältnisse. Der Lichtenauer FV hielt lange gut dagegen, verlor aber im zweiten Durchgang zunehmend die Kontrolle über das Spiel. CSC schließt die Saison mit 84 Punkten ab.

Flieden lässt nichts anbrennen – Trainer und viele Leistungsträger verlängern

Mit vier Treffern avancierte Homan Halimi zum Matchwinner beim deutlichen Auswärtserfolg des SV Flieden. Der Absteiger aus Hombressen/Udenhausen wehrte sich tapfer, kam verdient zum Anschlusstreffer, doch nach der Pause schaltete die Buchonia nochmal hoch – und bescherte Luca Gaul einen würdigen Abschied. „Er wird mit seiner tollen Art fehlen“, lobte Trainer Christian Kreß, dessen Team mit 42 Punkten eine solide Saison im Mittelfeld beendete und der seinen Vertrag genauso wie die Spieler Sebastian Alles, Lukas Marvin Friedrich, Niko Zeller, Ronaldo Zenuni, Pascal Manß, Merlin Sippel, Jonas Hilgenberg, Christian Bohl, Florian Wess, Louis Larbig, Jacob Müller, Maximilian Fritz, Marcel Schöppner, Valentin Barth und Rafael Best verlängert hat.

Sodener Generalprobe geglückt

Bad Soden beendete die reguläre Saison mit einem souveränen 4:2-Auswärtssieg – und blickt nun gespannt auf den Relegationsgegner. Schon vor dem Anpfiff wurden Abgänge wie Mahamadou Lamin Juwara publik, der künftig für Stadtallendorf spielt, was Trainer Lars Schmidt Kopfzerbrechen bereitet: „Wir müssen schauen, wie wir die Jungs scharf kriegen“. Fußballerisch präsentierte sich Soden vor allem in Halbzeit eins stark, das Spiel war früh entschieden.

Bitteres Ende

Die Hoffnung lebte bis zur 90. Minute – doch dann besiegelten zwei späte Gegentreffer und zwei Platzverweise das Schicksal des SV Neuhof. Trotz eigener Führung und Schützenhilfe aus Dörnberg reichte es nicht für die Relegation. Trainer Alexander Bär kündigte nach dem Abstieg seinen Rückzug an: „Ich schlafe kaum, die Kräfte sind einfach aufgebraucht. Unter normalen Umständen hätten wir das Spiel gewonnen.“

Aufrufe: 030.5.2025, 13:00 Uhr
Jan GundlachAutor