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Neuhadern fühlt sich nach Sperre „wie die Gallier“ und kritisiert BFV für „schleppendes Verfahren“

BLSV-Verfahren beendet

von Sebastian Isbaner · 22.08.2024, 08:37 Uhr · 0 Leser
Manfred Leonhart und der FC Neuhadern sind wieder spielberechtigt
Manfred Leonhart und der FC Neuhadern sind wieder spielberechtigt – Foto: Markus Nebl

Der FC Neuhadern darf nach zwei Spielen Sperre wieder am Spielbetrieb teilnehmen. Christos Skakas und Trainer Manfred Leonhart bleiben positiv.

Neuhadern – Die Saison startete suboptimal für Bezirksligist Neuhadern. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt durfte die Mannschaft die folgenden zwei Spiele gegen Wacker München und den TSV Neuried nicht antreten. Grund dafür: eine fehlende Sportversicherung bei der BLSV.

Erleichterung in Neuhadern – die Bezirksliga-Mannschaft darf den Spielbetrieb wieder aufnehmen

Vergangene Woche Donnerstag wurde der Verein dann schließlich wieder für den Spielbetrieb zugelassen und konnte am Wochenende beim Remis gegen Waldperlach wieder zurück auf den Rasen. „Die Erleichterung war da. Wir sind froh, dass wir wieder ran dürfen und dass es nun endlich weitergeht“, so Trainer Manfred Leonhart im Gespräch mit Fussball-Vorort/FuPa Oberbayern.

Um für einen möglichen Einsatz, wie es dann gegen Waldperlach auch kam, in Form zu sein, bereiteten sich die Mannschaft normal auf die Spiele vor. „Wenn dann kurz davor die Nachricht kommt, dass man nicht antreten darf, nimmt einem das den Spaß weg. Gegen Waldperlach hat man dann auch gemerkt, dass die Energie da, aber der Druck schon groß war“, so Neuhaderns Coach.

„Warum wird das nicht vor der Saison geprüft, damit man Zeit hat, noch zu reagieren“

Christos Skakas über das BLSV-Verfahren

Dass der Verein in erster Linie die Schuld an der Sperre vom Spielbetrieb trägt, ist den Verantwortlichen von Neuhadern klar. Der sportliche Leiter Christos Skakas sieht aber auch Mängel von Seiten des Verbandes. „Natürlich ist das unser Fehler vom Verein, aber es war auch nicht optimal vom Verband. Das ganze Verfahren war schon sehr schleppend. Der größte Teil an der Sache liegt an uns, aber warum wird das nicht vor der Saison geprüft, damit man Zeit hat, noch zu reagieren“, fragt sich Skakas.

Generell waren sowohl Trainer Leonhart als auch der Sportliche Leiter unzufrieden mit der Kommunikation zwischen Verein und Verband über den Stand der Dinge. Einen besonderen Dank spricht Skakas am Ende dem Spielgruppenleiter aus, der sich sehr engagiert habe, das Beste für den FC Neuhadern herauszuholen.

Worst Case abgewandt – bei vier Nicht-Antritten wäre die Saison des FC Neuhadern vorbei gewesen

Das versäumte Spiel gegen den FC Wacker München wurde bereits als Nichtantritt und damit 0:2 gewertet. Laut Skakas, wird es beim Spiel gegen Neuried auf das gleiche Resultat hinauslaufen, wobei „bei diesem Spiel noch die Hoffnung bestand, antreten zu können“.

So muss der FC Neuhadern einen herben Rückschlag in der laufenden Bezirksliga-Saison gleich von Beginn an verkraften. Den Worst Case konnte man allerdings vermeiden. Ab vier nicht angetretenen Spielen hätten die Münchner sich vom Spielbetrieb komplett zurückziehen müssen. Bei mehreren englischen Wochen zur neuen Saison wäre das keine Sensation gewesen. „Vier Spiele wären schon irre gewesen. Wir hatten da jetzt aber an sich keine Angst. Natürlich spekuliert man ein wenig, aber an das Schlimmste wollten wir jetzt nicht denken“, so Skakas.

Auch in der Mannschaft sei dieser Fall zu keiner Zeit Thema gewesen. „Obwohl die Option natürlich im Raum stand, wollten die Spieler den Verein nicht verlassen. Wir haben uns zusammengesetzt und da kam dann eher eine ‚jetzt erst recht‘ Mentalität hervor. Wenn uns jetzt Punkte abgezogen werden, wehren wir uns auf dem Platz dagegen. Da muss ich dann auch dem Trainerteam großen Respekt zollen, wie da alle am selben Strang gezogen haben“, lobt Cheftrainer Leonhart seine Mannschaft.

Trotz Katastrophen-Start – Skakas und Leonhart bleiben positiv und haben Vertrauen in die Mannschaft

Von der sportlichen Situation mit nun einem Punkt aus fünf Spielen wollen sich die Verantwortlichen bei Neuhadern nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Marschrichtung bleibt weiterhin dieselbe. „Wir wollten eigentlich in einem ruhigeren Fahrwasser diese Saison fahren. Jetzt stehen wir da hinten drinnen. Jetzt gilt es zu schauen, da herauszukommen und in den nächsten Wochen zu schauen, wie es aussieht“, sagt Trainer Leonhart.

Auch Skakas strahlt Zuversicht aus und bleibt positiv gestimmt, dass die Münchner trotz des Rückschlages wieder aus der Abstiegszone herauskommen werden. „Wir fühlen uns wie die Gallier. Wir versuchen, positiv zu bleiben. Es ist kein optimaler Start, aber wir haben das Vertrauen in den Trainer und das Team und sind positiv, dass wir da aus eigener Kraft die Punkte wieder holen werden. Nach der Hinrunde können wir uns dann wieder ein Bild machen, wie es die Saison weitergeht.“

Das nächste Spiel bestreitet der FC Neuhadern am Samstag gegen den ASV Habach. Wir berichten im Live-Ticker. (Sebastian Isbaner)